Winterfeste Sportanlagen – wie man aktiv durch die kalte Jahreszeit kommt

Winterfeste Sportanlagen – wie man aktiv durch die kalte Jahreszeit kommt

Oft kommt er schneller als gedacht – der erste Frost. Obwohl durch die Klimaerwärmung viele Wintertage doch deutlich milder als in früheren Jahren sind, ganz bleibt der Winter nicht aus. Die Ausmaße unterscheiden sich aber je nach Region deutlich. Während mancherorts große Schneemassen völlig normal sind, ist es anderswo einfach nur kalt und frostig. Während dieser Zeit ruht der Außensportbetrieb an vielen Orten fast völlig. Wenn man mal von reinen Wintersportaktivitäten absieht. Aber warum ist das eigentlich so? Sind die Außensportanlagen im Winter wirklich nicht nutzbar?

Nun ja, die Frage lässt sich jetzt natürlich nicht einheitlich beantworten. Es kommt – wie so oft – auf den Einzelfall an. Im Fußball beispielsweise ist der jeweilige Oberflächenbelag des Platzes entscheidend. Rasenplätze müssen in den Kälteperioden weitestgehend geschont werden, Tennenplätze sind zwar bespielbar, der gefrorene Untergrund macht den Sportlern aber stark zu schaffen. Kunstrasenplätze hingegen sind in der Regel ganzjährig voll bespielbar. Liegt allerdings Schnee auf dem Platz sollte dieser grundsätzlich entfernt werden und bei starkem Frost sollte man sehr vorsichtig sein. Denn, wenn die Fasern des Kunstrasens gefrieren, können sie brechen. Allerdings ist in diesem Fall das Spiel auf dem Geläuf auch kein angenehmes mehr, so dass die Sportler gerne verzichten. Solange aber nichts gefroren ist, steht dem Sportvergnügen nicht im Wege. Das gleiche gilt im Übrigen auch für Kunststofflaufbahnen. Wichtig sowohl bei Sportplätzen als auch bei Laufbahnen ist aber, dass vor dem ersten Wintereinbruch möglichst die Spuren des Herbstes beseitigt wurden. Dies bedeutet vor allem die Entfernung von Laub und Baumfrüchten. Diese können nicht nur festfrieren, sondern sind auch durchaus eine Gefahr für Unfälle vor allem auf glatten Laufbahnen.

Für Rollsportanlagen gilt im Prinzip ähnliches, auch hier ist außerhalb von Schnee und Glätte eine Nutzung durchaus möglich. Der Winter an sich sollte den Anlagen sonst nichts ausmachen, allein die Sicherheit der Sportler steht im Vordergrund. Bevor der Winter kommt, sollte aber neben den angesprochenen Reinigungsmaßnahmen auch eine Sichtkontrolle auf mögliche Schäden erfolgen. Wenn Wasser z.B. durch Risse in Betonbauten gerät, kann es bei Frost zu massiven Schäden kommen. Auch auf eine Wässerung von Sportanlagen sollte man weitestgehend verzichten, falls möglich.

Grundsätzlich, und das sei noch mal betont, ist Outdoor-Sport auf entsprechenden Anlagen auch im Winter möglich. Das man in der Praxis dennoch nur noch wenige Aktive draußen antrifft, liegt vor allem an persönlichen Befindlichkeiten. Dabei sollte jeder Sportler wissen – es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung. Und für den Stoffwechsel ist ganzjährige Bewegung natürlich auch die optimale Lösung – das steht außer Frage.

Wer eine ganzjährige Nutzung seiner Außensportanlagen garantieren will, muss allerdings entsprechende Maßnahmen treffen. Eine Überdachung schützt schon mal vor jeglichem Niederschlag und auch vor Laub und ähnlichem. Heizelemente im Boden sind natürlich ein vortrefflicher Schutz vor Frost, aber außerhalb des Profisports kaum realisierbar. Geeignete Abdeckungen sind da deutlich preisgünstiger.

Für alle Betreiber von Sportanlagen gilt: wenn Sportanlagen nicht im Winter gänzlich geschlossen werden, sollte eine regelmäßige Überprüfung stattfinden. Denn auch, wenn das Sportreiben im Winter durchaus möglich ist, ist die Verletzungsgefahr bei den Sportlern erhöht. Entsprechend sollte man alle vermeidbaren Gefahren von Vornherein ausbremsen. Wer seine Sportanlagen sowieso vorschriftsmäßig pflegt und unterhält, wird aber kaum Probleme bekommen. Von daher sollte man als Fazit festhalten: Sport auf Außenanlagen sollte auch im Winter grundsätzlich möglich sein. Nur extreme Wetterlagen sollten beachtet werden – das unterscheidet den Winter aber auch von keiner anderen Jahreszeit. Ein ganzjähriger Sportbetrieb ist also auch draußen möglich – die Gesundheit der Aktiven wird es danken!

 

TT

Foto: ©Dziurek – stock.adobe.com
 

 

 

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