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Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

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13.08.2021 - Ausgabe: 4/2021

Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit: Herausforderungen für den Bau und die Planung von Spielräumen

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© Gabi D / stock.adobe.com

Für zwei Drittel der Bevölkerung stellt der Umwelt- und Klimaschutz eine grundlegende Bedingung dar, um Zukunftsaufgaben zu bewältigen. Es gibt große Zustimmung für mehr Umwelt- und Klimaschutz. Wie geht die Branche der Spielplatzgeräte- und Freizeitanlagen-Hersteller diese Thematiken an?

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (⁠BMU⁠) veröffentlicht regelmäßig gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (⁠UBA⁠) die Ergebnisse seiner Repräsentativumfrage zum Umweltbewusstsein in Deutschland. 

Unter den Problemen, denen sich Deutschland in den nächsten Jahren gegenübersieht, sind Umwelt- und Klimaschutz für die Menschen eine prioritäre Herausforderung. Es lässt sich erkennen, dass die Bedeutung in den Augen der Bevölkerung zugenommen hat: Während 2016 rund die Hälfte aller Befragten angaben, dass Umwelt- und Klimaschutz eine sehr wichtige Herausforderung sei, sind es 2018 mit 64 Prozent sowie 2019 mit 68 Prozent deutlich mehr.

Die Umweltqualität in Deutschland wird im Vergleich zu früheren Studien schlechter eingeschätzt. So bewerten in 2019 insgesamt 76 Prozent der Befragten die Umweltqualität in ihrer eigenen Stadt oder Gemeinde als sehr gut oder recht gut, in Bezug auf ganz Deutschland sind es 60 Prozent. Sowohl die lokale als auch die bundesweite Bewertung ist in 2019 und 2018 im Vergleich zu 2016 um einige Prozentpunkte geringer ausgefallen. Besonders divergiert die Bewertung der Umweltqualität zwischen Inland und Ausland. So schätzen nur 7 Prozent die weltweite Umweltqualität als gut ein, während 93 Prozent sie als eher schlecht oder schlecht einstufen.

Den Befragten sind bezüglich der Energiewende folgende drei Aspekte in absteigender Reihenfolge am wichtigsten: Ein deutlicher und schneller Rückgang des Treibhausgasausstoßes in Deutschland, eine gerechte Verteilung der Kosten und positive Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.

Das Engagement zentraler Akteure für den Umwelt- und Klimaschutz wurde 2018 und 2019 deutlich schlechter bewertet als in den früheren Erhebungen. Nur 18 Prozent der Befragten meinten 2019, dass die Bundesregierung genug für den Umwelt- und Klimaschutz tue. Elf Prozent sind der Auffassung, die Industrie tue genug, und 27 Prozent der Befragten meinen, dass die Bürgerinnen und Bürger genug tuen, um die Umwelt zu schützen.
 

Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit: Wie geht die Branche der Spielplatzgeräte- und Freizeitanlagen-Hersteller diese Thematiken an?

 

Tilo Eichinger, eibe Produktion + Vertrieb GmbH & Co. KG:

„Als holzverarbeitendes Unternehmen ist das Thema Nachhaltigkeit und Natur ohnehin fest in uns verankert. Aber mehr noch wurden Umweltziele schon Ende der 1980er fest niedergeschrieben und mit verbindlichen Zielen belegt. Ressourcenschonung, Wasser, Strom, Öl, Material und auch die Frage, wie man Rohstoffe umweltverträglich beschaffen kann, wurden seither mit zunehmender Priorität belegt und werden von der Geschäftsleitung kontrolliert. 

