Sportplatzbeläge im Vergleich – was passt für welches Projekt?

Sportplatzbeläge im Vergleich – was passt für welches Projekt?

Sportplätze sollen den Nutzern ein möglichst angenehmes und komplikationsfreies Ausüben ihrer Sportart ermöglichen. Dafür ist der richtige Sportplatzbelag der wichtigste Indikator. Gerade bei Sportflächen, die für viele Sportarten genutzt werden sollen, ist die Wahl des passenden Belags aber gar nicht so einfach. Wir möchten hiermit eine Übersicht über alle gängigen Arten von Sportplatzbelägen geben und sie in ihren Eigenschaften vergleichen.

Natürlich gibt es für viele Sportarten klare Voraussetzungen, was den passenden Sportplatzbelag angeht und auch Auflagen, was dessen Beschaffenheit angeht. Aber jenseits des Leistungswettkampfs kann man viele Sportarten auf unterschiedlichen Belägen durchführen. Wir haben einmal die gängigsten Sportplatzbeläge miteinander verglichen und zwar in den Kategorien: Aufbau, Norm, Nutzbarkeit, Preis, Unterhalt, Verletzungswahrscheinlichkeit, Haltbarkeit, Wetterfestigkeit und Umweltverträglichkeit.

Naturrasen

Aufbau:  Auf einer Rasentragschicht (Dicke ca. 80-120 mm, aus Böden, Sand, Wasserspeicherstoffen) und ggf. einer Drainschicht (bei hohem Grundwasserstand und schlechter Wasserdurchlässigkeit) wird eine Rasendecke entweder angesät oder als Rollrasen installiert. Bei Ansaat sollte eine Regel-Saatgut-Mischung für Sportrasen gewählt werden und die Filzdicke darf nicht dicker als 5 mm sein. Sportbetrieb ist dann je nach Wachstum des Rasens nach ca. 2 Monaten möglich. Man kann auch einen Tennenplatz bei noch funktionierender Drainage zu einem Rasenplatz umbauen („Grüne Asche“). Die Verlegung eines Rollrasens sollte auf dem durchfeuchteten Planum der Rasentragschicht erfolgen. 3-5 Wochen nach Installation ist der Rollrasen für den Sportbetrieb nutzbar.

Norm: DIN 18035-4 Sportplätze - Teil 4: Rasenflächen

Nutzbarkeit: Je nach Quelle spricht man von jährlich 400-800 Spielstunden auf einem Naturrasenplatz. Bei herkömmlichen Naturrasen eher um die 500, bei „grüner Asche“ ist tendenziell mehr vorstellbar. Allerdings braucht der Natursportrasen auf jeden Fall Schonzeiten vor allem nach arger Strapazierung und bei prägnanten klimatischen Verhältnissen (Schnee, Dauerregen, Trockenperiode). Naturrasenplätze werden meist für Fußball, Rugby oder American Football genutzt, außerdem für Wurfwettbewerbe in der Leichtathletik. Aufgrund seiner Anfälligkeit ist er für den Breitensportbetrieb eher ungeeignet.

Preis: Die Baukosten eines Naturrasenplatzen belaufen sich je nach Art und Qualität bei ca. 150.000 – 250.000 €. In dem Preis sollten die Installation von Drainage und Beregnungsanlage enthalten sein.

Unterhalt: Naturrasen ist vom Unterhalt sehr aufwendig. Eine regelmäßige Pflege in Form von Mähen, Vertikutieren, Düngen, Nachsähen etc. ist notwendig. Die Pflegekosten pro m² sollten bei vernünftiger Pflege zwischen vier und fünf Euro liegen, für einen Fußballplatz durchschnittlicher Größe wären das zwischen 30.000 und 35.000 € Pflegekosten im Jahr.

Verletzungswahrscheinlichkeit: Grundsätzlich ist Naturrasen ein sehr angenehmer Sportplatzbelag, man fällt weich und es gibt keine erhöhte Verletzungsgefahr. Bei schlecht gepflegten Plätzen können aber beispielsweise Löcher in der Rasendecke und Verwachsungen der Pflanzen entstehen, was das Risiko für Verletzungen etwas erhöht.

Haltbarkeit: Theoretisch hält ein Naturrasenplatz ewig, wenn er entsprechend gut gepflegt wird. Vor allem abgespielte Flächen wie in den Torräumen müssen häufig nachgesät werden (Schonzeit). Es kann durchaus aber die Verlegung eines neuen Rollrasens von Nöten sein, aber Richtwerte, wann und ob eine solche Maßnahme erfolgen muss gibt es so nicht. Im Profisportbereich wird die Rasendecke häufig, oft auch mehrmals im Jahr ausgetauscht.

