Logo

Playground@Landscape

Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

Slide 0
Slide 1
Slide 2
Slide 6
Slide 7

Stadtsportbund und Stadtverwaltung unterstützen Fitnessparcours

Schwitzen an der ‚SpreeMeile‘ in Cottbus

Photo

In Abstimmung mit der Stadt Cottbus war die Planung der Organisatoren, die aus Privatpersonen und verschiedenen Firmen aus Cottbus besteht, im Frühjahr 2015 an einer stark frequentierten Laufstrecke entlang der Spree im ersten Abschnitt an sechs Standorten jeweils eine Gerätestation zu errichten. Das Gelände, ein parkartiges Areal, durch das sich der Fluss Spree direkt hindurch zieht, eignete sich hervorragend für die geplante Umsetzung. Ziel war es, möglichst alle Alters- und Fitness Levels zu erreichen, also sowohl Freizeitsportler als auch Senioren. In Abstimmung mit dem Grünflächenamt sollten die Stationen in Abständen von 100 – 200 Metern direkt an einer geschotterten Lauf- und Gehstrecke aufgebaut werden. Ein weiteres Ziel war es, dass pro Station mindestens zwei oder, wenn möglich, sogar drei Personen zeitgleich Übungen machen können. Diese sechs Stationen sollten sich alle auf einer Seite des Flusses befinden. Zu einem späteren Zeitpunkt (Start frei für Runde zwei!) sollten noch einmal ca. 4-6 Gerätestationen auf der anderen Flussseite errichtet werden. Durch zwei Brücken verbunden, können dann alle Fitness-Stationen später als zusammenhängende Runde genutzt werden.

 

Realisierung

Die ‚Spreemeile‘ in Cottbus wurde im September 2015 eröffnet. Oberbürgermeister Holger Kelch begrüßte die private Initiative, Outdoor-Fitness-Geräte für Sport und Freizeit aufzubauen: „Bewegung, noch dazu an frischer Luft, hält Körper und Seele in Schwung - und verführt manchmal zu einigermaßen verrückten Ideen. So wird erzählt, dass auch die Idee für die SpreeMeile, die wir heute einweihen können, nach einer Radtour an unserer schönen Spree entstand. Gerd Mielke, der sonst eher Häuser baut, suchte sich Mitstreiter für sein Vorhaben, einen Outdoor-Fitness-Parcours mit außergewöhnlichen Sportgeräten an den Ufern der Spree zu errichten“, so Holger Kelch begeistert.

Die ersten Sportler, die ihre Kraft und Geschicklichkeit testeten, waren Mitglieder des Cottbuser Vereins Calisthenic mit ihrem Vorsitzenden Gordon Bieling. Sie zeigten sich begeistert von dieser vielfältigen Gerätekombination, die von der Gebäudewirtschaft Cottbus finanziert wurde. "Gesundheit und Wohlbefinden durch Calisthenics" lautet deshalb in Anlehnung an die Abkürzung GWC für die Unternehmensbezeichnung Gebäudewirtschaft Cottbus auch der Slogan an dieser Station der Spreemeile. Denn nicht nur gutes Wohnen für die Cottbuser liegt dem größten Vermieter des Landes Brandenburg am Herzen. Das Unternehmen engagiert sich in vielen sozialen, kulturellen und sportlichen Bereichen des städtischen Lebens.

Auf Schildern an jeder Station werden mögliche Übungen in drei Schwierigkeitsstufen erklärt. Insgesamt fünf Inseln mit sieben Sportgeräten wurden im ersten Bauabschnitt installiert, an denen sowohl intensives Krafttraining als auch leichte Koordinations- und Beweglichkeits- bzw. Mobilisierungsübungen durchgeführt werden können.

„Die Geräte sind für alle Altersgruppen geeignet, die Übungen können variabel gestaltet werden", stellte Dr. Jens Paulig fest. Der Cottbuser Orthopäde gehörte gemeinsam mit Reha-Vita Chef Christian Seifert und Quattrohaus Geschäftsführer Gerd Mielke zu den Initiatoren des Projektes. Für die ersten fünf Fitnessinseln mit sieben Geräten wurden ca. 35.000 Euro investiert. Das Geld spendeten vor allem Firmen, aber auch Privatpersonen. Die Stadt stellte die Grundstücke zur Verfügung und half gemeinsam mit dem Stadtsportbund bei der Umsetzung.

Die weiteren Abschnitte der SpreeMeile sollen in 2016 komplettiert werden. Dort werde es dann auch spezielle Geräte für Menschen mit besonderen Fähigkeiten geben. Anregungen und Vorschläge waren über die Internetseite www.spreemeile.de möglich. Unter dem Motto "Start frei für Runde zwei!" setzen die Organisatoren ihre Bemühungen fort, die nächsten vier Fitness-Inseln mit je zwei Geräten zu realisieren. Wie schon in der Vergangenheit wird weiter auf die Unterstützung durch Firmen, Institutionen und Privatpersonen gebaut, damit der entstandene Fitness-Parcours endlich komplettiert werden kann.

 

Text +Foto: Play-Parc Allwetter-Freizeitanlagenbau GmbH

 

 

 

 

Mehr zum Thema Fitness & Trendsport

image

Fitness & Trendsport

Fitness an der frischen Luft- wie ein Bewegungsparcours ein Erfolg wird

Die Bedeutung von Bewegung für die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden hat in unserer Gesellschaft in den letzten Jahren erfreulicherweise zugenommen. Im Zuge dieses Bewusstseinswandels sind...

image

Fitness & Trendsport

Modernisiertes Fitnessareal im Salinengarten

In Bad Rappenau sind nach der Landesgartenschau im Jahr 2008 die drei großen Parkanlagen - der Salinengarten, der Kurpark und der Schlosspark - ein attraktives Ausflugsziel für Jung und Alt und...

image

Fitness & Trendsport

Was ist ein Pumptrack? Und wie sieht eine dazugehörige Projektphilosophie aus?

Pumptracks sind speziell angefertigte Aktionsflächen im öffentlichen und nicht öffentlichen Raum, die der mobilen Fortbewegung auf Rollen und Rädern dienen. Die dem Pumptrack eigene Fahrtechnik, das Pumping, entwickelt sich...

image

Fitness & Trendsport

Die Region Bamberg rollt noch diesen Sommer auf Deutschlands modernster Pumptrack-Anlage

Der Ursprung und die Idee einer neuen Freizeitanlage stand für die kleine Gemeinde um Herrn Bürgermeister Wolfgang Möhrlein schon recht lange fest. Monate, sogar jahrelang wurden...

image

Fitness & Trendsport

Skatepark Saarbrücken – ein Areal für olympische Ansprüche?

Im Sommer 2020 feiert Skateboarding seine olympische Premiere bei den Sommerspielen in Tokyo. Dort werden jeweils 40 Männer und Frauen aus aller Welt antreten, um sich in den Disziplinen ‚Street‘ und ‚Park‘ um Gold...

image

Fitness & Trendsport

Klettern in der Stadt – Möglichkeiten in der Planung

Der Klettersport ist seit vielen Jahren sehr beliebt und durch die Errichtung von Kletterhallen und –wäldern mittlerweile auch für viele Stadtbewohner außerhalb der Berge durchführbar.