"Bewegung in der Stadt" - ein erfolgreicher Start in Berlin

"Bewegung in der Stadt" - ein erfolgreicher Start in Berlin

Im vergangenen Jahr hatten der Deutsche Städte- und Gemeindebund und die Fachzeitschrift Playground@Landscape die Veranstaltungsreihe „Bewegung in der Stadt – Städte und Gemeinden als Räume der Bewegung und des Spiels“ ins Leben gerufen.

Dabei soll die Bedeutung von Spiel-, Sport- und Bewegungsarealen in den Kommunen vor allem angesichts innerstädtischer Nachverdichtung und Nachhaltigkeit hervorgehoben werden. Anhand von Beiträgen aus Wissenschaft, Planung und Praxis soll u.a. der Nutzen solcher Areale herausgearbeitet und verschiedene Best-Practise-Beispiele vorgestellt werden.

Am 14. November 2018 fand im Marshall- Haus in Berlin die Auftaktveranstaltung von „Bewegung in der Stadt“ statt. Rund 130 Teilnehmer aus ganz Deutschland waren zu der eintägigen Fortbildungsveranstaltung gekommen, die von den Organisatoren mit einer kurzen Ansprache eröffnet wurde. Anschließend erläuterte der Sozialwissenschaftler und Mobilitätsforscher Dr. Weert Canzler vom Wissenschaftszentrum Berlin in seinem Vortrag, wie die Bewegung in der Stadt der Zukunft aussieht. Dabei wurde vor allem der motorisierte Straßenverkehr als Gegenspieler zu bewegungsfreundlichen FortbewegungsmöglichAllgemeineskeiten herausgearbeitet. „Aktive Mobilität“ soll für die Zukunft ein Modell sein, die Städte nicht nur bewegungsfreundlicher, sondern auch gesünder zu machen. Prof. Robin Kähler, Sportwissenschaftler und Vorsitzender der IAKS Deutschland zeigte anschließend in seinem Vortrag viele gelungene Beispiele bewegungsfreundlicher Stadtgestaltung. Dabei lohnt es sich auch über den „deutschen Tellerrand“ hinauszublicken, denn das Thema spielt mittlerweile weltweit eine große Rolle. Im folgenden Vortrag stellte Vitalij Mihailoff vom Deutschen Turnerbund ein Projekt vor, in welchem mit finanzieller Unterstützung einer Krankenkasse Calisthenicsanlagen in deutschen Kommunen gefördert werden. Zahlreiche Umsetzung konnten durch dieses Engagement bereit realisiert werden.

Nach dem wohlverdienten Mittagessen wurde ein weiteres – diesmal von einer anderen – Krankenkassen unterstütztes Projekt vorgestellt, die „AOK-Bewegungsinsel“ in München. Der Referent war André Zarth von der Krankenkasse selbst. Gemeinsam mit dem zuvor vorgestellten Projekt zeigte sich, dass vor allem die Krankenkassen ein große Interesse an der Förderung von innerstädtischen Bewegungsanlagen zeigen, da für sie gesunde Bürger im Mittelpunkt stehen. Eine solche Kooperation bietet durchaus vielfältige Möglichkeiten. Im darauffolgenden Vortrag standen dann die Kinder im Vordergrund. „Fit durch Schule“ heißt das Projekt, das Uta Lindemann von der Universität Bielefeld den Teilnehmern der Veranstaltung vorstellte. In diesem Projekt werden Maßnahmen gefördert, die Bewegung und sportliche Aktivität von Schülern im Schulalltag außerhalb des Sportunterrichtes ermöglichen. Vor allem die Schulhofgestaltung stand hierbei im Mittelpunkt. Danach wurde die Thematik der Veranstaltung aus Architekten- und Planersicht beleuchtet. Zunächst berichtete der Stadtplaner Peter Apel vom Planungsbüro Stadtkinder in Dortmund über die verschiedenen Möglichkeiten Bewegungs- und Spielareale in den Städten zu realisieren. Der Vortrag war mit vielen best-practise-Beispielen versehen, bei denen auch die Planungsschritte hervorgehoben wurden. Ein regelrechtes Plädoyer für bewegungsfreundliche Stadtgestaltung hielt im anschließenden Vortrag der Landschaftsarchitekt Dirk Schelhorn. Er stellte dabei ebenfalls viele gut gelungene Beispiele vor. Insgesamt wurde sehr deutlich, wie vielseitig Bewegung in der Stadt in den Umsetzungen aussehen kann. Und dass dabei alle Generationen angesprochen werden. Zum Abschluss der Veranstaltung berichtete die Landschaftsarchitektin Brigitte Gehrke von einem realisierten Projekt direkt in Berlin. Dort am Lewaldplatz ist ein Areal für „alle Generationen“ entstanden, von dessen Planung, Gestaltung und Bau sie den Teilnehmern in ihrem Vortrag erzählte.

Organisatoren, Referenten und Teilnehmer zeigten sich mit der Auftaktveranstaltung im Marshall-Haus zufrieden. Das abwechslungsreiche Programm bot viele wichtige Informationen und spannende Innovationen rund um das Thema „Bewegung in der Stadt“. Die Veranstalter danken allen Referenten für durchweg gelungene Vorträge, den Teilnehmern, die so zahlreich erschienen waren, und den Sponsoren sowie der Messe Berlin für ihre Unterstützung. Die Veranstaltungsreihe soll bereits im September 2019 fortgesetzt werden, als Tagungsort ist Ingelheim geplant. Nähere Informationen gibt es bald in Playground@ Landscape oder unter www.bewegung-stadt.de

Fast alle Vortragsunterlagen von „Bewegung in der Stadt“ finden Sie im Download-Bereich von www.playground-landscape.com

Foto: smb

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