Wetterfestigkeit: Naturrasen ist sehr wetterfühlig. Ein abwechslungsreiches Wetter mit milden Sommern und Wintern wäre für ihn das Beste, aber darauf hat man ja keinen Einfluss. Im Winter vor allem bei Schneefall sollte man eine Nutzung des Sportplatzes meiden, ebenso bei und nach starken Regenfällen. In trockenen und heißen Sommern muss der Rasen häufig bewässert werden, große Hitze setzt dem Geläuf auch stark zu.

Umweltverträglichkeit: Naturrasen ist grundsätzlich ein Naturprodukt und damit sehr gut umweltverträglich. Allerdings gilt das nicht unbedingt für Pflege und Unterhalt. Dünge- und Pflanzenschutzmittel sind oft belastend für Boden und Umwelt, dazu werden für viele Pflegemaßnahmen motorisierte Fahrzeuge genutzt. Natürliche Einflüsse, wie Insekten, Unkraut, Maulwürfe etc. müssen für ein optimales Sporterlebnis vom Rasen ferngehalten werden, das erfordert spezielle und nicht unbedingt umweltverträgliche Maßnahmen.

 

Sportkunstrasen

Aufbau: Der Kunstrasen wird verfüllt oder unverfüllt auf einer elastischen Tragschicht oder einer Elastikschicht (ungebunden mit Nivellierschicht) auf einer Tragschicht installiert. Der verfüllte Kunstrasen wird mit Quarzsand und einem Granulat gefüllt. Das Granulat gibt es in ganz unterschiedlichen Formen, von SBR-Granulaten aus alten Autoreifen, über EPDM -und TPE-Granulate bis hin zu Korkverfüllungen. Unverfüllte Kunstrasensysteme werden direkt auf einer Elastikschickt installiert. Der Kunstrasenplatz muss über eine nutzbare Drainage verfügen. Der Platz ist in der Regel kurze Zeit nach dem Bau bespielbar.

Norm:  DIN 18035-7 Sportplätze - Teil 7: Kunststoffrasensysteme

Nutzbarkeit: Ein Kunstrasensportplatz bietet rund 2.000 – 2.400 Spielstunden im Jahr. Ruhezeiten sind nicht von Nöten, bei liegengebliebenem Schnee sollte man allerdings vor der Nutzung den Platz frei räumen. Verfüllte Kunstrasenplätze werden meist für Fußball, Rugby oder American Football genutzt, unverfüllte Systeme sind im Feldhockeybereich Standard, allerdings gibt es auch schon Lösungen für den Fußballbereich. Viele Freizeitsportarten sind auf Sportkunstrasen durchführbar, die hohe Belastbarkeit macht vieles möglich, in Spanien wird beispielsweise Pádel auf Kunstrasenplätzen gespielt.

Preis: Die Installation eines neuen Kunstrasenplatzes kostet meist um die 500.000 € inkl. Drainage. Je nach Qualität des Kunstrasenbelages kann es auch noch etwas mehr kosten. Die Erneuerung der Kunstrasenschicht kostet meist rund 250.000 €.

Unterhalt: Entgegen vieler Aussagen, ist auch ein Kunstrasenplatz pflegebedürftig. Er muss von oberflächlichem Schmutz befreit werden, die Verfüllung regelmäßig gelockert werden und 1-2 Mal im Jahr sollte auch eine spezielle Tiefenreinigung erfolgen, wobei auch das Füllmaterial gewaschen wird. Eine gute Pflege ist auch ausschlaggebend für die Haltbarkeit des Platzes. Die Unterhaltskosten für einen gut gepflegten Kunstrasenplatz liegen bei rund 3 €/ m², was bei einem durchschnittlichen Fußballplatz um die 20.000 € wären. Einige Experten raten dazu, den Kunstrasen regelmäßig zu wässern, vor allem bei hohen Temperaturen wird der Platz damit abgekühlt.

Verletzungswahrscheinlichkeit: Lange Zeit hatten Sportkunstrasenplätze den Ruf viele Verletzungen hervorzurufen, moderne Kunstrasenplätze sind aber in dieser Hinsicht genauso sicher wie Naturrasenplätze. Ein erhöhtes Verletzungsrisiko besteht nicht. Da das Spiel ist auf Kunstrasen, gerade wenn er nass ist, aber häufig sehr schnell ist, kommt es je nach Sportbetrieb aber vielleicht häufiger zu Sportverletzungen, die aber ihre Ursache nicht im Kunstrasen an sich haben. Bei heißem Wetter kann der Kunstrasen auch sehr warm werden, allerdings mindern moderne Kunstrasentechnologien und Bewässerungen die Gefahr von Hautverbrennungen.

