Logo

Playground@Landscape

Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

Slide 0
Slide 1
Slide 2
Slide 6
Slide 7

Design ist der Stil, der “Look”

Ein Interview zum Thema Design mit Guido Valcke, Europlay nv.

Photo

Im Gegensatz zum deutschen Sprachgebrauch, der eher auf gestalterisch-kreative Aspekte abzielt und den Designbegriff weitgehend verdinglicht, umfasst der angelsächsische Begriff design auch technische Anteile der „Gestaltung“. Wie ist Ihre Grundauffassung von Design?
Guido Valcke (Europlay): Meine Grundauffassung über Design ist wie eine Redewendung, die besagt: „Eine neue Kreation ist keine Erfindung und keine Wahrheit. Sie ist sie selbst! Design ist die Ausstattung und Verpackung der Kreation. Design ist der Stil, der “Look” und das Technische spielt hierbei eine ganz wichtige Rolle.

Playground@Landscape: Design hat Funktionen für den Körper. Und Design hat Funktionen für den Verstand und die Psyche. Also ist Design elementar für den Kinderspielplatz?
Guido Valcke: Der Spielwert eines Geräts ist sehr wichtig für Körper, Verstand und Psyche und hat vielmehr zu tun mit Kreation als mit Design. Design ist wichtig, um dem Spielgerät eine Ausstrahlung zu geben und so Kinder zu locken.

Playground@Landscape: Woher kommt die Inspiration für das Design für den kreativen Spielplatz?
Guido Valcke: Die Inspiration kommt aus dem täglichen Leben der Kinder. Wenn sie ein Auto sehen oder mit einem Zug mitfahren, besteht die Herausforderung darin, das auszubauen in ein attraktives und preiswertes Spielgerät…

Playground@Landscape: Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer Planung für Spielbereiche?
Guido Valcke: Das Ziel mit meiner Planung für Spielbereiche besteht darin, ein Gerät zu entwickeln, mit einer Vielfalt an Spielwert, die jedem Kind gefällt. Der Preis, Herstellungsmöglichkeit und Modelle spielen dabei auch eine groβe Rolle.

Playground@Landscape: Welche Materialien bevorzugen Sie?
Guido Valcke: Europlay verwendet Holz in Kombination mit Metall und Seilen. Wir wählen europäische Holzarten wie Lärche, Douglasie und Eiche, die keine Imprägniering mehr brauchen.

Playground@Landscape: Woher kommt Ihr Interesse an der Gestaltung von Spielobjekten?
Guido Valcke: Mein Interesse ging ursprünglich von Holzkonstruktionen aus. Wenn ich bei älteren Gebäuden und Burgen eine spezielle Dachkonstruktion sehe, bin ich noch immer vom Aufbau fasziniert. Und weil das Entwerfen von Spielplatzgeräten so interessant ist, wurde daraus vor zwölf Jahren eine neue Firma errichtet - unter der Marke Europlay.

Playground@Landscape: Arbeiten Sie in Sachen Kinderspielplatz ausschließlich für das Unternehmen Europlay? Was ist Ihre Design-Philosophie?
Guido Valcke: Neben den Spielelementen von Europlay werden auch noch Geräte aus Robinienholz entworfen, für einen kleinen Betrieb sieben Kilometer von Europlay entfernt. Diese werden auch von Europlay verkauft. Meine Design- Philosophie ist: Arbeiten für Kinder, hauptsächlich mit Holz, mit Farben und in Themen.

Playground@Landscape: Design orientiert sich am Menschen? Oder am Kinderspielplatz?
Guido Valcke: Design orientiert sich am Kinderspielplatz. Das Kind kommt zuerst. Die Erwachsenen finden oft ein Gerät schön, während Kinder etwas anderes wählen. Zum Beispiel: Kinder lieben helle Farben, aber Erwachsene bevorzugen oft dunkle Sachen.

Playground@Landscape: Thema Plagiate! Wie schützt der Designer sein geistiges Eigentum?
Guido Valcke: Alle Modelle sind mit Copyright und urheberrechtlich geschützt.



Das Interview führte Thomas R. Müller (Playground@Landscape)

 

Mehr zum Thema Planen, Gestalten, Bauen

image

Planen, Gestalten, Bauen

Individuelle Spielplatzgestaltung in Görlitz

Die Entstehung von individuellen Spielangeboten ist in der Stadt Görlitz eng mit der Entwicklung der öffentlichen Grün- und Parkanlagen verbunden. Mit dem Beginn der Industrialisierung entwickelte sich Görlitz auch zu einer beeindruckenden Parkstadt, wodurch Spielräume für Kinder entstanden.

image

Planen, Gestalten, Bauen

Stadt als Spielplatz

Unser Freizeitverhalten wird immer öffentlicher. Sportliche und soziale Aktivitäten finden zunehmend draußen statt. Durch Integration der Bewegungs- und Erholungsangebote in der Alltagsumgebung bietet der Seepark Eutins dem gegenwärtigen Wunsch und Bedürfnis nach neuen Betätigungen Raum.

image

Planen, Gestalten, Bauen

Lautes und wildes Spielen braucht Freiräume

Freiräume spielen eine wichtige Rolle als Gegenwelt zum domestizierten, digitalisierten, verkehrsbelasteten Alltag von Großstadtkindern. Der Strandpark Waller Sand in Bremen zeigt: Nicht nur Kinder sondern die Gesamtstadt profitieren von nutzungsoffenen, naturnahen Freiflächen.

image

Planen, Gestalten, Bauen

Werte schaffen, die sich für Mensch und Umwelt rechnen

Henningsen Landschaftsarchitekten plant und realisiert Projekte unter ökonomischen, ökologischen und nutzerspezifischen Belangen. Wie zum Beispiel die Bötzow Grundschule und die neue Durchwegung an der Bambachstraße mit Spiel- und Sportflächen in Berlin Neukölln.

image

Planen, Gestalten, Bauen

Erst prüfen,dann planen - Konzeptstudien als Entscheidungshilfe

Ausgliedern einer Sportstätte oder erhalten und ertüchtigen? Vor dieser Frage stehen viele Gemeinden, wenn sie den Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge für den Sport nachkommen wollen. Angesichts der...

image

Planen, Gestalten, Bauen

Realisierung einer barrierefreien Spiel- und Sportlandschaft

Der Garten des bfz – Sozialpädagogisches Zentrum Klagenfurt in Österreich verfügt über eine einzigartige, barrierefreie und naturnahe Spiel- und Erlebnislandschaft.