Schöner Wohnen – Der Wohnungsbau entdeckt das Wohnumfeld

Schöner Wohnen – Der Wohnungsbau entdeckt das Wohnumfeld

Das Training der Zukunft findet idealerweise im eigenen Wohnquartier statt, in dem sich die Bewohner ihren zeitlichen Verfügbarkeiten entsprechend "auspowern" können. Bietet die Wohnung nach wie vor den individuellen Rückzugsraum, so setzt die Wohnungswirtschaft gegenwärtig den Fokus auf ein attraktiv gestaltetes Wohnumfeld mit einem ausgewogenen Freizeitangebot, wo sich Nachbarn und Freunde gerne aufhalten. Deshalb befasst sich der Wohnungsbau schon seit einiger Zeit immer mehr mit dem Gedanken, kostenlos nutzbare Bewegungsparcours als einen zukunftsweisenden Baustein in ein attraktives und gleichzeitig aktives Wohnumfeld zu integrieren. Dieser Trend bietet einen elementaren Baustein zum Erhalt von Quartiersstrukturen gerade vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung.

In diversen Wohnquartieren sorgen schon heute playfit® outdoor-fitness Geräte durch ihr ansprechendes Design und ihre Funktionalität für eine Aufwertung des modernen Wohnumfeldes. Eingebettet in ein Quartiersmanagement können hier durch einfache Kommunikationsmöglichkeiten gezielter Trainingsstunden angeboten werden als vielleicht im öffentlichen Bereich.

Beispielhaft drei verschiedene Konzepte, wie Outdoorfitnessgeräte bislang in die Infrastruktur von Wohnanlagen eingebunden wurden:

  • als generationsübergreifender Platz mit Dorfplatzcharakter, der für alle frei

        zugänglich ist

  • als Fitnesspfad durch die Wohnanlage über eine vorbestimmte Strecke
  • als abgeschlossenes Areal, zugänglich nur für die Anwohner und ihre Gäste

 

Zwei Beispiele für eine gelungene Umsetzung mit Dorfplatzcharakter, die für alle frei zugänglich sind:

 

SBV Wohnen und Leben in Flensburg: Vitalparcours im Stadtteilpark Fruerlund

Im Mai 2013 spendierte die SBV-Stiftung Helmut Schumann den Bürgern in Flensburg einen playfit® Vitalparcours im Stadtteilpark Fruerlund. Am Mühlenholz, gleich um die Ecke der Zentrale der SBV eG, bietet der Vitalparcours einen offenen, für jedermann zugänglichen Trainingsplatz im Freien. Der Parcours liegt mitten im Stadtteil Fruerlund und ist im Zuge einer umfangreichen Quartierserneuerung entstanden. „Wir wollen Bewegung ins tägliche Leben bringen und gleichzeitig neue Kontaktmöglichkeiten für Jung und Alt schaffen. Bewegung im Vitalparcours hält gesund und fit, ist kostenlos und ohne Verpflichtung“, heißt es im Programm des 360°- Gemeinschaftshauses.  

Der Parcours besteht aus sechs Fitness-Stationen, an denen sich Bürger aller Altersklassen ohne Eintritt, ohne Öffnungszeiten und ohne Sportkleidung sportlich betätigen können. Rund 30.000 Euro hat die SBV-Stiftung in die Trainingsgeräte investiert. Jeder der Lust hat, kann an den Geräten trainieren, um bis ins hohe Alter fit zu bleiben. Der Ort sollte zudem nicht nur für mehr Bewegung im Quartier sorgen, sondern auch neue Kontaktmöglichkeiten schaffen.

Verständliche Übungsanleitungen ermöglichen jedermann ein übersichtliches und zielgerichtetes Training, wobei Koordination, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Mobilisation gefördert werden.

„Sich in Gesellschaft von Gleichgesinnten sportlich zu betätigen, macht gleich mehr Spaß: Man motiviert sich gegenseitig und freut sich darauf, die Gruppe wiederzutreffen", so die SBV-Stiftung.   

Außerhalb der Winterpause (November bis Ende März) ist ein Sportstudent der Europa Universität Flensburg zweimal wöchentlich jeweils für eine Stunde vor Ort. Er führt in die einzelnen Geräte ein und gibt Tipps zum Aufwärmen sowie weiteren Übungen. Die Teilnahme an den Einführungsstunden ist sehr unterschiedlich (je nach Wetter) – einige Sportlerinnen und Sportler sind bereits echte „Stammgäste“.

Genutzt wird der Parcours gelegentlich auch von SBV-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in ihrer Mittagspause mit ein bisschen Bewegung einen kleinen Ausgleich zur Büroarbeit genießen.