Haltbarkeit: Bei guter Pflege kann eine Kunstrasenoberfläche bis zu 15 Jahren als Spielfläche halten, dann sollte ein Austausch erfolgen. Weil die Pflege oft nur in sehr geringem Umfang stattfindet, ist ein Umbau meist schon früher erforderlich. Da die Austauschkosten bei rund 250.000 € liegen ist dieser Faktor unbedingt zu berücksichtigen und über eine Gewährleistung von angemessener Pflege schon bei der Planung nachzudenken.

Wetterfestigkeit: Sportkunstrasen ist sehr wetterfest. Regen und Feuchtigkeit machen ihm gar nichts aus. Bei großer Hitze sollte er schon mal gewässert werden, damit er nicht zu heiß wird. Aber selbst da ist die Technologie in den Kunstrasenfasern schon sehr weit, es ist eher das Granulat, was Probleme machen kann. Auch im Winter sind Kunstrasenplätze gut nutzbar, man sollte nur nicht auf Schnee und Eis spielen.

Umweltverträglichkeit: Kunstrasenplätze sind hinsichtlich ihrer Umweltverträglichkeit kritisch zu sehen. Gerade die Entsorgung alter Kunstrasensysteme bei einem Austausch führt noch oft zu Verbrennung oder Lagerung auf Deponien. Recyclingsysteme entstehen zwar gerade, aber sind in der Breite noch nicht voll einsatzfähig. Auch Mikroplastik und PAK-Freisetzungen bei SBR-Granulaten sind ein Thema, sowie die Ausschwemmungen von Granulaten ins Grundwasser.

 

Hybridsportrasen

Aufbau: Bei einem Hybridsportrasensystem werden entweder gewebte Kunststoffmatten im Boden eines Naturrasens verankert oder Kunstrasenhalme in der Rasentragschicht eingebunden. Außerdem gibt es ein Verfahren, bei dem Kunstrasenfasern nachträglich in den Naturrasenplatz eingepflanzt werden. Ansonsten unterscheidet sich der Aufbau nicht sonderlich von einem Naturrasenplatz.

Norm:  Noch keine klare Zuordnung, da das Verfahren noch recht neu ist. Allgemein DIN 18035.

Nutzbarkeit: es gibt unterschiedliche Angaben, grundsätzlich ist aber zu sagen, dass durch die Installation eines Hybridsystems sich die Anzahl von Spielstunden auf einem Naturrasenplatz signifikant erhöht. Je nach System spricht man von rund 1200 Spielstunden, die im Jahr möglich sein können. Hybridsportplätze findet man meist im Fußball-, American Football oder Rugbybetrieb. Im Freizeitsportbereich wird eher auf die belastbareren Kunstrasen- oder der Kunststoffplätze zurückgegriffen.

Preis: Der Bau eines Hybridrasensportfeldes liegt etwas unter dem eines Kunstrasenplatzes, man spricht von ca. 400.000 €. Wenn allerdings nur die Strafräume und der Mittelkreis eines bestehenden Naturrasenplatzes mit Hybridsystemen verstärkt werden sollen, sind die Kosten natürlich deutlich niedriger. Durch die unterschiedlichen Arten von Hybridsystemen, sind die Kosten ebenfalls sehr unterschiedlich.

Unterhalt: Der Unterhalt entspricht in etwa dem eines Naturrasensportplatzes. Zwar spielt sich der Rasen hier nicht so schnell ab, dafür muss aufgrund der Kunststoffinstallationen bei vielen Pflegeschritten des Naturrasens besonders vorsichtig und mit z.T. speziellem Gerät gearbeitet werden.

Verletzungswahrscheinlichkeit:  Dies ist schwer anzugeben, im Zweifelsfall sogar etwas niedriger als bei einem Naturrasensportplatz, da das System stabiler ist.

Haltbarkeit: Wie lange die Hybridsysteme wirklich halten, lässt sich nicht so klar sagen. Die Forschung ist da noch beschäftigt. Prinzipiell bei guter Pflege des Naturrasens auch viele Jahre, solange das Hybridsystem hält. Sollte aber mindestens mit der Haltbarkeit einer Kunstrasenfläche vergleichbar sein.

