Wissenswertes über den Spielplatz

BSFH und P@L gestalten Rahmenprogramm auf der FSB.

Wissenswertes über den Spielplatz

Ein attraktives Rahmenprogramm (26. / 27.10.2011) führt kommunale Entscheider, Landschaftsarchitekten, Pädagogen, Betreiber von Freizeitanlagen sowie Entscheider im Tourismusbereich und aus dem Wohnungsbau zusammen.

Die Fachvorträge und Seminare (siehe ausführliches Programm) für die verschiedenen Besucherzielgruppen werden unter anderem zu den folgenden Schwerpunkten stattfinden: Sicherheit auf dem Kinderspielplatz (DIN SPEC 161). Generationsübergreifende Spielareale. Zukunft der Spiel- und Freizeitanlagen – Neue Trends, Herausforderungen und Visionen.

Einen schwerpunktthemenkomplex stellt das Thema Spielplatzsicherheit dar.
Bertold Tempel (TÜV Rheinland LGA Products GmbH) referiert zum Thema „Der Spielplatzsachkundige kommt – Neues zur DIN SPEC 161“: Wie soll man als Betreiber verfahren, um nicht bei der Auswahl eines externen Prüfers grob fahrlässig zu handeln? Wie kann man als Betreiber sicherstellen, dass man die Leistung bekommt, die man entsprechend ausschreibt? Genau diese und mehr Fragen beschäftigen seit Jahren die Experten. Zwar wird im Teil 7 der DIN EN 1176 angeführt, dass nach Fertigstellung eines neuen Spielplatzes eine sachkundige Person eine Inspektion der Installation vornehmen soll, um die Übereinstimmung mit dem/den relevanten Teil(en) der EN 1176 zu bewerten, aber welche Voraussetzungen dieser Sachkundige mitbringen sollte, wir hier nicht näher definiert. Das gleiche gilt für die jährlich durchzuführende Hauptinspektion eines jeden Spielplatzes. Auch hier wird in der DIN darauf verwiesen, dass diese Inspektion von sachkundigen Personen durchzuführen ist. Aber was qualifiziert jemanden?
Mario Ladu (Spielplatzmobil GmbH) rundet die Sicherheitsaspekte ab, mit einem Vortrag „Auffälligkeiten aus der Praxis“. Nach wie vor gibt es Planungsfehler, Montagefehler, Wartungsfehler sowie z.B. auch Gerätefehler trotz einem bestehenden Zertifikat oder gar GS-Zertifikat! Um Kosten und Zeit für alle Beteiligten zu sparen (samt viel Ärger) soll dieser Vortrag Anregung und Darstellung sein, die Spielplätze möglichst nah an den technischen Regeln zu Bauen.
Ein kurzer Ausflug in Regeln und Anforderungen (Richterrecht bzw. Gerichtsurteile, Vorgaben der Versicherer u. ä.) außerhalb der Norm soll den Blickwinkel im Besonderen für alles Andere, als die vorhandenen Spielplatzgeräte schärfen bzw. erweitern.

„Bewegungs- und Generationenparcours – Wer nutzt die eigentlich?“ Seit einigen Jahren wächst das öffentliche Bedürfnis an öffentlich zugängigen Bewegungsangeboten. Es gibt Konzeptionen für ältere Mitmenschen, für unterschiedliche Altersgruppen und es gibt Konzeptionen die altersübergreifend funktionieren sollen. Man weiß aber nur sehr wenig über den Nutzen und die Nutzung solcher Anlagen. Momentan läuft eine wissenschaftliche Studie zu diesem Thema, gefördert vom hessischen Sozialministerium, in Darmstadt. Zu den vorläufigen Ergebnissen und langjährigen Erkenntnissen referiert Diplom - Sportwissenschaftler Oliver Seitz.

Parkour – Bewegt durch die Stadt. Parkour ist die Kunst der effizienten Bewegung. Begründet wurde der Sport Le Parkour in den frühen 1980er Jahren von dem Franzosen David Belle, der die von seinem Vater erlernte Méthode naturelle in die urbane Umgebung der Pariser Vororte übertrug. Parkour ist eine Abwandlung des französischen Wortes parcours und bedeutet so viel wie Weg oder Strecke. Dabei werden Hindernisse flüssig, schnell, sicher und effizient überwunden. Der Traceur (Läufer) stellt sich hierbei immer wieder neuen Herausforderungen. Durch das Training an seinen eigenen Stärken und Fähigkeiten verfügt der Traceur über eine geschulte Selbstwahrnehmung und Selbsteinschätzung. Der respektvolle Umgang mit der Umwelt und mit sich selbst ist zentral beim Training von Parkour. Für Teenager ist Parkour ein Umfeld in dem sie sich auf kreative Weise bewegen können. Referieren, aus der Praxis, für die Praxis, wird das ParkourONE-Team, die einen Parkour-Kurs mit dem Spielplatzgerätehersteller Lappset in Dortmund umgesetzt haben.