 

Wohnungsbaugenossenschaft UNION eG in Gera: Bewegungswelt UNION Park

Im Sommer 2011 wurde der Bewegungswelt UNION Park mit einer gelungenen Einweihungsfeier offiziell eröffnet - man spricht von einer Aufwertung der Parkanlage. Sieben playfit® Geräte sind zwischen zwei Gebäuden auf einem zentralen Platz angeordnet. Teilweise bieten hier Sonnensegel einen Schutz vor Regen und Sonne. Umgeben von einem Laubengang mit diversen Sitzmöglichkeiten wird dieser Platz zu einem beliebten Treffpunkt für Jung und Alt. Auf dem angrenzenden Bouleplatz finden häufiger Turniere statt. Besonders während diverser Veranstaltungen ist der Andrang an den Geräten sehr groß.  

Von Anfang an wurden regelmäßig Sportkurse angeboten, um die Bewohner an die Geräte heranzuführen. Der Hauswart berichtet, dass bereits morgens um 7.30 Uhr Nutzer an den Geräten zu sehen sind - die Geräte werden gut angenommen. ,Man stellt allerdings fest, dass ohne das Anbieten von festen Übungsstunden die Geräte weniger genutzt werden. Auch ein Trainingsangebot morgens um 10 Uhr stellt sich nicht als sinnvoll heraus, da die Berufstätigen nicht vor Ort sind und die Senioren häufig morgens ihre Arzttermine wahrnehmen. Daher sollen im nächsten Jahr die Sportkurse in den Abendstunden angeboten werden.

 

DEGEWO Wohnungsgesellschaft mbH in Berlin Gropiusstadt: Gropiusmeile

Ein abwechslungsreicher Ortsteil im grünen Süden Berlins ist die in den sechziger Jahren vom Bauhaus-Architekten Walter Gropius geplante Gropiusstadt. Eine große Attraktion in den zahlreichen Grünanlagen ist die Gropiusmeile, ein Bewegungsparcours mit Vorzeigecharakter: Zur Aufwertung des Wohnumfeldes Gropiusstadt ist im Rahmen des Förderprogramms "Soziale Stadt" ein Lauf- und Bewegungsparcours ("Gropiusstadt in Bewegung") entstanden, der im Juni 2009 feierlich eingeweiht wurde. Auf der sieben Kilometer langen Gropiusmeile führen drei gut beschilderte Laufstrecken durch die Gropiusstadt. Auf den Strecken gibt es Fitnesspunkte, wo attraktive und robuste playfit® Geräte zur Bewegung einladen. Neben Spaziergängern und Joggern bietet die Gropiusmeile auch Schulklassen die Möglichkeit, ihren Sportunterricht ins Freie zu verlagern, und ebenso Vereinsmannschaften, den Parcours für gezielte Trainingseinheiten zu nutzen. Nicht zuletzt ist er für alle Bewohner ein Anreiz, Bewegung ins tägliche Leben zu bringen - unabhängig von Alter und sportlichem Leistungsstand.

Selbst Bewohner aus angrenzenden Stadtteilen zieht es in die Gropiusmeile. Ein Mann mittleren Alters berichtet: „Ich mache jeden Tag an den Geräten jeweils 50 Wiederholungen. Das tut mir gut, hält mich fit, während ich arbeitslos bin. Wenn ich das nicht machen würde, würde ich verlottern."

Eine 76 jährige Seniorin aus Britz schwärmt: „Der Beintrainer und das Massagegerät für Hände Arme Beine sind sehr gut für mich. Meine Wadenkrämpfe bearbeite ich damit. Dadurch bin ich meine Krämpfe in den Waden losgeworden."

Auch der Integrationsverein ImPULS e.V. bietet an der Gropiusmeile wöchentlich in den frühen Abendstunden ein Trainingsangebot mit einer Übungsleiterin an. „Die richtige Integration gelingt nur dann, wenn man ein enges Miteinander zwischen verschiedenen Altersgruppen, zwischen „alten“ und „neuen“ Berlinern, zwischen Einheimischen und Migranten knüpfen kann....", so eine Mitarbeiterin des Vereins. Da Outdoorfitnessgeräte nicht nur zur Bewegung auffordern, sondern auch die Kommunikation fördern, wird hier aktive Integration gelebt.

 

Beispiel für ein abgeschlossenes Areal

Seit Sommer 2010 stehen im Pennenfelder Fitnesstreff einer VEBOWAG Wohnanlage in Bonn acht playfit® outdoor-fitness Geräte. In den ersten Jahren hatte eine örtliche Krankengymnastin regelmäßig Übungsstunden an den Geräten  angeboten. Der Bekanntheitsgrad der Anlage wurde zusätzlich durch verschiedene Veranstaltungen, wie z.B. organisierte Nachbarschaftstreffs gefördert.  „Wenn man immer am Ball bleibt, dann kriegt man auch die Leute dazu, sich an den Geräten zu bewegen", so eine Mitarbeiterin der VEBOWAG im Jahr 2012. Ein Angebot an Übungsstunden ist hier wichtig, daher plant die VEBOWAG auch im kommenden Frühjahr wieder mit regelmäßigen Trainingsstunden zu starten. 

 

Foto: Playfit GmbH

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