Logo

Playground@Landscape

Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

Slide 0
Slide 1
Slide 2
Slide 6
Slide 7

Wie kinderfreundlich ist Europa?

Dänemark Spitzenreiter – Deutschland Schlusslicht.

Photo

Derzeit bekommen 100 Frauen in Europa etwa 140 Kinder. Um die Bevölkerungszahl stabil zu halten, wären jedoch fast 50 Prozent mehr nötig. Doch wie kinderfreundlich sind die einzelnen Staaten in Europa?

Dieser Frage ist die BAT-Stiftung für Zukunftsfragen in ihrer neuesten Europauntersuchung nachgegangen und hat repräsentativ über 11.000 Europäer ab 14 Jahren in zehn Ländern befragt. Das Ergebnis: Mit großem Abstand rangiert Dänemark beim Thema Kinderfreundlichkeit an erster Stelle. Neun von zehn Dänen stufen ihre Heimat als kinderfreundlich ein. Und während immerhin noch knapp die Hälfte der Spanier, Niederländer und Griechen dies über ihr Land behauptet, ist es in Deutschland nur etwa jeder siebte Bürger, der Kinderfreundlichkeit in der Gesellschaft wahrnimmt.

Die große Zufriedenheit der Dänen erklärt Professor Dr. Ulrich Reinhardt, der Wissenschaftliche Leiter der BAT-Stiftung, unter anderem mit dem hohen Emanzipationsgrad im Königreich Dänemark: „Egal, ob man sich den Anteil von berufstätigen Frauen, die Quote von weiblichen Führungskräften, die Anzahl von Krippenplätzen oder die Möglichkeit, Beruf und Familie miteinander zu verbinden, anschaut – überall liegt Dänemark deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Zudem ist aber auch der hohe Stellenwert von Familien sowie deren gesellschaftliche Anerkennung ausschlaggebend für den hohen Wert.“

Ostdeutsche und Großstadtbewohner besonders kritisch

Die Bundesbürger nehmen dagegen immer seltener eine Kinderfreundlichkeit wahr. Im Jahresvergleich zu 2010 ist der Wert dabei deutlich gesunken – von 21 Prozent auf aktuell lediglich noch 15 Prozent. Die deutsche Bevölkerung zeigt sich beim Thema Kinderfreundlichkeit zudem auch gespalten. So bewerten Westdeutsche und Landbewohner das Thema deutlich positiver als Großstädter und Bürger im Osten der Republik. Und auch beim Alter zeigen sich große Unterschiede – je älter, desto negativer wird die Kinderfreundlichkeit wahrgenommen. Dennoch bleibt der Wert, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft, Einkommen oder anderen Unterscheidungsmerkmalen, in allen Untergruppen gering.

Professor Reinhardt: „Mehr Krippenplätze und Ganztagsschulen, Einführung eines Betreuungsgelds oder gesplittetes Elterngeld – dies alles hilft zweifellos vielen Familien. Doch solche Maßnahmen sagen nichts über die Kinderfreundlichkeit im Alltag unserer Gesellschaft aus. Diese würde mit einer Infrastruktur beginnen, die nicht nur auf Erwachsene ausgerichtet ist, sondern stärker auf die Bedürfnisse von Familien und Kindern eingeht sowie einer Arbeitswelt, die die Vereinbarung von Beruf und Familie zulässt. Kinderfreundlichkeit im Alltag umfasst aber auch Kleinigkeiten, von der Wurstscheibe beim Metzger bis zum Nachbarn, der sich nicht gleich beschwert, wenn es nebenan einmal lauter zugeht“.

Gefordert sind demnach Politik und Wirtschaft, da diese die Rahmenbedingungen festlegen. Ebenso ist aber auch jeder einzelne Bürger gefordert, mehr Toleranz und Respekt aufzubringen. Allen sollte dabei stets bewusst sein: Kinderlärm ist tatsächlich unsere Zukunftsmusik.

Mehr Informationen unter www.stiftungfuerzukunftsfragen.de

 

Mehr zum Thema Spielplatz-Report

image

Spielplatz-Report

Planung und Ausführung von Spiel- und Freizeitgeräten für das Shopping Center NOVA®

Die Shoppingcenter haben sich in Deutschland in den letzten Jahrzehnten zu einem wichtigen Treffpunkt für viele Kunden entwickelt. Sie bieten den großen Vorteil für den Kunden, eine breite Vielfalt...

image

Spielplatz-Report

Der Spielplatz als nachhaltige Attraktion

Den Gästen immer wieder neue Attraktionen zu bieten und neue Geschäftsfelder zu erschließen, ist für Betriebe der Freizeitwirtschaft unerlässlich und oft Schlüssel zum Erfolg. Die Konkurrenz schläft schließlich nicht, und so ...

image

Spielplatz-Report

„Platz der Begegnung“ in Heidelberg – ein Dorfplatz außerhalb des Zentrums

Ein einladender Platz für alle: hier sollen sich Bürgerinnen und Bürger jeden Alters treffen können. Mit einer Kinderspielfläche, einem Klettergerät und der Boulefläche bietet der „Platz der Begegnung“ Freizeitmöglichkeiten für Groß und Klein. Er soll den Stadtteil beleben. Außerdem ist der Platz barrierefrei zugänglich.

image

Spielplatz-Report

Spielplatz Spreewaldreich Lübbenau / Spreewald

Jung und Alt können in das Leben im Spreewald eintauchen.

image

Spielplatz-Report

Spiel-Arena mit vielen Sport- und Spielmöglichkeiten für alle Altersgruppen

Mit der Neuentwicklung eines Wohnquartiers auf dem Gelände des ehemaligen ‚Wenge-Stadions‘ realisierte die Gemeinde Eningen unter Achalm den Neubau eines attraktiven Spiel- und Freizeitgeländes. Resultierend aus der Spielplatzkonzeption für das gesamte...

image

Spielplatz-Report

„Spielplatz für Alle“ - Glauer Felder

Das Naturparkzentrum Nuthe-Nieplitz ist um eine Attraktion reicher. Ein „Spielplatz für ALLE“ am Wildgehege Glauer Tal. Das Besondere an diesem Spielplatz: Auch Kinder und Erwachsene mit körperlichen Einschränkungen können die Spielgeräte...