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Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

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14.12.2015 - Ausgabe: 6/2015

Verdichtet bebaut – und bespielbar

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In Österreich ist der Wohnbau über Gesetze der einzelnen Bundesländer geregelt. Einheitlich findet sich hier die Vorgabe, dass in Wohnhausanlagen Spielflächen ausgewiesen werden müssen, wobei es meist keine näheren Vorgaben zur Ausstattung gibt. Theoretisch ist also sogar eine Freifläche ohne jede Infrastruktur ausreichend. In der Praxis gibt es zwar doch meist Spielgeräte, allerdings oft in Form eines „Alibispielplatzes“ mit der klassischen Ausstattung Schaukel – Rutsche – Sandkiste – Federwippe. Diese Plätze sind naturgemäß wenig attraktiv und werden daher wenig genutzt.

Dass es auch anders geht, beweisen speziell im Bundesland Tirol zahlreiche umgesetzte Projekte, an denen der Spielgeräte-Hersteller Obra Design aus Neukirchen an der Vöckla, Oberösterreich, mitwirken durfte. Tirol ist als Gebirgsland dadurch gekennzeichnet, dass wenig freie Flächen für Wohnbebauung zur Verfügung stehen. Daraus ergibt sich, dass es mehr als anderswo in Österreich notwendig ist, möglichst verdichtet zu bauen, und deshalb speziell im Großraum Innsbruck zahlreiche neue Wohnhausanlagen entstehen.

Parallel dazu gibt es einen starken Trend zu moderner Architektur. Um den Kontext zu wahren, werden daher oft auch bei Spielbereichen hochwertige Lösungen in Bezug auf Geräte und Umfeld-Gestaltung, beispielsweise hochwertige EPDM-Bodenbeläge, umgesetzt.

Charakteristisch für den Tiroler Wohnungsbau ist der Umstand, dass zahlreiche Wohnbauten durch private Bauträger errichtet werden. Gerade diese wählen oft sehr innovative Ansätze, wofür nachfolgend ein paar Beispiele genannt werden.

Die Profil Wohnbau GmbH, Innsbruck, errichtet laufend Wohnhausanlagen im Raum Innsbruck. Ein Beispiel ist die Wohnhausanlage Mitterweg/Tiergarten mit 72 Wohneinheiten, die 2012 fertig gestellt wurde. Hier lieferte Obra Design die Spielgeräte, wobei neben einer zentralen Turmanlage mit Schaukeln auch Geräte aus der Produktgruppe „Wegbegleitendes Spiel“ ausgewählt wurden, die die Kinder auf ihren Wegen durch die Anlage spielerisch für laufende körperliche Aktivitäten nutzen können.

Die Neue Heimat Tirol gemeinnützige WohnungsGmbH, Innsbruck, zeichnet für die Errichtung der Wohnhausanlage General Eccherstraße in Innsbruck im Jahr 2011 verantwortlich. Hier waren spezielle Spielgeräte-Entwürfe gefragt, worin eine Kernkompetenz von Obra Design als Bauer von Sonder-Spielgeräten zum Tragen kam. Konkret wurden ein Sandtransportspiel und ein Balanciergerät umgesetzt.

Die ZIMA SPEKTRA Wohnraumsentwicklungs GmbH setzte 2012 mit dem Projekt Wohnen am Gießen eine Anlage in Innsbruck um, die vor allem durch großzügige EPDM-Bewegungsflächen gekennzeichnet ist. Spielgeräte wurden eher sparsam eingesetzt und so ausgewählt, dass sie sich optisch im Hintergrund halten.

2013 errichtete die Eugenpark Immobilienerrichtungsgesellschaft einen Spielplatz mit einem ungewöhnlichen Standort am Dach eines Supermarktes in Innsbruck. Hier waren vor allem montagetechnisch einige Problemstellungen zu lösen, wie den Antransport des Materials mit Kran auf das Dach und die Verwendungen von Spezialverankerungen für die Einbausituation auf der vorhandenen Betondecke. Von den Geräten her wurden einerseits einige modern designte Geräte von Kompan und andererseits Holzgeräte von Obra Design ausgewählt.

 

Fotos: Obra Design

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(Erster Beitrag erschienen in der Playground and Landscape Ausgabe 4 / 2019).