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Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

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02.12.2021 - Ausgabe: 6/2021

Bewegung in der Stadt 2021 – Präsenzveranstaltung gut besucht

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Nachdem vergangenes Jahr die Veranstaltung der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen war, freuten sich die Organisatoren der Seminarreihe „Bewegung in der Stadt – Städte und Gemeinden als Räume der Bewegung und des Spiels“ – der Deutsche Städte und Gemeindebund und der Playground + Landscape Verlag  - endlich wieder eine Präsenzveranstaltung durchzuführen. Und so konnten sie am 10. November 2021 im Alten Rathaus Hannover rund 110 TeilnehmerInnen begrüßen – selbstverständlich unter 3G-Zutritt und pandemiegerechten Hygienebedingungen.

Das Thema der Veranstaltungsreihe ist ja in der heutigen Zeit aktueller denn je. Der Referent und Mediziner Prof. Dr. Thomas Wessinghage definierte in seinem Vortrag über Bewegung als Medizin die durchschnittliche Gewichtszunahme eines Erwachsenen während der Pandemie mit 5,6 kg. Schuld daran ist vor allem der Bewegungsmangel durch den Lockdown. Das zeigt: unsere Städte und Gemeinden müssen bewegungsfreundlicher werden und eine bewegungsaktivierende und sportfreundliche Infrastruktur geschaffen werden. Die Auftaktreferenten Uwe Lübking (DStGB) und Stephan Manke (Staatssekretär des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport) unterstützten diese Thesen in ihren Vorträgen. Nachdem Prof. Wessinghage in seinem Beitrag vor allem die negativen Folgen des allgemeinen Bewegungsmangels sehr deutlich dargestellt hatte, erläuterte Prof. Dr. Christoph Rasche von der Universität Potsdam, wie eine gute Sportinfrastruktur auch den Städten und Kommunen nutzen kann. Prof. Dr. Robin Kähler (Vorsitzender IAKS Deutschland) zeigte anschließend anhand von Bildern aus der Stadt Hannover, wie eine bewegungsfreundliche und lebenswerte Stadt in Zukunft aussehen könnte. Nach der Mittagspause wurden in den Vorträgen entsprechende praktische Umsetzungen für bewegungsfreundliche Infrastrukturen präsentiert. Hermann Städtler (Bewegte Schule Niedersachsen) demonstrierte den TeilnehmerInnen, wie man eine Schule sowohl im Innenbereich als auf dem Schulgelände bewegungsaktivierend gestalten kann. Anschließend stellten Martina Ellerwald und Johannes Michels vom Mülheimer Sportservice den Sportpark Styrum, einen vielseitig gestalteten und ausgestatteten Spiel- und Bewegungspark, vor. Nachdem dann Halina Starkloff von der Stadt Hannover aufgezeigt hatte, wie die niedersächsische Landeshauptstadt neue Spiel- und Bewegungsareale schafft, präsentierte der Sportamtsleiter der Stadt Bonn, Stefan Günther, zum Abschluss, wie die Stadt Bonn neue Fitness- und Bewegungsareale für die breite Bevölkerung geschaffen hat und welche Projekte diesbezüglich noch geplant sind.

Die Resonanz der TeilnehmerInnen auf die Veranstaltung war sehr gut und auch eine anschließende Evaluierung zeigte ein sehr positives Fazit. Neben den spannenden und informativen Vorträgen genossen die Anwesenden es, sich auch untereinander nach der langen Pause mal wieder auszutauschen, Fachgespräche zu führen oder die kleine begleitende Ausstellung zu besuchen. Das schöne und angenehme Ambiente des Alten Rathauses rundete das ganze noch ab und so freuen sich alle auf „Bewegung in der Stadt 2022“.

Die Veranstalter danken allen ReferentInnen und Sponsoren für Ihre Unterstützung des Seminares und allen BesucherInnen für Ihre Teilnahme.

