FSB 2017 zeigt aktuelle Lösungen für Freiraum, Spiel, Sport oder Schwimmbad

FSB 2017 zeigt aktuelle Lösungen für Freiraum, Spiel, Sport oder Schwimmbad

Interview von der Fachzeitschrift Playground@Landscape mit Arne Petersen, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse

 

Playground@Landscape: Der Spielraum war bei der letzten FSB in der Halle 9. Laut neuer Hallenplanung belegt die Branche bei der FSB 2017 die Halle 7 – und muss sich diese zur Hälfte mit dem Bäder-Segment teilen. Warum diese neue Ausrichtung?

Arne Petersen: Es ist richtig, die Themen „Öffentliche Schwimmbäder“ und „Spielgeräte“ bilden wir zur FSB 2017 nun gemeinsam in Halle 7 ab, mit dem Ziel, die Synergien auf Aussteller- und Besucherseite noch stärker zu betonen. Die Entscheider auf kommunaler Ebene, die für die öffentlichen Bäder verantwortlich zeichnen, entscheiden auch über Bewegungsbereiche in und um Schwimmbäder, als auch über Spielflächen in Schwimmanlagen. In allen öffentlichen Bädern, aber auch in Freizeitbädern oder Freizeitparks, gibt es neben dem „Wasservergnügen“ auch immer Spielgeräte und Bewegungsbereiche, die das Erlebnis für Kinder und Eltern weiter aufwerten. Kommunale Entscheidungsträger, Betreiber von Freizeitbädern oder Freizeitparks finden auf der FSB konzentriert in einer Halle die Neuheiten und die relevanten Unternehmen für beiden Themenwelten auf einen Blick. Optimale Bedingungen für unsere Kunden.

 

P@L: Herr Petersen, Sie haben im Vorfeld der FSB immer viele Ideen! Was erwartet den Fachbesucher speziell zu den Themen Freiraum und Spielplatzwelten?

Arne Petersen: Outdoor-Fitness-Parcours für alle Generationen werden auch zur FSB 2017 und bei den Folgeveranstaltungen eine wichtige Rolle spielen. Das Referenzprojekt im Kölner Grüngürtel, dass wir gemeinsam mit der Kölner Grün Stiftung, dem Grünflächenamt der Stadt Köln, dem Sportamt sowie mit Ausstellern der FSB realisiert haben, war ja ein Anstoß für weitere Initiativen, die wir entwickeln. Im Bewegungsraum „Stadt“ gibt es noch viel zu tun.

Ein neues Thema, dass wir gemeinsam mit dem Bundesverband für Spielplatzgeräte- und Freizeitanlagen-Hersteller e.V. (BSFH) zur FSB 2017 aufbauen werden, ist der „Bewegungsraum Schulhof“ – aus unserer Sicht ein ganz wichtiges Projekt. In Köln beispielsweise wird es in den kommenden zehn Jahren einen erhöhten Bedarf an neuen Schulen, aber auch an Renovierungen bestehender Institutionen geben. Die Stadt erwartet den Zuzug von rund 250.000 Menschen. Entsprechend frühzeitig muss man eine Bildungs- und Bewegungsinfrastruktur planen, die Integration, Bildung und Spiel- und Sportangebote ausreichend gewährleistet. Wie die Schüler ihre Pausen und Freizeiten in der Schule sinnvoll und aktiv verbringen ist ein wichtiger Aspekt, der in diesem Zusammenhang zu sehen ist. Wir sind hier bereits im Dialog mit der Stadt, um auch über Referenzprojekte zu sprechen. Zur FSB im November werden wir bestimmt erste Ansätze vorstellen, die dann sukzessive umgesetzt werden sollen. Ein spannendes und zukunftsorientiertes Projekt, das hervorragend zur FSB passt.

 

P@L: Die Inhalte stehen bei der FSB immer im Fokus. Können Sie Einblicke in das angedachte Vortragsprogramm bieten?