Nachhaltigkeit fängt bei eibe bei der Produktentwicklung an. Der Hauptwerkstoff für eibe Spielwelten ist Holz, ein CO2-neutraler, ressourcenschonender Rohstoff. Jedes Spielgerät aus Holz wirkt wie eine CO2-Batterie, es speichert den Kohlenstoff, den der Baum der Atmosphäre entzogen hat, über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg. Unser Holz beziehen wir ausschließlich aus nachhaltiger Waldwirtschaft. Das 100% FSC®-Zertifikat steht für Chain of Custody – die durchgängige Nachhaltigkeit vom Wald bis zum Endprodukt. Bei der Produktion anfallendes Restholz wird in der firmeneigenen Heizungsanlage verwertet, damit werden 90% des betrieblichen Wärmebedarfs abgedeckt. Durch umfassende Investitionen in moderne Fertigungsverfahren konnte die Materialeffizienz gesteigert sowie Energie- und Wasserverbrauch, Emissionen und Abfälle deutlich reduziert werden.
Von Beginn an sind wir Mitglied im Umweltpakt Bayern. Die Zertifizierung nach ISO 14001 und die Validierung durch das europäische Umweltmanagementsystem EMAS bescheinigen eibe, in allen Bereichen des Unternehmens einen wirksamen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.
Unser nächstes Ziel in Sachen Ökobilanz: eibe will bis Ende 2022 klimaneutral sein. Wir würden uns allerdings sehr wünschen, dass bei Ausschreibungen das Thema Umweltschutz deutlich stärker ins Gewicht fällt. Das tut es nämlich in der Konsequenz nicht, wie man es könnte. Zwar mit zunehmender Tendenz, aber immer noch zu selten beziehen Kunden die Nachhaltigkeitskriterien leider nicht als ausschlaggebende Kriterien in die Kaufentscheidung ein.
 Alle Zahlen und Fakten finden Sie in der eibe Umwelterklärung 2021 unter www.eibe.de“

 

Karl Köhler, Berliner Seilfabrik GmbH & Co.:

„Das Bestreben, langlebige „Spielgeräte fürs Leben“ zu bauen, die für Generationen bestehen und im Zuge eines nachhaltigen Produktionsprozesses entstehen, ist zentraler Bestandteil der Vision unserer unternehmerischen Tätigkeit. Wir erreichen dies, indem wir ausschließlich hochwertige Materialien verwenden und diese bestmöglich verarbeiten. Gleichzeitig besteht ein Großteil der verwendeten Rohstoffe aus Recycling-Material. Unsere gesamte Produktion findet ohne PVC statt und unsere Pulverbeschichtungsanlage kommt ohne Lösungsmittel aus. All unsere Produkte erfüllen oder übertreffen die Vorschriften für Blei in Farben und Materialien sowie die Richtlinien für Weichmacher. Darüber hinaus verwenden wir an vielen Stellen Bambus statt Holz. Bambuspaneele sind strapazierfähiger und haltbarer als Holz und zudem hat Bambus eine um ein Vielfaches bessere Energiebilanz. 

Die Berliner Seilfabrik ist zertifiziert nach der Umweltmanagementnorm ISO 14001 und mit dem BSFH-Gütesiegel für geprüfte Kompetenz, Nachhaltigkeit und Qualität ausgezeichnet. Es ist unser erklärtes Ziel, die Vorgaben dieser Auszeichnungen auch zukünftig zu übertreffen, indem wir langlebige Spielgeräte auf umwelt- und ressourcenschonende Weise produzieren.“

 

Marco Bräuß, Hahn Kunststoffe GmbH:

„Es gibt viele Faktoren, durch die ein Produkt zu einem nachhaltigen Produkt wird. Das Umweltzeichen Blauer Engel - Siegel des Umweltministeriums - orientiert sich daran, ob bei der Herstellung Ressourcen eingespart werden, Produkte aus nachhaltig produzierten Rohstoffen hergestellt sind, sich gut recyceln lassen oder besonders langlebig sind. Alle diese Punkte erfüllt unser Material hanit®, daher sind wir auch dieses Jahr wieder mit diesem Umweltzeichen der Bundesregierung ausgezeichnet worden. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind uns bei Hahn Kunststoffe besonders wichtig. Deshalb versuchen wir uns kontinuierlich zu verbessern und Faktoren der Nachhaltigkeit bestmöglich mit Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen:
Zur Herstellung unseres Recyclingmaterials werden keine Primärrohstoffe wie Erdöl verarbeitet, sondern ausschließlich Altplastik aus Haushalts- und Produktionsabfällen. hanit® Recycling-Kunststoff besteht somit zu 100 % aus recyceltem Kunststoff - Material aus dem „Gelben Sack“.
Wir setzen bereits bei der Reinigung des Materials seit über 25 Jahren auf einen besonderen Prozess und sparen so Ressourcen. Denn unser hanit® wird bei der Herstellung nicht mit Wasser, sondern trocken mechanisch gereinigt. Durch diesen speziellen Reinigungsprozess sparen wir nicht nur erhebliche Mengen Wasser ein, sondern auch eine hohe Menge Energie, da wir das Material nicht trocknen müssen.
Auch bei der Produktion der Endprodukte wie Bänke, Tische, Sandkästen versuchen wir möglichst ressourcenschonend zu arbeiten. So werden beispielsweise Produktionsreste und Verschnitt gesammelt und dem Herstellungskreislauf wieder zugeführt. Zudem verbessern wir unsere Produktionsverfahren kontinuierlich, indem wir unsere nach DIN EN ISO 50001 und ISO 14001 zertifizierten Energie- und Umweltmanagementsysteme stetig ausbauen und so beispielweise den Energieeinsatz pro Tonne hanit® Schritt für Schritt weiter reduzieren.
Ein weiterer wichtiger Punkt in Sachen Nachhaltigkeit ist für uns die Qualität und die lange Lebensdauer unserer Produkte. Aus besonders kurzlebigem Ausgangsmaterial wie Einweg-Plastik-Produkten oder Kunststoffverpackungen, schaffen wir neue Produkte, die über Jahrzehnte genutzt werden können. Denn durch seine speziellen Materialeigenschaften ist hanit® besonders resistent, verrottungs- und bruchfest und somit sehr wartungsarm und besonders langlebig.
 Für uns bei Hahn Kunststoffe ist Nachhaltigkeit keine Marketingkampagne, sondern gelebtes Wirtschaftsprinzip.“

