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Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

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22.11.2010 - Ausgabe: 5/2010

Im Mittelstand lebt der Faktor Mensch

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Minister Prof. Dr. Wolfgang Reinhart (Baden-Württemberg): „Im Mittelstand lebt der Faktor Mensch, schlägt das Herz der Sozialen Marktwirtschaft. Mittelständler handeln engagiert und kompetent, abseits des Rampenlichts.“

Am 18. September 2010 wurden im Würzburger Hotel Maritim im Rahmen einer festlichen Gala in Anwesenheit von mehr als 600 Gästen die erfolgreichsten Unternehmen im 16. bundesweiten Wettbewerb um den „Großen Preis des Mittelstandes 2010“ aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Thüringen geehrt. Sie zeichnen sich besonders aus durch eine hervorragende Gesamtentwicklung des Unternehmens; die Schaffung sowie Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen; vorbildliche Leistungen in den Wettbewerbskriterien „Innovation/Modernisierung“, „Engagement in der Region“ und „Service/Kundennähe/Marketing“.

Der baden-württembergische Minister Prof. Dr. Wolfgang Reinhart erklärte am Vorabend der Auszeichnungsgala unter anderem: „Der 'Große Preis des Mittelstandes' der Oskar-Patzelt-Stiftung ist eine Erfolgsgeschichte, über die ich mich ganz besonders freue. Von einer privaten Initiative ausgehend hat sich dieser Wirtschaftspreis schrittweise, rein ehrenamtlich organisiert und ohne jegliche staatliche Finanzierung, zu einem der wichtigsten deutschen Wirtschaftspreise entwickelt. Der Mittelstand ist der eigentliche Innovationsmotor unserer Wirtschaft. Mit ihrem wirtschafts-fördernden Preis sorgt die Stiftung dafür, dass dieser Motor immer wieder neue Kraft erhält.“ Die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Stamm, wandte sich mit folgenden Worten an die Teilnehmer des Wettbewerbs: „Sie alle haben bewiesen, dass Sie der großen betrieblichen und gesellschaftlichen Verantwortung in besonderer Weise gerecht werden. Hohe Leistungsbereitschaft, starke Identifikation mit dem Unternehmen, Verwurzelung in der Region, soziales und ehrenamtliches Engagement, nachhaltiges, ressourcenbewusstes Wirtschaften und vor allem ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein für das Wohl des Betriebes und das seiner Beschäftigten – all das sind Eigenschaften, die traditionell dem Mittelstand zugeschrieben werden und die Sie auf bemerkenswerte Weise zum Erfolg Ihrer Unternehmen eingesetzt haben.“

Spielplatzgeräte-Sieger

Spielgeräte und Stadtmobiliar, qualitativ hochwertig, zertifiziert, 100-prozentig in Deutschland produziert und auch noch für günstige Preise? Das war die Geschäftsidee von Holger Aukam. Mit 20 Jahren Branchenerfahrung gründete er 2005 dafür die espas. Und er hat es geschafft. Inzwischen 15 EU-Gemeinschaftsgeschmacksmuster sichern die Eigenentwicklungen gegen Nachahmer. Natürlich sind alle Gerätschaften TÜV-geprüft und zertifiziert.
Das Motto des Unternehmens ist: „Weg von den langweiligen Spielgeräten! Interessant und chic sollen sie sein.“ Funktionalität steht im Mittelpunkt, Spielspaß und Sicherheit gleichermaßen. Das Aussehen ist sehr wichtig, und das Produkt soll sich gut ins Stadt- und Landschaftsbild einfügen. Äußerste Stabilität, Langlebigkeit, Robustheit und formschönes Design zeichnen neben der an erster Stelle stehenden Sicherheit diese Linie aus. Die Neuentwicklung im Hause sind die Spielgeräte der Produktlinie espas-line. Also Schaukeln, Hängematten, Karussells, Drehscheiben, Wippen, der Wackelsteg, Balancierbalken, Federtiere, Kletterspiele, Bänke und Tische. Die espas-line hat guten Zuspruch gefunden und etabliert sich am Markt. Von einem auf 22 Arbeitsplätze, von Null auf 5,5 Mio. Euro Umsatz lautet die Bilanz. Und das bei einer für Gründer außergewöhnlichen Eigenkapitalquote von 40 Prozent.
Die espas GmbH wurde 2010 von der Deutschen Post AG - Direkt Marketing Center Kassel zum Wettbewerb nominiert und im selben Jahr als Preisträger ausgezeichnet.

In den Pfarrbüchern der Stadt Röttingen ist eine „Zimmerei Eichinger“ erstmals 1438 urkundlich erwähnt. Mit über 500 Jahren Erfahrung an Flexibilität und Wandlungsfähigkeit wurden auch die Krisen der letzten Jahrzehnte überwunden. Mit seinen Sicherheitsfachleuten, Statikern, Designern, Konstrukteuren und Holztechnikern wurde aus dem einstigen Nischenanbieter ein Generalist, der zu den Marktführern in seinem Segment zählt. Die Markenbekanntheit in der Zielgruppe liegt bei nahezu 100 Prozent. Seit 40 Jahren stattet das Unternehmen als Vollanbieter Einrichtungen des frühkindlichen und elementaren edukativen Bereiches aus. Das Motto lautet „Kinder fördern - Erwachsene begleiten“. Ursprüngliche Idee war ein neuartiges Turngerätesystem, mit dessen Hilfe Bewegungserziehung, Leibesübungen und Sport in deutschen Kindergärten Einzug hielten. Daraus wurde ein komplettes Sortiment zur Bewegungserziehung, gefolgt von Spiel- und Beschäftigungsmaterialien, Einrichtungen und Spielplatzgeräten. Das Unternehmen wandelte sich von der handwerklichen Fertigung zu industriellen Abläufen. Die 290 Mitarbeiter, darunter 26 Auszubildende, erwirtschaften 35 Mio. Euro Umsatz.
Im Einrichtungsbereich hat das Unternehmen in den letzten drei Jahren nahezu das gesamte Sortiment völlig neu gestaltet. Ziel ist es, insbesondere im Export neue Märkte und Segmente zu erobern und neue Händlernetze aufzubauen. Schon heute werden 50 Prozent der Produkte in über 40 Länder exportiert. National und international ist das Unternehmen durch Initiierung und Unterstützung kreativer Bildungsinitiativen bekannt.
Die eibe Produktion + Vertrieb GmbH & Co. KG wurde zum zweiten Mal seit 2009 vom Landkreis Würzburg und der IMBEMA Consult GmbH zum Wettbewerb nominiert. 2009 erfolgte die Auszeichnung als „Finalist“, 2010 als Preisträger.

Fotos: eventDiary
 

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(Erster Beitrag erschienen in der Playground and Landscape Ausgabe 4 / 2019).