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Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

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14.12.2015 - Ausgabe: 6/2015

Kinder in den Mittelpunkt - Der familienfreundliche Kiez

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Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für die wirtschaftliche Entwicklung einer Region ein ganz entscheidender Faktor. Ziel ist es, junge Familien zu halten, dauerhaft anzusiedeln und neue dazuzugewinnen. Regionen, denen es nicht gelingt ein familienfreundliches Klima zu schaffen, haben auf lange Sicht auch wirtschaftlich das Nachsehen.

Doch was ist erforderlich, damit es sich mit Kindern gut leben lässt?

Neben einer kinder- und familiengerechten Infrastruktur, besseren Möglichkeiten der Kinderbetreuung und dem Ausbau von Ganztagsschulen ist die Schaffung und Gestaltung attraktiver Spielplätze im familienfreundlichen Kiez ein ganz ausschlaggebender Punkt. Gerade in Städten und Vorstädten, wo es für Kinder nicht so viele Möglichkeiten gibt, sich unbeschwert auszutoben, braucht es genügend Spielplätze, die ihnen die verschiedensten Möglichkeiten zum Spielen und Ausprobieren bieten und die vor allen Dingen auch sicher sind.

 

So fordert beispielsweise die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt für jeden Neubau mit mehr als sechs Wohnungen gemäß § 8 Absatz 2 der Bauordnung für Berlin die Anlage und Unterhaltung eines Spielplatzes. Je Wohneinheit sollen mindestens 4 m² nutzbare Spielfläche vorhanden sein. Die Größe des Platzes muss mindestens 50 m² betragen und für die Spiele von Kleinkindern geeignet sein.

 

Das 10-köpfige Creative Center der Berliner Seilfabrik bestehend aus Architekten, Landschaftsplanern, Ingenieuren und Konstrukteuren entwickelt täglich gemeinsam mit seinen Kunden aus dem Wohnungsbau individuell auf die Bedürfnisse und das Budget abgestimmte Spiel- und Freizeitmöglichkeiten und stellt innerhalb kürzester Zeit Planungsunterlagen zur Verfügung. Dabei geht es oft um Spielplätze für Neubaugebiete, Aufwertung von Bestandsspielplätzen, Freiräume für Jugendliche, und immer häufiger um Spielräume für Kleinkinder. Inklusion ist Bestandteil jeder neuen Überlegung für den Spielplatz. Darüber hinaus werden Themen, wie Benutzerstruktur, Spielintensität aber auch Lautstärke, heiß diskutiert. Im Hinblick auf den Betrieb und die Unterhaltung legen die Kunden besonderen Wert auf die Auswahl qualitativ hochwertiger, modularer, dem Sicherheitsstandard entsprechender Spielgeräte. Design und Spielfunktionalität werden immer häufiger kombiniert.

 

Auf Wartungsintensität und Wartungskosten wird im Wohnungsbau besonderes Augenmerk gelegt. Hier wurden zwischenzeitlich die Erfahrungen gemacht, dass der Zuschlag für den günstigsten Anbieter im späteren Betrieb eines Spielgerätes ein Eigentor werden kann. Im Gespräch mit verschiedenen Wohnungsbaugesellschaften und -vereinen berichteten einige dieser über einen völligen Umbruch und Neuansatz bei der Planung von Spielflächen. Bei einem Wohnungsbauverein in München wurden beispielsweise bis vor zwei Jahren ausschließlich qualitativ minderwertigere Geräte verbaut. Es stellte sich schnell heraus, dass diese Geräte weder vom Spielwert noch von der Haltbarkeit her den Ansprüchen der Nutzer und Betreiber standhielten. Nach einem Jahr wurde ein Mitarbeiter zum Qualifizierten Spielplatzprüfer nach DIN SPEC 79161 ausgebildet, der feststellten musste, wie Mangel behaftet die Spielplätze in seinem Revier sind. Aktuell wurde damit begonnen, erste Spielplätze zu modernisieren, umzubauen und somit die Wohnqualität innerhalb des Komplexes für die Bewohner und Kinder aufzuwerten.

Führende Wohnungsbaugesellschaften haben erkannt, dass es sich lohnt, in qualitativ hochwertige Spielplätze zu investieren. Zum einen minimieren sich auf lange Sicht die Kosten, da die Lebensdauer eines hochwertigen Spielgerätes die eines minderwertigen Spielgerätes um ein mehrfaches übersteigt und zum anderen definiert sich die Attraktivität eines familienfreundlichen Kiezes über das Spiel- und Freizeitangebot.

Eltern wollen sich ohne Sorgen zurücklehnen, während die Kids schaukeln, rennen, klettern und sich austoben.

Vermieter wollen eine zufriedene langfristige Mieterstruktur.

Und Kinder wollen Spaß!

 

Foto: Berliner Seilfabrik GmbH & Co

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