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Pflege eines Kunstrasensportplatzes – Regeln, die zu beachten sind

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Der Vormarsch der Kunststoffrasensportplätze ist weiterhin in vollem Gange. Vielerorts werden alte Plätze in Kunstrasen umgewandelt oder neue Stadien gebaut. Da der Kunstrasen als besonders pflegeleicht gilt, wird sich leider häufig recht wenig um ihn gekümmert. Dabei kann nur ein regelmäßig und gut gepflegter Kunstrasen lange und gut bespielt werden. Im Folgenden findet sich ein Überblick über die wichtigsten Maßnahmen, die zur Pflege eines Kunststoffrasensportplatzes von Bedeutung sind:

1) Kunstsportrasenpflege ist obligatorisch – und deshalb muss hier, wie jedem anderen Sportplatz auch, regelmäßig Pflege betrieben werden. Der Kunstrasenplatz ist zwar nicht so intensiv pflegebedürftig wie ein Naturrasenplatz, aber das bedeutet auch nicht, dass er gar nicht gepflegt werden muss. Ganz im Gegenteil: nur ein gut in Stand gehaltener Kunstrasenplatz, kann auch bis zu 15 Jahre bespielt werden.

2) Die Oberfläche muss frei von Ablagerungen sein – deswegen sollten Müll, Blätter und Schmutz jeglicher Art direkt vom Platz entfernt werden. Denn hier droht nicht nur eine dauerhafte Schädigung des Rasens oder eine Ansiedlung von Moosen und Flechten, sondern auch die Verletzungsgefahr der Sportler ist z.B. durch nasses Laub oder Glasscherben erhöht.

3) Mindestens alle zwei Wochen aufbürsten – damit das Granulat wieder gleichmäßig verteilt wird und die Fasern des Kunstrasens wieder aufgerichtet werden. Wichtig ist, dass das Aufbürsten in verschiedenen Richtungen erfolgt, da die Fasern sich sonst komplett  in eine Richtung neigen.

4) Granulat regelmäßig nachfüllen – aber bitte nur dort, wo es auch notwendig ist. Den Polüberstand am besten mit einem Lineal an verschiedenen Stellen des Platzes vorher und hinterher nachmessen und ggf. nachfüllen oder umverteilen.

5) Einmal jährlich eine Intensivreinigung durchführen – hierbei sollte die Verfüllung maschinell gelockert werden, damit der Wasserabfluss langfristig funktionieren kann und die Verfüllung nicht verklebt. Die Lockerung nur bei trockenen Wetterverhältnissen durchführen. Außerdem sollte die Verfüllung zusätzlich durch ein Sieb gefiltert werden, welches Schmutz und andere Ablagerungen aus der Verfüllung löst.

6) Eine Bewässerung eines Kunststoffrasensportplatzes ist nicht nötig – es sei denn, es handelt sich um einen Hockeyplatz. Hier hängt die Bewässerung allerdings mit den Spieleigenschaften zusammen. Hier ist bei der Pflege zusätzlich wichtig, dass man darauf achtet, dass sich kein Nährboden für Algen bildet.

7) Professionelle Beratung und Hilfe holen – wenn man selber nicht über genügend Erfahrungen oder die Geräte zur Kunststoffrasenpflege verfügt. Es gibt eine Reihe spezieller Pflegemaschinen für den Kunststoffrasensportplatz, mit denen sich die Pflege hervorragend durchführen lässt. Außerdem bieten verschiedene Unternehmen Serviceleistungen zur Kunstrasenpflege an. Dabei kommen Fachleute mit Pflegegeräten regelmäßig zum Sportplatz und führen dort eine professionelle Reinigung durch. So können auch kleine Kommunen und Vereine die Pflege ihres Platzes gewährleisten.

8) Die richtige Pflege für den speziellen Kunstrasen – erfährt man immer beim Hersteller. Nach DIN 18035/7 ist er sogar verpflichtet diese Information nach Installation des Kunstrasens spätestens bei der Übergabe zu vermitteln. Bei der Vielzahl an verschiedenen Kunstrasensystemen gibt es hier und dort schon die ein oder anderen Unterschiede, die oft nur der Hersteller richtig vermitteln kann. Falls die Informationen nicht überliefert wurden oder verloren gegangen sind, sollte man auf jeden Fall nachfragen.

Die richtige Pflege eines Kunststoffrasenplatzes ist keine Wissenschaft für sich und die meisten Schritte sind vor Ort auch mit einfachen Mitteln durchführbar. Wichtig ist allerdings, dass eine regelmäßige Pflege gewährleistet ist. Die hohe Investition in die Installation eines Kunstrasens sollte sich auch nachhaltig lohnen.  Denn ein gut gepflegter Kunstrasen hält nicht nur länger, er sieht auch schöner aus und bietet vor allem jede Menge Spielspaß.

Foto: Wiedenmann GmbH

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