Da weht der Wind!

Da weht der Wind!

Am Horizont drehen sich 14 große Windenergieanlagen – jene, die im interkommunalen Windpark Dorn-Dürkheim, Dittelsheim-Heßloch und Alsheim in der Nähe von Worms pro Jahr sauberen Strom für 20.000 Haushalte produzieren. Einige Kilometer entfernt liegt der Spielplatz „Windland“, den der Wiesbadener Projektentwickler ABO Wind gestaltet hat. Dort können Kinder selbst in die Rolle des Windes schlüpfen und entdecken, wie eine Windkraftanlage Strom erzeugt und wofür die Menschen diese Energie im alltäglichen Leben brauchen.

Mit der Konzeption und der Umsetzung des „Windlandes“ bedankt ABO Wind sich für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Alsheim und den umliegenden Gemeinden. „Um Windkraftprojekte sinnvoll und erfolgreich umzusetzen, ist die Akzeptanz bei den Bürgern vor Ort entscheidend. Nur mit Rückhalt in der Bevölkerung kann die Energiewende gelingen“, erklärt Lena Fritsche, Pressesprecherin bei ABO Wind. Deshalb informieren die ABO Wind-Planer bei jedem Projekt von Beginn an die interessierten Bürger und beantworten deren Fragen – etwa bei Führungen über die Baustelle und Info-Abenden im Rathaus oder in Schulen.

Rund um Alsheim, im Landkreis Alzey-Worms, ist die Energiewende in vollem Gange und Windräder sind – wie vielerorts in Deutschland – bereits ein Teil des Landschaftsbildes geworden. Mit dem „Windland“ möchte ABO Wind Kindern im kleinen Maßstab zeigen, wie die großen Anlagen in ihrer Umgebung funktionieren. Wie wird der Wind zu Strom? Was steckt in einer Windkraftanlage? Und wie kommt der Strom zu den Menschen nach Hause? Die Wiesbadener Kommunikationsdesignerin Claudia Tollkühn hat sich mit viel Fantasie und Herzblut Spielgeräte ausgedacht, die die Neugier der Besucher wecken und technische und physikalische Zusammenhänge auf spielerische Weise erklären. „Bei der Planung des Windlandes habe ich nach Symbolen und Bildern gesucht, die den Kindern im Kopf bleiben und die sie mit der Windenergie verbinden. Ich habe außerdem versucht, die technischen Zusammenhänge möglichst anschaulich zu vermitteln“, beschreibt sie ihr Vorgehen.

Im „Windland“ funktioniert das so: Der Kinderspielplatz ist einem Dorf nachempfunden, was sich durch das hügelige, an einem Fluss gelegene Gelände angeboten hatte. Inmitten der Fläche steht eine 3,50 Meter hohe Windkraftanlage. Hier drehen die Kinder an einer Kurbel, setzen damit die Rotorblätter in Bewegung und produzieren Strom. Dieser fließt in zwei Spielhütten und lässt dort eine stilisierte Herdplatte und einen Fernseher aufleuchten. Der zeigt allerdings keine vorgefertigten Bilder, sondern lädt zum kreativen Spielen ein: Die Mattscheibe ist wie beim Puppentheater offen. Ergänzend dazu erklärt die firmeneigene Comicfigur „Erni Wind“ auf zwei großen Schautafeln einfach und verständlich, wie die Anlage den Wind in Strom umwandelt und wie die Energie zu den Nutzern nach Hause transportiert wird. „Wir freuen uns über diese tolle Bereicherung des Freizeitangebotes für Kinder in Alsheim“, sagt Ortsbürgermeister Wolfgang Hoffmann. „Im Windland werden schon die Jüngsten an das wichtige Thema Energiewende herangeführt und dafür begeistert.“

Mit projektbegleitenden Freizeit- und Bildungsangeboten versucht ABO Wind schon seit Langem, die Bürger für die Windenergie zu interessieren: Ob in Vorträgen, Workshops oder mit dem für das Windland selbst entwickelten Wind-Experimentier-Set für Kindergarten- und Grundschulkinder, vermitteln die ABO Wind-Kollegen ihren Zuhörern und Besuchern einen Eindruck davon, wie man Wind in sauberen Strom verwandelt.

Vor zwei Jahren hat ABO Wind erstmals demonstriert, dass Windkraftprojekte auch eine Möglichkeit sein können, eine Region touristisch aufzuwerten: In der rheinland-pfälzischen Gemeinde Thalfang im Hunsrück hat das Planungsunternehmen den „Hunsrücker Windweg“ eröffnet. Der fünf Kilometer lange Wanderweg liefert an elf Stationen Informationen über die Technik der Windkraftanlagen. Eine Anlage bietet durch entsprechende Foto-Beklebung einen „Einblick“ in ihr Inneres. An einem eigens konzipierten und für ABO Wind gefertigten Spielgerät können die Besucher außerdem ihre Kräfte mit dem Wind messen: Ein stilisierter Rotor muss in Ganz gesetzt werden – mit genau jenem Kraftaufwand, den auch der Wind aufbringen muss, um eine Anlage anlaufen zu lassen. Ausgestellt ist auch ein 38 Meter langes Rotorblatt – ein Original, das sich bis vor ein paar Jahren noch an einer Anlage drehte. Jetzt lädt es – auf dem Boden liegend – dazu ein, sich einen dieser riesigen Flügel einmal aus der Nähe anzusehen. Der Bürgermeister der Gemeinde Berglicht, in der die meisten Windräder des Windparks stehen, ist begeistert vom Windlehrpfad: „Der kommt sehr gut an, auch weil er sehr informativ ist. Besonders am Wochenende kommen Besucher aus ganz Rheinland-Pfalz und Urlauber, die an der Mosel unterwegs sind.“

Den Wert solcher Einrichtungen lernen immer mehr Kommunen zu schätzen – und immer häufiger wird bei ABO Wind danach gefragt. Ob und wie ein solches Projekt entsteht, wird individuell entschieden: „Wir fragen uns: Gibt es in der Region schon ähnliche Angebote? Findet sich eine geeignete Fläche, um die Idee umzusetzen?“ Darauf basierend folgen die Gespräche mit den Gemeinden und die Suche nach originellen Ideen. Im „Windland“ ist es gelungen, im Ort genau das zu schaffen, was die Gemeinde sich gewünscht hat. Auf das Ergebnis ist nicht nur das ABO Wind-Team, sondern auch Ortsbürgermeister Wolfgang Hoffmann stolz: „Dieses Angebot ist in Rheinland-Pfalz einzigartig.“


Fotos: ABO Wind

 

Über ABO Wind
Das 1996 gegründete Unternehmen initiiert Windparkprojekte, akquiriert Standorte, führt alle technischen und kaufmännischen Planungen durch, bereitet international Bankfinanzierungen vor und errichtet die Anlagen schlüsselfertig. ABO Wind hat bereits 460 Windenergieanlagen und sieben Biogasanlagen mit einer Nennleistung von rund 900 Megawatt ans Netz gebracht. Rund 300 Mitarbeiter realisieren jährlich Projekte mit einem Investitionsvolumen von 200 Millionen Euro. Die Aktie (WKN 576002) notiert im Freiverkehr der Börse Düsseldorf.


 

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