Arne Petersen: Vieles ist natürlich noch in der Vorbereitung und Ausgestaltung, aber einige Highlights kann ich durchaus nennen. Der BSFH bietet im Rahmen des fachlichen Vortragsprogramms wieder TÜV-Seminare mit Zertifikat an, die den Teilnehmern als Fortbildung angerechnet werden. Das Programm beinhaltet beispielsweise Themen wie „Sicherheit auf Spielplätzen“, „DIN EN 1176“, „Neue DIN-Norm für Spielplatzprüfer“ sowie die Präsentation des BSFH-Leitfadens „Pausenhof“.  Die IAKS Deutschland veranstaltet im Rahmen der FSB eine Tagung rund um Nachhaltigkeit und Innovationen von Sportstätten und -räumen. Außerdem findet der 25. IAKS-Kongress für Planung, Bau, Modernisierung und Management von Sport- und Freizeitanlagen statt. Beide Veranstaltungen beschäftigen sich mit globalen Trends und Entwicklungen in der Branche. Zusätzlich erarbeiten wir weitere Vortragsreihen mit unseren Partnern DOSB, BDS und Stadt+Raum. Ich bitte noch um etwas Zeit und Geduld, in gut zwei Monaten können wir definitiv mehr Informationen und Inhalte geben.

 

P@L: Welche Programm-Highlights kennzeichnen das weitere Programm zur Messe?

Arne Petersen: Die FSB ist traditionell eine „Mitmachmesse“, d.h. wir präsentieren Themenwelten nicht nur in der Theorie, sondern begleiten diese mit attraktiven Rahmenprogrammpunkten. In Halle 7 gibt es neben den Ausstellerpräsentationen beispielsweise Aquafitness und Eissport. Mein Tipp daher: Badehose und Schlittschuhe mitbringen. In Halle 9 haben wir wieder einen Basketballcourt, wo Kinder, Amateure, aber auch Profis ihr Können zeigen und jeder aktiv werden kann. Halle 10 steht ganz im Zeichen des Outdoorsports mit einem Ministadion und weiteren Aktionen, um die unterschiedlichen Bodenbeläge, die im Sport aktuell „State of the Art“ sind, erleben zu können. Beeindruckende Inszenierungen zu den unterschiedlichsten Themen bilden wir außerdem auf dem Messeboulevard ab. Unsere Fachbesucher können sich also wieder auf ein tolles Programm freuen.

 

P@L: Unsere Branche legt den Fokus gerne auf den kommunalen Entscheider. Wie kommen mehr kommunale Entscheider in die Kölner Messehallen zur FSB 2017? Wie engagiert sich die Messe? Was kann die Branche tun?

Arne Petersen: Zur FSB werden wir den Messebesuch für Top-Entscheider auf kommunaler Ebene noch einfacher und effektiver gestalten. Unser VIP-Service hat hier spezielle Pakete entwickelt, um die wichtigen Personen zu identifizieren und anzusprechen. Hier kooperieren wir natürlich auch mit der Industrie und den Verbandspartnern, die ja ebenfalls über gute Kontakte in die jeweiligen Bereiche verfügen. Klar ist aber, Fachbesucher – also auch kommunale Entscheider – kommen nur dann auf eine Messe, wenn Messethemen, Messeinhalte und Innovationen einen hohen Mehrwert versprechen. Daher benötigen wir von der Industrie frühzeitig im Vorfeld der Veranstaltung Informationen über Trends, Produktneuheiten und Entwicklungen.

 

P@L: Stichwort kommunaler Entscheider / Landschaftsarchitekten. Wie sieht die Besucher-Entwicklung der FSB hinsichtlich dieser Zielgruppe aus?

Arne Petersen: Wie gesagt, wir haben hier neue Maßnahmen entwickelt, um in puncto Fachbesucher im Bereich kommunale Entscheider, Planer und Architekten noch erfolgreicher zu werden. Aber auch unsere Aktivitäten aus den vergangenen Jahren zahlen sich aus, wir verzeichnen bereits ein respektables Wachstum in den angesprochenen Besucherzielgruppen. Ein wichtiger Grund ist sicherlich die Entwicklung der richtigen Themen, die für diese Zielgruppe relevant sind. Auch die terminliche Ausrichtung der FSB, eben außerhalb der Herbstferienzeit, trägt zum Erfolg der Messe bei. Wir können unsere Zielgruppen im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW, aber auch in der gesamten Bundesrepublik, sehr gut erreichen und mit den richtigen Themen und Innovationen von einem Besuch in Köln überzeugen.

 

Das Interview führte Thomas R. Müller (Playground@Landscape)

 

Foto: Koelnmesse

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