Logo

Playground@Landscape

Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

Slide 0
Slide 1
Slide 2
Slide 6
Slide 7

Wie bezahlt man einen Bewegungsparcours, wenn man kein Geld hat?

Alle klagt und jammert, dass Kommunen weniger Geld zur Verfügung haben bzw. dass das vorhandene Geld an den falschen Stellen ausgegeben wird.

Photo

Dabei werden immer häufiger bis dato eher ungewöhnliche Wege gegangen. Ein Bespiel hierfür ist die Stadt Viernheim und das dortige Sportamt.
Im Jahr 2008 kam man dort auf den Gedanken ein stadteigenes Sportgelände, welches der Trägerschafte eines Sportvereins übergeben war, mit einem Generationen-Bewegungsparcours auszustatten. Das mit mehreren interessierten Parteien erarbeitete Wunschkonzept sollte 75.000 Euro kosten. Diese Summe war in angespannter Haushaltsituation jedoch politisch nicht ohne weiteres durchsetzbar.

Ein engagierter Mitarbeiter des hiesigen Sportamtes war von dem Konzept jedoch so stark überzeugt, dass er das Konzept nicht aufgab. Er traf mit dem Bürgermeister die Vereinbarung, dass die Stadt 1/3 der Kosten übernehmen würde, wenn die restlichen 2/3 der Kosten durch Spenden finanziert würden. Die Absprache beinhaltete ebenfalls, dass das Gesamtprojekt nur realisiert würde, wenn das gesamte Volumen finanziert ist.

Nun begann die Spendensuche, die 1,5 Jahre dauerte. Dann hatten schließlich alle Geräte einen Paten gefunden hatten. Der „Geräte-Pate“ hat sich ein 4FCIRCLE-Bewegungs-Gerät ausgesucht. Dessen obligatorische Übungstafel wurde mit seinem Logo ausgestattet und steht nun dauerhaft neben den Geräten. Der Geräte-Pate erhielt eine Spendenquittung für seinen Beitrag.

Das Projekt wurde schließlich nach vier Jahren Planungs- und Paten-Akquisephase mit einem kleinen Fest eingeweiht.
Dieses Projekt im südhessischen Viernheim zeigt, dass es mit einem langem Atem und kreativen Herangehensweisen möglich ist, große und kostenintensive Projekte zu stemmen.

Text: S. Strasser
Fotos: Playparc
 

Mehr zum Thema Planen, Gestalten, Bauen

image

Planen, Gestalten, Bauen

Erst prüfen,dann planen - Konzeptstudien als Entscheidungshilfe

Ausgliedern einer Sportstätte oder erhalten und ertüchtigen? Vor dieser Frage stehen viele Gemeinden, wenn sie den Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge für den Sport nachkommen wollen. Angesichts der...

image

Planen, Gestalten, Bauen

Realisierung einer barrierefreien Spiel- und Sportlandschaft

Der Garten des bfz – Sozialpädagogisches Zentrum Klagenfurt in Österreich verfügt über eine einzigartige, barrierefreie und naturnahe Spiel- und Erlebnislandschaft.

image

Planen, Gestalten, Bauen

Die Matrix – Einordnung und Bewertung von inklusiven Spielräumen

Inklusion ist in aller Munde, in allen Bereichen des öffentlichen Zusammenlebens, in Schule, Universitäten auf der Arbeit und auf dem Weg dorthin gilt es ein echtes Miteinander zu ermöglichen. Dabei muss...

image

Planen, Gestalten, Bauen

"Zur Alten Bäckerei“ - Neuer Spielplatz für Leipzig-Großzschocher

In der Vergangenheit eine kleine private Gartenanlage eines Mühlenbesitzers, in der Gegenwart ein verwildertes Grün, in der Zukunft ein naturnahes Wäldchen für spielende Kinder.

image

Planen, Gestalten, Bauen

Massgeschneiderte Spielwelten

Das Schweizer Planungsbüro Wegmüller aus Klosters hat einen großen Erfahrungsschatz, was kreative Themenspielplätze angeht

image

Planen, Gestalten, Bauen

Park Gustave & Léonard Hentsch in Genf

Der Parc Gustave & Léonard Hentsch: Die gut funktionierende und sich jedem Zweck anpassende Vereinigung unterschiedlichster Menschen auf gleichem Raum bildete die Grundidee des Parkprojektes, welches das Büro für Architektur und Landschaftsgestaltung Hüsler & Associés entworfen hat.