 

 Statements

 Uwe Lübking (Deutscher Städte- und Gemeindebund):

„Sport und Bewegung sind nicht nur eine wichtige Freizeitaktivität, sondern wirken sich positiv auf das körperliche und psychische Wohlbefinden aus, insbesondere für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen. Bei der Schaffung von Sportstätten und Bewegungsräumen müssen Städte und Gemeinden das veränderte Sport- und Freizeitverhalten der Bevölkerung berücksichtigen. Das heißt vor allem, die steigende Bedeutung des wohnortnahen Raums für Bewegung und Spiel, die Qualifizierung von öffentlichen Räumen als multifunktional nutzbare Stätten und „informellen“ Bewegungsräume und die Aufhebung der Funktionstrennung von Stadt-, Grün- und Sport- und Bewegungsflächen. Wer nach Beweisen dieser Aussagen gesucht hat, wäre auf der gemeinsamen Veranstaltung des DStGB und Playground & Landscape „Bewegung in der Stadt – Städte und Gemeinden als Räume der Bewegung und des Spiels“ am 10. November 2021 in Hannover richtig gewesen. 

Prof. Dr. Thomas Wessinghage (ehem. Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement / ehem. Leichtathlet und Olympiateilnehmer) hat in seinem Beitrag die Bedeutung von Bewegung für die Gesundheit gerade bei Kindern und Jugendlichen hervorgehoben und damit die dramatischen Aussagen des „Vierten Deutsche Kinder- und Jugendsportbericht“ bestätigt. Die Bewegungsumwelt der Kinder und Jugendlichen muss attraktiver, niedrigschwellig zugänglich und wohnortnah gestaltet werden. Es fehlte aber auch nicht an praktischen Beispielen, über die Bewegte Schule Niedersachsen, den Sportpark Styrum in Mülheim an der Ruhr über die Spiel- und bewegungsfreundliche Stadtgestaltung in Hannover bis zu Fitnessstudios im Freien der Bundesstadt Bonn. 

Festzuhalten bleibt: Wenn man das Bewegungsverhalten der der Bevölkerung verändern will, sollten diese Handlungsfelder angegangen werden: 

  • Qualifizierung des Wohnumfeldes mit öffentlich zugänglichen, niederschwelligen Bewegungsmöglichkeiten 
  • Sicherung, Pflege und ggf. Ertüchtigung öffentlich zugänglicher
    Grün- und Freiräume in urbanen Zentren als sportlich nutzbare
     Flächen 
  • Besondere Förderung, Sicherung und Schutz von bedarfsgerechten
     Bewegungsräumen für Kinder und Jugendliche einschließlich der Sanierung und Weiterentwicklung der schulischen Sportanlagen und Schul-/Pausenhöfe
  • Die Planung von Bewegungsräumen im Rahmen einer attraktiven und modernen Stadtentwicklung betrifft als „Querschnittsaufgabe“ neben den Sportämtern zahlreiche kommunale Handlungsfelder von der Bildung, Jugend, Soziales und Gesundheit bis zur Stadtraum- und Grünflächenplanung, Verkehr und Umwelt. Entsprechend setzt diese integrale Sportentwicklung neue Strukturen für die intersektorale, interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung voraus.“

 

Steffen Strasser (playparc Allwetter-Freizeit-Anlagenbau GmbH):

„Vielen Dank an die Organisatoren dieser hochkarätigen Veranstaltung an einem besonderen Ort! Bereits zum dritten Mal durften wir als Goldsponsor den Kongress „Bewegung in der Stadt“ begleiten und sind von dem Konzept der Veranstaltung überzeugt. Auch in Hannover ist es wieder gelungen eine inspirierende Mischung aus Vorträgen zusammenzustellen, die theoretische und ganz praktische Aspekte vereint.“

 

Christopher Uibeleisen (smb Seilspielgeräte GmbH):

„Bewegungsangebote waren nie wichtiger als in diesen Zeiten und stellen sowohl eine gesellschaftliche Herausforderung als auch eine Verpflichtung unseren Kindern gegenüber dar.

Dies wurde allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern in hochkarätigen Vorträgen, sowohl wissenschaftlich basiert als auch anhand von Best Practise Beispielen von MacherInnen aus dem Alltag, eindrücklich vor Augen geführt.

Die große Resonanz auf die Seminarreihe ‚Bewegung in der Stadt‘, wieder einmal hervorragend vom Team der Playground@Landscape und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund organisiert, belegt die breite öffentliche Wahrnehmung dieser so wichtigen Thematik. Hieran gilt es nun anzuknüpfen - lassen Sie uns die Verantwortung annehmen und gemeinsam mehr Bewegungsangebote schaffen. Im Alltag, im öffentlichen Raum, in der Stadt.“


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