 

Marc Oelker, SIK-Holzgestaltungs GmbH:

„Die Zerstörung unserer Umwelt nimmt zu, das Klima verändert sich und Arten verschwinden. Was können wir leisten, um diesem Trend entgegenzuwirken? Die SIK-Holzgestaltungs GmbH stellt sich diesen Fragen schon seit vielen Jahren. Unsere Philosophie gründet sich auf dem Nachhaltigkeitsgedanken und unsere Produkte aus Robinienholz stehen für eine ökologisch orientierte Zukunft. Wir sind mit dem Umweltsiegel und der CO2 Neutralität zertifiziert und folgen den Regeln des FSC© und PEFC©. Wir fördern junge Menschen und vermitteln ihnen globale Verantwortung. Diese Verantwortung sehen wir auch im Umgang mit unseren schon gebauten Spielanlagen. Upcycling ist für uns nicht nur ein Wort, sondern wird, wann immer möglich, durchgeführt. Erst kürzlich konnten wir der über 20 Jahre alten Spielanlage auf dem Georg Freudendorfer Platz in München zu neuem Glanz verhelfen. Auch in Projekten, wie der gerade entstehenden Spiellandschaft für die LAGA2022 in Beelitz wurden Teile alter Spielanlagen integriert und so der sinnlosen Entsorgung entrissen. So wollen wir dazu beitragen, unsere Welt auch für die nachkommenden Generationen lebenswert und voller Hoffnung zu gestalten.“

 

Ulrich Scheffler, Kaiser & Kühne Freizeitgeräte GmbH:

„Lebensdauer, Haltbarkeit und permanente Funktionsfähigkeit unserer Spielgeräte sind auf mindestens 30 Jahre ausgelegt. Dies erspart den mehrmaligen Nachkauf von Geräten, und ist hinsichtlich Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit sehr wirksam. Unsere Werkstoffe Edelstahl und laminierte Robinie sind zudem recyclingfähig. Die Reduzierung der Umwelteinflüsse sowie die kostenorientierte Nachhaltigkeit sind im Sinne der „Total Cost of Ownership“ für viele unserer Kunden entscheidungsrelevante Kriterien für den Bezug funktionsorientierter Spielgeräte.

Unsere Zertifizierung nach ISO 9001, ISO 14001, FSC und dem skandinavischen Eco-label haben unser Unternehmen positiv auf Klimawirksamkeit und Nachhaltigkeit ausgerichtet. Das Zertifikat der Gemeinwohlökonomie GWÖ bestätigt unsere nachhaltig positive Wirkung auf das Gemeinwohl der Gesellschaft, auch und insbesondere im Zusammenwirken mit unseren kommunalen Partnern. Selbst unser Paketversand ist gemäß GLSKlimaProtect-Zertifikat klimaneutral. 

Unsere Umstellung auf regenerative Energiequellen, das Angebot von E-Bikes für Mitarbeiter und andere begleitende Maßnahmen runden unsere Ausrichtung auf eine gemeinsame und nachhaltige Zukunft ab. Wir streben täglich nach weiterer Verbesserung.“

 

Johannes Maier, Eurotramp GmbH:

„Die Eurotramp GmbH verfolgt seit Jahren eine intensive Nachhaltigkeitsstrategie. Wir sind seit vielen Jahren umweltzertifiziert nach DIN ISO 14001 und wurden vom Land Baden-Württemberg für ressourceneffiziente Produktion ausgezeichnet. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie umfasst die Ressourceneffizienz beim Einkauf, Beschaffungslogistik, Produktionsweise, Distributionslogistik sowie bei der Wiederverwertung der Güter nach der Gebrauchsphase. 