Wetterfestigkeit: Ein großer Vorteil der Hybridsysteme ist, dass sie dem Naturrasenplatz deutlich mehr Wetterfestigkeit verleihen, wenn es um starke Regenfälle geht.

Umweltverträglichkeit: Auch hier ist die Forschung noch damit beschäftigt, die Auswirkungen der Hybridsysteme auf die Umwelt zu erforschen. Vor allem die Kunstfaser-Installationen in der natürlichen Rasendecke könnten hier kritisch werden, die auch die Entsorgung erschweren.

 

Tennenflächen

Aufbau: ein Tennenplatz, ugs. „Ascheplatz“, ist eine Sportfläche mit einer Oberfläche aus einem granularen, mineralischen, ungebundenem Korngemisch. Der Aufbau ist mehrschichtig: zu unterst häufig eine Filterschicht, darauf eine Tragschicht, darauf eine Elastikschicht und darauf der Tennenbelag, bestehend aus Natur- oder Haldengestein. Die Kornzusammensetzung muss DIN-Norm entsprechend und wasserdurchlässig sein. Es kann je nach Wetterlage und Feuchtigkeit des Bodens bis zu einem Jahr dauern, bis ein Tennenplatz nach dem Bau genutzt werden kann.

Norm: DIN 18035-5, Sportplätze - Teil 5: Tennenflächen

Nutzbarkeit: Tennenflächen waren früher in Deutschland Standard für Fußballplätze, Laufbahnen und Freizeitsportplätze. Im Prinzip kann man sehr viele Sportarten darauf ausführen, allerdings ist es für so gut wie gar keine Sportart das optimale Geläuf. Tennenplätze sind eine aussterbende Spezies, denn sie werden von Sportlern, so gut es geht, gemieden. Durch die mittlerweile vielen Alternativen werden nur noch sehr selten neue Tennenplätze gebaut. Die Nutzungsdauer im Jahr liegt bei ca. 1.200 – 1.500 Spielstunden.

Preis:  Der Bau eines Tennenspielfeldes liegt bei 200.000 – 220.000 € inkl. Drainage.

Unterhalt: Ein Tennenplatz muss regelmäßig abgezogen und die Tennenschicht instand gehalten werden. Die Unterhaltskosten liegen bei i 1-2 € pro m² meist recht deutlich unter den Pflegekosten anderer Plätze. Allerdings hängt das auch davon ab, wie häufig der Platz gewartet werden muss. Die meisten noch existierenden Tennenplätze werden in der Pflege sehr deutlich vernachlässigt.

Verletzungswahrscheinlichkeit: Auch wenn eine gute Tenne einen Sturz abfangen soll, so ist es meist nicht sehr angenehm. Stürze auf das ungeschützte Knie oder den Ellenbogen führen meist zu blutigen Wunden, in denen sich einzelne Körner festsetzen. Dadurch können gefährliche „Schmutztätowierungen“ entstehen. Auch wenn das sportliche Spiel auf Tenne meist langsamer als auf Rasenplätzen ist und Sportler meist aus Eigenschutz behutsamer zu Werke gehen, ist die Verletzungsgefahr erhöht.

Haltbarkeit: Solange die Drainage hält und die Tennendecke gepflegt wird, kann ein Tennenplatz schon mehrere Jahrzehnte halten.

Wetterfestigkeit: Hitze und Kälte machen dem Tennenplatz nicht viel aus, Regen allerdings schon sehr. Eine Benutzung des Belags ist tendenziell nur im erdfeuchten Zustand denkbar, bei Staunässe oder während der Frost-Tauwechselphase sollte eine Benutzung vermieden werden. Starke Regenfälle können den Tennenbelag auch wegspülen, so dass der Platz sehr hart wird und die Verletzungsgefahr steigt.

Umweltverträglichkeit: Tennenbeläge sind häufig mit Schwermetallen belastet, was gerade bei der Entsorgung zu Problemen führt. Dioxinbelastete Stäube können auch die Gesundheit der Nutzer gefährden, solche Belastungen müssen regelmäßig überprüft werden.

 

Kunststoffflächen

Aufbau: Kunststoffflächen sind wasserdurchlässige oder wasserundurchlässige, mehrschichtige, fest eingebaute Konstruktionen und sie  werden meist als Kunststoffbeläge auf einer Asphalttragschicht installiert, die wiederrum auf einer ungebundenen Tragschicht liegt.