„Neue Spielräume in der Stadt – Seilspielgeräte im Großstadtdschungel“. Der Vortrag von Jens Zumblick (Berliner Seilfabrik GmbH & Co) wird folgenden Themen beleuchten: Welche Formen von Seilspielgeräten gibt es? Seilspielgeräte und Spielgerätesicherheit. Spielräume mit Seilspielgeräten sind anders. Was Seilspielgeräte leisten können! Möglichkeiten von individuell gestalteten Lösungen mit Seilspielgeräten.

Klaus-Peter Gust (SIK-Holzgestaltungs Gmb) stellt „Die Nutzung offener Schulhöfe als Chance für mehr kindgerechte Spiel- und Bewegungsräume“ dar. Gerade in Stadtvierteln, die aufgrund ihrer Infrastruktur mit Spielorten für Kinder schlecht versorgt sind, leisten offene Schulhöfe einen wichtigen Beitrag zur kindgerechten Gestaltung des Wohnumfeldes. Schulhöfe können so zu Schnittstellen zwischen Schule und Stadtteil werden. dies ist jedoch nur möglich, wenn das Einverständnis aller beteiligten Entscheidungsträger vorliegt. Trotz möglicher höherer Kosten für den einzelnen Schulhof kann so der Verlust von traditionellen Spielräumen ausgeglichen werden.

Ein zweiter Themenblock befaßt sich mit der Thematik: „Synthetischer Fallschutz im öffentlichen Raum“. Das Unternehmen BSW GmbH, Achim Höse (Obmann der Fachabteilung Fallschutz im BSFH, Mitglied im DIN Normenausschuss Spielgeräte und Mitglied im DIN Normenausschuss Spielplatzprüfer) wird ein Referat mit dem Schwerpunkt „fugenloser Fallschutz“ halten.
Das Unternehmen Gummiwerk Kraiburg Relastec GmbH wird ein Referat mit dem Schwerpunkt „Fallschutzplatten und Formteile“ halten. Es erfolgt zwischen BSW und Kraiburg eine enge Abstimmung bzgl. der Referatsinhalte.

Auf der Fachmesse FSB werden nicht nur neue Entwicklungen im Geräte- und Objektdesign gezeigt. Die Angebote der einzelnen Aussteller und Mitglieder im Bundesverband BSFH werden mit dem zukunftsweisenden Rahmenprogramm vernetzt. Kinder, Jugendliche und Familien sind die Zielgruppen richtungsweisender kommunaler Entwicklung. Seminare und Workshops greifen die Grundthematik auf und führen Planer, Pädagogen, Architekten und Betreiber von Freizeitanlagen in die spannende Welt machbarer Kinderwelten ein.


Mittwoch, 26. Oktober 2011

13.00 – 15.00 Uhr
Bertold Tempel (TÜV Rheinland LGA Products GmbH):
Der Spielplatzsachkundige kommt – Neues zur DIN SPEC 161
Mario Ladu (Spielplatzmobil GmbH):
Auffälligkeiten aus der Praxis. Sicherheit auf dem Kinderspielplatz

15.00 – 16.00 Uhr
Diplom - Sportwissenschaftler Oliver Seitz:
Bewegungs- und Generationenparcours – Wer nutzt die eigentlich?

16.00 – 17.00 Uhr
Klaus-Peter Gust (SIK-Holzgestaltungs GmbH):
Die Nutzung offener Schulhöfe als Chance für mehr kindgerechte Spiel- und Bewegungsräume


Donnerstag, 27. Oktober 2011

10.00 – 12.00 Uhr
Bertold Tempel (TÜV Rheinland LGA Products GmbH):
Der Spielplatzsachkundige kommt – Neues zur DIN SPEC 161
Mario Ladu (Spielplatzmobil GmbH):
Auffälligkeiten aus der Praxis. Sicherheit auf dem Kinderspielplatz.

13.00 – 14.00 Uhr
ParkourONE-Team:
Parkour – Bewegt durch die Stadt

14.00 – 15.00 Uhr
Jens Zumblick (Berliner Seilfabrik GmbH & Co):
Neue Spielräume in der Stadt – Seilspielgeräte im Großstadtdschungel

15.00 – 17.00 Uhr
Achim Höse (BSW GmbH) / Sylvia Karras (Gummiwerk Kraiburg Relastec GmbH):
Synthetischer Fallschutz im öffentlichen Raum
 

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