Vom Großstadtdschungel auf den Schulhof

Vom Großstadtdschungel auf den Schulhof

Die Grundschule der Deutschen Schule Lissabon hatte auf Grund steigender Schülerzahlen im Frühjahr 2008 ein neues Gebäude bekommen und für Grundschulleiter Thomas Strobl war schnell klar, dass für die Kinder eine attraktive Bewegungsfläche geschaffen werden muss. Die Raumnetz-Erfinder von Corocord erhielten dafür den Zuschlag. Anfang März 2010 wurde die Spielanlage, die mit ihren verschiedenfarbigen Seilen sogar mit der Farbgebung im Inneren des neuen Schulgebäudes harmoniert, den Kindern übergeben.

Seit dem Jahr 2010 können sich die Grundschulkinder der Deutschen Schule Lissabon in den Hofpausen endlich so richtig austoben: Nach langen Jahren, in denen es für die etwa 200 Kinder des Grundschulzweigs auf dem Schulgelände keinerlei Spielplatz gab, wurde dieses Manko nach dem Umzug in ein neues Schulgebäude mit größerem Gelände endlich in Angriff genommen. Der damalige Schulleiter Thomas Strobl holte dafür die Corocord Raumnetz GmbH mit ins Boot. Der Berliner Spezialist für Seilspielgeräte hat mit seiner Produktlinie „Seilparkour“ die ideale Lösung im Angebot, wenn es darum geht, auf begrenztem Raum eine attraktive Bewegungsfläche für eine große Anzahl von Kindern zu schaffen. Schließlich verbringt hier etwa die Hälfte der Schulkinder den ganzen Tag von 8 bis 18 Uhr in der Schule und dem angegliederten Hort. Da entsteht jede Menge Bewegungsdrang, der unter der portugiesischen Sonne gut kanalisiert sein will.
Nach einer gemeinsamen Projektierungsphase haben die Berliner Raumnetz-Erfinder von Corocord im März 2010 eine vielseitige Kletterkombination aus Seilparkour-Elementen und Großen Seilnetzflächen auf dem Pausenhof des zwei Jahre zuvor neu eingerichteten Schulareals installiert.

Der Corocord-Seilparkour ist entstanden als spielerische Neuinterpretation der französischen Trendsportart „Parkour“, dem atemberaubenden Hindernisrennen junger sportlicher Erwachsener durch den Großstadtdschungel. Die völlig neuartige Seilspielanlage spornt mit ihren vielen innovativen Elementen nun auch die Kinder dazu an, neue Wege zu gehen und sich dabei in Sachen Geschicklichkeit und Koordinationsvermögen selbst zu übertreffen. Dabei kann bei der Konzeption einer solchen Anlage aus 14 verschiedenen Elementen gewählt werden, die noch dazu mit den anderen modularen Produktlinien aus der Berliner Raumnetz-Manufaktur kombinierbar sind. So sind in den letzten Jahren quer über den ganzen Erdball mehrere hundert dieser spannenden Anlagen mit immer neuem Gesicht entstanden.

Wo sich der echte „Traceur“, wie der Parkourläufer in Insiderkreisen genannt wird, seinen Weg über Mauern, Zäune und Dächer auf überaus abenteuerliche Weise bahnt, ersetzen beim Corocord-Parkour greiffreundliche Spielseile, Gummimembranen und Holzsprossen die bei den großen Vorbildern manchmal geradezu unüberwindbar erscheinenden Hindernisse aus Stahl und Beton. Die Bewegungsabläufe der großen und kleinen Traceure ähneln sich dabei oft auf ganz frappierende Weise - Springen, Balancieren, Hangeln und Laufen: Das sind die hauptsächlichen Bewegungsabläufe eines Parkourläufers. Auf fünf verschiedenen Bausteinen aus dem Corocord-Seilparkour-Programm können die Kinder der Deutschen Schule in der portugiesischen Metropole diese Bewegungsabläufe nun üben und dabei die großen Parkourläufer nach Herzenslust nachahmen. Auf Räuberleiter und Kletterrampe loten sie dabei insbesondere die drei großen „K“ aus: Kraft, Koordinationsvermögen und Kondition. Die Geräte Tensegrity, Seilslalom und Seilschraube regen zusätzlich noch die spielerische Fantasie an und schulen dabei gleichzeitig das räumliche Denken.