Norm:  DIN 18035-6, Sportplätze - Teil 6: Kunststoffflächen

Nutzbarkeit: Kunststoffflächen für den Sport gibt es in sehr vielen unterschiedlichen Variationen und Beschaffenheiten. Vor allem in der Leichtathletik (Tartan) werden sie schon seit vielen Jahrzehnten genutzt. Auch viele Multisport- und Freizeitsportanlagen sind mit einer Kunststoffoberfläche versehen. Gerade Flächen für Outdoor-Basketball und andere Sportarten, wo der Ball auf dem Boden gut prallen soll, sind mit Kunststoff überzogen.

Preis: Eine Kunststoffoberfläche kostet ca. 20 – 40 € pro m² reine Materialkosten. Für eine große Leichtathletiklaufbahn wären das um die 200.000 €. Dazu kommen noch die Kosten für Installation und Unterbau.

Unterhalt: Eine Kunststoffoberfläche ist relativ pflegeleicht, sollte aber regelmäßig gereinigt werden. Außerdem sollte die Drainagefähigkeit überprüft werden.

Verletzungswahrscheinlichkeit: Kunststoffbeläge bieten in der Regel einen guten Fallschutz und können damit Verletzungen vermeiden. Es gibt aber starke Unterschiede in der Qualität. Außerdem sind die Witterungsbedingungen und die gewählte Tätigkeit sehr ausschlaggebend für das Verletzungsrisiko.

Haltbarkeit: Hier kommt es stark auf die Qualität und die Abnutzung des Materials an. Sollte aber beides stimmen, ist eine Anlage viele Jahre lang nutzbar. Allerdings führen bei öffentlichen Anlagen häufig Vandalismusschäden zu Problemen.

Wetterfestigkeit: In der Regel sollte der Kunststoffbelag wetterfest sein. Bei Hitze kann er mal sehr warm werden, er sollte aber auch bei starker Sonneneinstrahlung nicht schmelzen oder sich verformen. Auch hier ist die Qualität ausschlaggebend.

Umweltverträglichkeit: Auch hier liegt das Problem in der Entsorgung. Recyclingmöglichkeiten gibt es nicht viele. Außerdem kann auch beim Kunststoffbelag Mikroplastik durch Abrieb entstehen.

 

Sandsportflächen

Aufbau: Eine Kunststoffwanne von ca. 40 cm Tiefe wird im Boden installiert. Ist der Boden darunter nicht wasserdurchlässig sollte noch eine Drainschicht darunter angelegt werden. Auf einer Tragschickt aus Kies wird Quarzsand mit einer Körnung von 0,063/2 mm mit abgerundetem Korn aufgeschüttet.

Norm: nicht spezifisch, unterschiedliche Teile aus der Sport- und Spielplatznorm können je nach Zweck der Anlage gelten

Nutzbarkeit: Hauptsächlich Beachvolleyball, aber auch Abwandlungen von Tennis, Fußball, Badminton etc. sind möglich. Die Nutzung konzentriert sich in der Regel auf das Halbjahr zwischen April und Oktober.

Preis: Der Sand kostet ca. 15 € pro Tonne und für ein Beachvolleyballfeld sind rund 200 Tonnen Sand erforderlich, was mit Transport rund 4.000 € kostet. Kies und weiteres Material kommt auf ca. 7.000 €. Dazu noch die reinen Baukosten mit ggf. Drainage. Ist alles Projekt- und Größenabhängig.

Unterhalt: eine regelmäßige Sandreinigung (mindestens einmal im Jahr) und auch ein Austausch sind aus hygienischen Gründen erforderlich. Die Kosten hierfür liegen je nach Verfahren und Umfang in unterschiedlicher Höhe.

Verletzungswahrscheinlichkeit: in der Regel kommt es kaum zu schwereren Verletzungen, die mit dem Untergrund zu tun haben. Da man sich auf Sand nicht schnell fortbewegt und meist weich fällt, ist es ein angenehmer Untergrund. Allerdings sollte man beachten, dass Krankheiterreger im Sand besonders gut überleben (viel besser als beispielsweise im Wasser.).

Haltbarkeit: Wenn der Sand regelmäßig ausgetauscht wird und die Drainagefähigkeit nicht verloren geht, ist eine jahrzehntelange Nutzung möglich.

Wetterfestigkeit: Sandsportflächen sollte man nur bei trockenen Bedingungen nutzen.

Umweltverträglichkeit: Solange der Sand nicht belastet ist, ist der Platz sehr gut umweltverträglich.

TT

Foto: © zhengzaishanchu – stock.adobe.com

<< zurück