6. sportinfra durchgeführt – Nachhaltigkeit im Blickpunkt

6. sportinfra durchgeführt – Nachhaltigkeit im Blickpunkt

Am 16. und 17. November 2016 fand in den Räumlichkeiten des Hessischen Landessportbundes die diesjährige sportinfra statt. Die bereits sechste Ausgabe der zweitägigen Fachtagung stand unter dem Motto „Wege zu nachhaltigen Sportstätten und Bewegungsräumen - kooperieren, finanzieren, modernisieren“. Die rund 1000 Besucher der Veranstaltung nahmen an zahlreichen Fachforen teil und besuchten die begleitende Fachausstellung mit 63 verschiedenen Ausstellern. Ein buntes und fröhliches Abendprogramm am ersten Tag rundete das gesamte Event ab.

Es ist ein großes Projekt, welches der Landessportbund Hessen alle zwei Jahre stemmt: die sportinfra lockt eine Vielzahl an Besuchern, Ausstellern und Fachreferenten an. Und sie kommen nicht nur aus Hessen, sondern aus ganz Deutschland und sogar den Nachbarländern nach Frankfurt a.M. Und die teils lange Anreise hatte sich auch in diesem Jahr für sie gelohnt: Mit einem umfangreichen Themenspektrum bot die sportinfra ein vielfältiges Programm rund um Sportstätten, Bewegungsareale und Vereinsarbeit.

 

Sportplatz, Schulhof, Bewegungsareal und mehr

Insgesamt 13 Fachforen und 5 Sonderveranstaltungen standen den Besuchern der sportinfra zur Verfügung. Wie schon in den Vorjahren standen die Sportstätten dabei natürlich im Mittelpunkt. So befassten sich gleich mehrere Foren mit den unterschiedlichen Sportplatzbelägen, ihren Bestandteilen, ihrer Pflege und auch ihrem nachhaltigen Nutzen. Hier konnten die Teilnehmer nicht nur umfassende Informationen zu Kunst- und Naturrasen erhalten, sondern auch neuere Belagsarten, wie z.B. Hybridsportrasen wurden intensiv behandelt. In anderen Foren befasste man sich u.a. mit Sporthallen, Schwimmbädern oder Sicherheitsmanagement. Erstmalig wurde auch dem Thema „Trendsport“ eine eigene Sonderveranstaltung zuteil, in dem neue Sportarten und ihre Sportanlagen vorgestellt wurden. Und für viele Planer und kommunale Vertreter war auch das Thema „Schulhof“ sehr interessant, welches sogar in zwei verschiedenen Foren behandelt wurde: An Tag eins stand der „bewegungsfreundliche Schulhof“ im Fokus, an Tag zwei widmete man sich dann der „Schulhofgestaltung im Allgemeinen“. Dem titelgebenden Aspekt „Nachhaltigkeit“ im ökologischen Sinne wurde u.a. in den Fachforen „Trinkwasserhygiene in Sportanlagen“ und  „energetische Modernisierung von Sportanlagen“ Rechnung getragen. Für die vielen Vereinsvertreter gab es neben den vielen Foren zu Sport- und Bewegungsanlagen auch umfassende Informationen des Landessportbundes zu Vereinsthemen und der Arbeit des Verbandes und die Möglichkeit dem „Sportgespräch“ beizuwohnen.

Um die ganze Themenbreite der sportinfra ebenfalls nachhaltig und vielfältig präsentieren zu können hatten die Veranstalter eine große Anzahl Referenten aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen gewinnen können. Vertreter aus Politik und Wissenschaft, hielten genauso Vorträge, wie Vereinsvertreter, Planer, Firmenvertreter und Sportler. Von Vertretern der Sportverbände, über Universitätsprofessoren bis hin zu Fußballweltmeister Thomas Berthold – die Qualität und der Bekanntheitsgrad der Referenten war durchweg hoch. Und auch Verbände wie die FLL und die IAKS, engagierten sich genauso wie der Playground + Landscape Verlag an der Durchführung der einzelnen Fachforen. Alles zusammen ergab ein wirklich vielfältiges und qualitativ hochwertiges Vortragsprogramm.

 

Sportstättenmesse wächst stetig

Die begleitende Sportstättenmesse ist auch in diesem Jahr gewachsen und so konnte man insgesamt 63 verschiedene Aussteller auf der sportinfra begrüßen. Darunter viele bekannte Hersteller von Kunstrasen oder Spiel- und Fitnessgeräten, Planungsbüros, Bauunternehmen, Hersteller von Lichtanlagen, Turnhallenböden, Sportgeräten u.v.m. Aber auch die Sportverbände oder die hessische Polizei präsentierten sich in der Ausstellerhalle, die Besucher außerhalb der Fachforen kostenfrei besuchen konnten. Viele von ihnen nutzten die Gelegenheit mit den Vertretern der Firmen und Verbände ins Gespräch zu kommen und sich neue innovative Produkte und Planungsideen vorstellen zu lassen. Das Ambiente wurde durch ein hervorragendes Catering des hessischen Landessportbundes abgerundet.

 

Festliche Abendveranstaltung als Krönung

Am Abend des ersten Veranstaltungstages hatte der hessische Landessportbund wieder Besucher, Referenten und Aussteller der sportinfra traditionell zu einem „Frankfurter Abend“ eingeladen. Neben der Möglichkeit eines Kennenlernens und gegenseitigen Austausches wurde den Gästen ein vielfältiges Programm geboten. So zeigten der taiwanesische Diabolo-Künstler Chu Chuan Ho und die ukrainische Handstandakrobatin Viktoria Gnatiuk spektakuläre Darbietungen ihres künstlerischen Könnens. Außerdem gab es eine informative Talkrunde mit den Olympia-bzw. Paralympicsteilnehmern Marina Mohnen (Silbermedaille Rollstuhlbasketball) und Christian Reichert (Freiwasserschwimmen) und Ehrungen von sechs langjährigen Kooperationspartnern des Landessportbundes . Dazu gab es aktive Mitmachangebote wie Laserschießen und Tischkickern. Musikalisch wurde der Abend von der eindrucksvollen Performance der Band „Soulcafe“ untermalt. Für die kulinarische Versorgung hatte der Landessportbund Hessen selbst gesorgt und sich dabei an der „landestypischen“ Küche orientiert. So kamen die Gäste in Genuss hessischer Spezialitäten wie „Frankfurter Rippchen“, „Grüner Soß“ oder „Handkäs mit Musik“.

 

Fazit

Die sportinfra 2016 präsentierte sich wie schon in den vorangegangenen Veranstaltungen auf hohem Niveau. Die Fachforen behandelten durchweg hochwertige Inhalte und somit einen großen Mehrwert für Teilnehmer unterschiedlichster Fachrichtungen. Das breite Spektrum der Themen machte den Besuchern sogar teilweise die Wahl schwierig, denn man musste sich zwischen mehreren spannenden Inhalten verschiedener Foren entscheiden. Abgerundet mit einer großen Fachausstellung, hervorragender Bewirtung und einer wirklich schönen geselligen Abendveranstaltung hat der Hessische Landessportbund mal wieder gezeigt, dass er in der Lage ist solch große Events in professioneller Art und Weise zu stemmen. Auf dieser Basis können die Veranstalter zuversichtlich auf die kommende sportinfra 2018 blicken.

TT

Foto: Manfred Kasbauer / Landessportbund Hessen

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