Diese Eigenschaften hatten maßgeblichen Anteil daran, dass die Seilparkour-Geräte der Corocord Raumnetz GmbH im Jahr 2009 von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e. V. mit dem Qualitätssiegel „besonders entwicklungsfördernd“ ausgezeichnet wurden. Auf dem Pausenhof der Deutschen Schule Lissabon werden die solcherart prämierten Parkour-Elemente ergänzt und durch zwei große Seilnetzflächen sowie verschiedene Balancier- und Hangelseile aus der gleichnamigen Produktfamilie verbunden. Diese bilden eine wunderbare Erweiterung der abwechslungsreichen Seilspiellandschaft, weil sie ebenfalls Geschick und Koordinationsvermögen schulen und gleichzeitig dem Bewegungsdrang der Kinder nach langen Unterrichtsstunden Tribut zollen.
Wer sich in der Schulpause jedoch lieber ausruhen und vielleicht einen Schwatz mit der besten Freundin halten will, nimmt dazu mit Vorliebe Platz auf einer der beiden Dreieck-Seilnetzflächen inmitten der Kletteranlage. Auch als Ruhestätte nach einer herausfordernden Kletterpartie werden die dicht gespannten Seilnetzflächen oftmals genutzt. Der große Andrang auf diese Elemente ist ein typisches Bild in den Schulpausen auf dem liebevoll gestalteten Schulhof.

Um die weiträumige Kletteranlage für die Kinder noch ansprechender zu machen, wurden alle Seilparkour-Elemente für dieses Projekt in zwei verschiedenen Farben ausgeführt, sodass der Spielplatz ein besonderer Hingucker im sonnigen Portugal geworden ist. Als weiteres Highlight wurden hier inmitten der Spielanlage einige schlanke Bäume integriert – natürlich in enger Abstimmung mit den Sicherheits-Sachverständigen. Schon in wenigen Jahren werden diese lebendigen „Bauteile“ eine stattliche Größe erreicht haben und als hochwillkommene Schattenspender dienen.

Nutzungs-Resümee

Nach inzwischen gut vier Jahren der Nutzung des neuen Schulareals konnte die stellvertretende Grundschulleiterin, Frau Gabi Freitas, auf Nachfrage das Resümee ziehen: Die Kletterlandschaft wird von den Grundschülern sehr gut angenommen. Um Genaueres zu erfahren, hat sie sich bei den Kindern ihrer Schule umgehört und sie selbst gefragt, wie sie die Geräte bewerten. Das Ergebnis ist für alle Seiten mehr als zufriedenstellend:
Viele Kinder bestätigten, dass sie die Geräte täglich nutzen und als gut passend für ihre Fähigkeiten und Bedürfnisse empfinden.
Das überwiegende Urteil wurde dabei in Worte gefasst wie: „Super gut!“ oder: „Die ist o.k.!“
Die Kinder lobten beispielsweise das effektive Raumkonzept: „Ich finde gut, dass viele Kinder gleichzeitig spielen können.“ Auch die Vielseitigkeit und Ästhetik der Kletteranlage kommt gut bei ihnen an: „Ich finde gut, dass es so viele Sachen gibt“ oder „Ich finde die Seile und die schwarze Matte gut.“

Lediglich die sicherheitstechnischen Erfordernisse, die bei einer solchen Spielanlage beachtet werden müssen, führten zu Kritik, wie etwa: „Ich finde schlecht, dass die Steinchen immer in meine Schuhe gehen.“ Da die Sicherheit der Kinder beim Spielen selbstverständlich an erster Stelle steht, muss unter den Geräten natürlich ein entsprechend weich auffangendes Fallschutzmaterial aufgebracht werden. Dass dabei manchmal kleine Kieselsteine ihren Weg in die Kinderschuhe finden, ist leider unvermeidlich.
Und „noch mehr“ wäre natürlich auch immer „noch besser“: So wünschten sich manche der Kinder noch eine zusätzliche Rutsche oder Schaukel. Die begrenzte vorgegebene Platzfläche auf so einem Schulhof ermöglicht es jedoch leider nicht, immer sämtliche typische Kinderwünsche an einen Spielplatz auf einmal zu berücksichtigen. Nichtsdestotrotz können alle Beteiligten und Beobachter am Ende einmütig feststellen: Austoben kann man sich in der Seilspiellandschaft prächtig. Und dass die Kinder daneben noch ihre Geschicklichkeit und Koordination üben, ohne überhaupt zu bemerken, dass sie nun auch noch in der Pause „zum Lernen gebracht wurden“, kann jede Lehrkraft nur zu einem zufriedenen Schmunzeln veranlassen.


Text: Corocord Raumnetz GmbH
Fotos: CConan, Johannes Zappe, Corocord
 

<< zurück