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Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

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19.06.2017 - Ausgabe: 3/2017

Pitoufeu Village – die Welt der Vulkane spielerisch entdecken

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Der Freizeitpark „Vulcania“ liegt in der Nähe von Sant-Ours in der französischen Auvergne inmitten einer 30 km langen Kette von über 100 erloschenen Vulkanen verschiedenster Arten. Eine interessante Landschaft haben diese erloschenen Vulkane gebildet.

Mit seinen ca. 350 000 Besuchern pro Jahr zählt „Vulcania“ zu den Top 10 der französischen Freizeitparks. Den 57 ha großen Park kann man zu Fuß oder mit dem VolcanBul, einem gläsernen Elektrofahrzeug, erkunden. Die Tour versetzt die Besucher etwa 30.000 Jahre zurück, als Dinosaurier das Land bevölkerten, Geysire sprudelten und sich ein ca. 38 m tiefer Riesenkrater nach einem Vulkanausbruch bildete. Mit einem Ballon kann man auch den Park und die Landschaft der Chaîne des Puys von oben betrachten.

Vulcania ist der weltgrößte Themenpark für Vulkane und Erdwissenschaften. In einem ca. 200 m² großen Museum werden in der Ausstellung „Bouleversements“ die fatalen Folgen von Vulkanausbrüchen auf eindrucksvolle Art und Weise gezeigt. Ebenso sehenswert ist die HD-Projektion „planète dévoilée“, welche die Geheimnisse unseres Planeten enthüllt. Auf einer virtuellen Reise können die Zuschauer auf einem 415 m² großen Bildschirm die beeindruckenden Landschaften entdecken, die durch Vulkane geformt wurde. Im 3D Kino „Dragon Reise“ kommen die Besucher auf ihre Kosten, die etwas mehr Action erleben möchten. Mit 100 Bewegungen pro Sekunde werden Drachen lebendig und gehen mit den Zuschauern auf eine spannende Fantasiereise. Ähnlich spektakulär ist es in der Tiefseetauchkapsel „Abyss Explorer“. Mit den Augen eines Forschers taucht der Besucher in die gigantische Welt der Unterwasservulkane ein. Bei diesem gefährlichen Tauchgang bis zu einer Tiefe von 2500 m bleiben Turbulenzen nicht aus und die Dunkelheit des Ozeans hält einige Überraschungen bereit.

Auch für die kleinen Besucher gibt es im Park Stationen zur Wissensvermittlung. Insbesondere das „La cité des enfants“ ist bei Kindern zwischen drei und sieben Jahren sehr beliebt. Hier können sie ihre Sinne erforschen und mit Wasser und Licht experimentieren und im Spiel physikalische Gesetzmäßigkeiten verstehen.

Immer präsent in Vulcania ist Pitoufeu, ein kleiner Vulkan - das Maskottchen des Parks. In diesem Jahr steht es besonders im Mittelpunkt. Eigens für ihn und für die jüngsten Gäste wurde ein neuer Spielbereich, das „Pitoufeu Village“, geschaffen. Es soll den Kindern die Welt der Vulkane nochmal auf eine andere emotionalere Weise näher bringen. Das Parkmaskottchen wohnt natürlich in einem Vulkan. Im Rollenspiel besuchen die Kinder Pitoufeu und erkunden sein Haus. Der konzeptionelle Entwurf für den neuen Spielbereich wurde über einen externen Designer vom Park erstellt. Mit der Umsetzung des Projektes wurde SIK-Holz in Zusammenarbeit mit Kompan France beauftragt.

Das Kernstück des neuen Spielbereiches bildet ein riesengroßer Vulkan. In seinen Dimensionen, Durchmesser ca. 7,5 Meter; Höhe ca. 7,5 Meter, ist er mit einem Einfamilienhaus vergleichbar. Über drei Etagen bewohnt Pitoufeu diesen Vulkan. In der untersten Ebene befinden sich die Küche und der Salon. In der Mitte des Raumes lodert die heiße Magma und spendet wohlige Wärme. Die mittlere Etage beherbergt sein Schlafzimmer und obere Etage ist sozusagen der Dachboden, wo die Dinge stehen, die er nicht täglich braucht. Pitoufeu selbst ist in allen drei Etagen immer als Silhouette, als ein Negativschatten zu sehen. So, als ob er gerade noch da war oder man ihn gerade verpasst hat. Alle drei Etagen sind mit liebevoll gestalteten Möbeln und Gegenständen eingerichtet. Teilweise sind interaktive Spiele, wie Memory, Schiebespiel oder Maltafel integriert. Die Etagen sind mit einer breiten Wendeltreppe verbunden. Den Kindern bietet sie vor allem die Möglichkeit zwischen den Etagen schnell zu wechseln und Erwachsene können den Vulkan auf diese Weise wie ein Eigenheim besichtigen.

Eingebettet ist der Vulkan in eine Brückenkonstruktion mit leichten und schweren Auf- und Abstiegen. Der teilweise feste Brückenbelag ermöglicht auch Rollstuhlfahrern bis in die 2. Ebene zu gelangen. Von der 3. Ebene führt eine Tunnelrutsche hinab. Das Ende der Rutsche gibt sogleich die Laufrichtung zum Anfang der Brücke vor. Dadurch ergeben sich sehr lange und interessante Spielkreisläufe. 

 

 

Foto: SIK-Holzgestaltungs GmbH

 

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(Erster Beitrag erschienen in der Playground and Landscape Ausgabe 4 / 2019).