Märchenhaftes Spielen mit Hotzenplotz, Zwackelmann & Co.

Märchenhaftes Spielen mit Hotzenplotz, Zwackelmann & Co.

„Mein Vater hätte sich geehrt gefühlt und sich darüber gefreut“, so Dr. Susanne Preußler-Bitsch, jüngste Tochter des bekannten Kinderbuchautors Otfried Preußler, bei der Eröffnung eines ganz besonderen Themenspielplatzes im Neubaugebiet „Untere Wiesen“ in der Marktgemeinde Ergolding (Niederbayern). Am Otfried-Preußler-Ring, der zentralen Straße des Baugebiets, realisierte die Gemeinde gemeinsam mit der Ernst Maier Spielplatzgeräte GmbH einen thematisch passenden Spielplatz, auf dem allerlei handgeschnitzte Figuren aus den Geschichten Preußlers zu finden sind.

Prominent steht Zauberer Petrosilius Zwackelmann auf dem neuen Spielplatz im Ergoldinger Neubaugebiet „Untere Wiesen“ und beobachtet mit dunkler Miene das bunte Treiben der Kinder, die sich auf einer großen Drei-Turm-Spielanlage mit wild verdrehten Standpfosten und Anbauelementen tummeln. Im Erdgeschoss der Anlage treffen die Kinder auf weitere geschnitzte Märchenfiguren, so zum Beispiel auf der einen Seite auf die Unke, in welche die Fee Amaryllis vom Zauberer Zwackelmann in Preußlers „Räuber Hotzenplotz“ verwandelt wurde. Auf der anderen Seite der Anlage finden sich die Kinder in einem weiteren Märchen des bekannten Autors wieder. Das kleine Gespenst in weiß wartet auf sie im Turm, in schwarz und zusammen mit seinem Freund, dem Uhu Schuhu, findet man es in luftiger Höhe auf den Standpfosten der Spielburg, einer eigens für diesen Spielplatz erdachte Sonderanlage der Serie Fiasko.

Weitere thematisch passende Spielplatzgeräte können die Kinder um die Spielburg herum entdecken. So lädt eine Spielwand dazu ein, in die Rollen von Räuber Hotzenplotz, Kasperl und Seppel zu schlüpfen. Der ebenfalls handgeschnitzte, in der Geschichte sprechende Rabe Abraxas bewacht auf einer Sprechanlage das Häuschen der „Kleinen Hexe“. Auf der anderen Seite des großzügig angelegten Spielplatzes runden zwei Schaukeln – eine davon mit überdimensionalem Zauberstab als Querbalken -, eine Kiste, in der der Räuber Hotzenplotz in der Geschichte nur Sand vorfand, sowie eine Wippe in Form eines Besens das thematische Spielangebot ab. Zentral wurde eine Bank mit der Aufschrift „Oma“ platziert, von dem aus die Omas oder Begleitpersonen besten Blick auf das ganze Areal haben. Die Bank passt wiederum zur Geschichte „Räuber Hotzenplotz“, in der die Oma gekidnappt wird, daher ist ihr Platz frei.

„Bei der Konzipierung des Spielplatzes wurde darauf geachtet, dass er von Kindern verschiedener Altersgruppen gemeinsam genutzt werden kann“, erklärt Roland Koenig, Produktentwickler der Ernst Maier Spielplatzgeräte GmbH. Das Erdgeschoss der Burganlage mit seinem Spielhauscharakter sei besonders für jüngere Kinder geeignet. Die Auf- und Überstiege der Spielkombination fördern dagegen die motorischen Fähigkeiten und die Bewegungsfantasie älterer Kinder. Der märchenhafte Charakter des Spielplatzes mit seinen zahlreichen Figuren und Verstecken fördert zudem das fantasievolle, gemeinsame Rollenspiel der Kinder und somit ihre kognitiven und sozialen Fähigkeiten.

Andreas Strauß, Erster Bürgermeister der niederbayerischen Marktgemeinde, zeigte sich bei der Einweihungsfeier im Frühjahr sehr zufrieden mit dem Ergebnis. In seiner Rede dankte er dem Bauausschuss für die Unterstützung bei der Realisierung eines Spielplatzes mit originalgetreuen Märchenfiguren sowie Dr. Susanne Preußler-Bitsch, die ihr Einverständnis dazu gegeben hatte. Auch die jüngste Tochter des Kinderbuchautors und Verwalterin dessen literarischen Erbes war der Einladung der Gemeinde gefolgt und feierte gemeinsam mit zahlreichen Kindern aus der Ergoldinger Mittagsbetreuung, Marktgemeinderatsmitgliedern, Gemeindevertretern und Anwohnern die Eröffnung des Spielplatzes. „Mein Vater hätte sich geehrt gefühlt und sich über die liebevoll gestalteten Figuren und Spielplatzgeräte gefreut“, so Dr. Susanne Preußler-Bitsch. Zeitlebens habe sich ihr Vater für das Recht auf Kindheit eingesetzt und für die Möglichkeit der Kinder, ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Kein Ort sei dafür besser geeignet, als ein Spielplatz wie dieser.

 

Foto: Ernst Maier Spielplatzgeräte GmbH

 

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