Logo

Playground@Landscape

Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

Slide 0
Slide 1
Slide 2
Slide 6
Slide 7
28.12.2010 - Ausgabe: 6/2010

Innovativer Kunstrasenkleber

Photo

Kunstrasen ist heute, nach jahrzehntelanger Weiterentwicklung des Materials und des Aufbaus, eine anerkannte Alternative zum Naturrasen – vor allem für Hockey-, immer häufiger aber auch für Fußballplätze. Die Vorteile des Kunstrasens kommen jedoch nur dann zum Tragen, wenn auch beim Einbau und den dafür verwendeten Materialien Qualität oberste Priorität hat. Die Sportbodenexperten der BASF haben einen neuen Rasenkleber entwickelt, der widerstandsfähiger, einfacher zu verarbeiten sowie deutlich ergiebiger ist als herkömmliche Produkte und dabei mindestens so zuverlässig: Conipur 106.

Die Vorteile des Kunstrasens liegen auf der Hand: Der Pflegeaufwand ist um ein Vielfaches geringer, die Plätze sind deutlich belastbarer und sie sind auch bei Witterungsverhältnissen, bei denen ein Naturrasenplatz geschlossen bleiben müsste, problemlos bespielbar. Beim Verlegen des Kunstrasens spielt neben dem fachgerecht ausgeführten Unterbau auch die Rasenverklebung und damit der Rasenkleber eine entscheidende Rolle: Undenkbar, dass ein Spieler über ein Stück losen Rasens stolpert…

Conipur 106 ist der neue lösemittelfreie Zweikomponenten-Klebstoff auf Polyurethan-Flüssigharzbasis für das Verkleben von Kunstrasennähten und Linienmarkierungen. „Bei der Entwicklung von Conipur 106 wollten wir mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen“, erklärt Jürgen Widler, Product Manager bei BASF in Schaffhausen, der Heimat der BASF Sportbodenlösungen der Marke CONICA. „Wichtig war uns, dass der neue Kleber sowohl bei extrem hohen als auch bei niedrigen Temperaturen eine optimale Performance zeigt, und dass er merklich ergiebiger ist als herkömmliche Produkte im Markt – beides ist uns mit der Neuentwicklung gelungen.“

Kunstrasen wird üblicherweise in drei bis fünf Meter breiten Bahnen verlegt, die dann nicht mit dem Untergrund, sondern jeweils miteinander sicher verbunden werden müssen. Zu diesem Zweck kommen so genannte Nahtbänder zum Einsatz: Man klebt den Rücken der Rasenbahnen präzise Stoß an Stoß auf diese Bänder und erhält so eine homogene Fläche. Dabei spielen die Eigenschaften des Klebers die Hauptrolle – sie bestimmen den Aufwand des Verarbeiters ebenso wie die Qualität und die Haltbarkeit des Ergebnisses. Hier hat Conipur 106 einige entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlichen Produkten: „Dank der neu entwickelten Formel ist eine gute Standkraft der Kleberaupe auch bei extremen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit gegeben“, erklärt Jürgen Widler weiter. „Die speziell eingestellte
Reaktivität erlaubt den Einbau auch bei extremen Klimaten“ Im Klartext heißt
das: Conipur 106 verlängert die Einbausaison und das Wetter spielt keine so große Rolle mehr. Die Gemischdichte ist bei Conipur 106 besonders niedrig, das bedeutet, dass bei gleichem Gewicht rund zwanzig Prozent mehr Volumen, sprich mehr Kleber zur Verfügung steht. Diese enorme Ergiebigkeit hat neben einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis unter anderem auch den Vorteil, dass man deutlich weniger Material auf den Platz schleppen und mischen muss – was Zeit, Geld und Nerven spart. Auch in Sachen Handhabung, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit punktet der neue Kleber: Er hält nicht nur beim Einbau die Form, lässt sich einfach verarbeiten und verläuft nicht, sondern bleibt auch langfristig elastisch und hält mindestens so lange wie der Rasen selbst.

Insbesondere Hockey- und Fußballspiele finden zunehmend auf Kunstrasen statt – Hockeyspiele auf Profiniveau inzwischen fast ausschließlich: Der gleichmäßige Untergrund ermöglicht ein wesentlich präziseres Spiel. Auch die Profis erfolgreicher europäischer Fußballvereine trainieren bereits auf synthetischem Rasen, und der Weltfußballverband FIFA hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Verbreitung hochwertiger Kunstrasenplätze mit eigenen Zertifikaten zu fördern.


Fotos: BASF Construction Chemicals Europe AG
 

Mehr zum Thema Sport & Leisure Facilities

image

Sport & Leisure Facilities

Entwicklungstendenzen bei der Nutzung von Sporträumen – Baustei-ne für eine zukunftsfähige Sportrauminfrastruktur

Sporträume bilden die materielle Basis für die lokalen Bewegungsaktivitäten. Würden die Städte und Gemeinden keine speziellen Flächen ausweisen und in Kooperation mit an-deren Trägern als Sport- und Bewegungsräume ansprechend gestalten und fördern, wäre...

image

Sport & Leisure Facilities

Kunststoffrasensysteme – aktuelle Entwicklungen

In den letzten 30 Jahren haben sich Kunststoffrasensysteme weltweit zu einer Standardlösung im Ballsport entwickelt. „Weniger oder keine Auswirkungen auf das Klima“, „Haltbarer als Naturrasensysteme“ sind gängige Aussagen, mit denen diese Systeme beworben werden. Europaweit werden aktuell ....

image

Sport & Leisure Facilities

Die Zukunft des Kunststoffrasenplatzes – politische Entwicklungen

Wie schon in der Vergangenheit berichtet, plant die EU-Kommission im Rahmen einer neuen Verordnung eine deutlich verschärfte gesetzliche Regelung zur Vermeidung von Mikroplastik in die Umwelt. Dazu zählen auch....

image

Sport & Leisure Facilities

Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit – Herausforderungen für den Sportplatz der Gegenwart und Zukunft

Auch wenn die aktuelle Corona-Pandemie die Klimadebatten des vergangenen Jahres ein wenig hat verstummen lassen, so gehören Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsfragen nach wie vor zu den größten Herausforderungen...

image

Sport & Leisure Facilities

Der klimafreundliche und umweltgerechte Sportkunststoffrasen – Anforderungen und Möglichkeiten in der Entwicklung

Die letztjährigen Diskussionen um die Umweltverträglichkeit von Kunststoffrasenplätzen im Sport sind vielen bestimmt noch im Gedächtnis. Dabei waren...

image

Sport & Leisure Facilities

Langlebigkeit spart Kosten – Hinweise zur optimalen Sportplatzpflege

Das Thema Sportplatzpflege wird in der Praxis immer noch recht stiefmütterlich behandelt, vor allem, wenn es sich um Anlagen handelt, auf denen kein...