Langlebigkeit aller Produkte, eine langfristig angelegte und verlässliche Ersatzteilversorgung sowie der umfassende Einsatz regenerativer Energien bei der Herstellung sind bestimmende Merkmale unseres unternehmerischen umweltbezogenen Handels. Wir erzeugen inzwischen mehr als 90 % der benötigten elektrischen Energie in Eigenleistung. Der Verbrauch von elektrischer Energie wird durch den konsequenten Einsatz energiesparender Beleuchtungs- und Produktivsysteme vermindert. 

Große Teile der Produkte, insbesondere die Metallbestandteile, können uneingeschränkt nach Ende der technischen Lebensdauer in die Wiederverwendungskreisläufe eingebracht werden. Wir nutzen als Unternehmen konsequent auch digitale Möglichkeiten, um Ressourcenschonung auch bei Werbung, Produktion sowie Kommunikation zu erreichen. 

Unser Anspruch für die nächsten Jahre ist es, diese eingeschlagenen Wege einer umweltorientierten Produktionsweise konsequent fortzuführen und weiterzuentwickeln.“

 

Mario Hampel, ESF Emsland Spiel- und Freizeitgeräte GmbH & Co KG:

„Die nachhaltige Verwendung von Ressourcen bei der Fertigung unserer Spielgeräte sowie die Umsetzung einer umweltbewussten Einstellung in unserem täglichen Betriebsleben gehören bereits seit Jahren zu unserem Unternehmensleitbild. So stammt das Holz für unsere Spielgeräte aus nachhaltiger Forstwirtschaft und unseren Stahl beziehen wir nur mit Zertifikaten, damit wir sicher sein können, die knappen Ressourcen nachhaltig zu nutzen. Unsere Hauptmaterialien sind Holz, Stahl, Stein und Beton und sind recyclebar.

Bei unseren Spielgeräten mit Licht oder Klang, die dafür Strom benötigen, setzen wir immer auf die Variante, dass die Energie durch den Spielenden selbst erzeugt/erspielt werden kann, unterstützt durch eine Dynamo-Technik.

Für unsere Bürogebäude und Fertigungshallen verwenden wir grünen Strom, alle Leuchtmittel wurden durch LED ausgetauscht und unsere Fahrzeugflotte besteht schon heute zu einem Großteil aus Elektrofahrzeugen.

Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch, gesunde Mitarbeiter zu haben. Dies unterstützen wir beispielsweise mit den Jobrädern, die ein Großteil unserer Mitarbeiter nutzt und damit den Weg zur Arbeit radelnd zurücklegt.

Stück für Stück arbeiten wir daran, unseren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Für die Zukunft planen wir ein neues Solarkonzept, um unseren Energiebedarf im Unternehmen abzudecken. Auf unser großes Ziel, das papierlose Büro, arbeiten wir sukzessive hin, um dieses in den nächsten drei Jahren vollständig umsetzen zu können. Die Fortschreitung der Digitalisierung spart uns bereits jetzt schon Arbeitszeiten und Ressourcenverbrauch ein.“

 

Steffen Strasser, Playparc Allwetter-Freizeit-Anlagenbau GmbH:

„Das Thema Nachhaltigkeit ist für eine Unternehmung, die sich mit der Konzeptionierung und Produktion von Kinderspielplatz- und Outdoorfitnessgeräten beschäftigt, ein sehr wichtiges Element. Schließlich gestalten wir die Zukunft für unsere Kinder und schaffen Bewegungsangebote für sehr viele Menschen. Wir bei Playparc, betrachten bei Nachhaltigkeit unterschiedliche Aspekte. Im Bereich der Rohstoffnutzung verwenden wir z.B. bei unseren Holzprodukten lokales Holz aus einem Umkreis von maximal 300 km oder FSC-zertifiziertes Holz. In Bezug auf unseren Ressourcenverbrauch während der Produktion produzieren wir seit Beginn diesen Jahres Solarstrom. Eine neue Photovoltaikanlage auf unserem Gelände produziert den gesamten Strom, den wir mit unseren Maschinen, Gabelstaplern, Computern etc. verbrauchen. Im Zuge von Renovierungsarbeiten wurden unsere Produktionshallen komplett neu gedämmt, um den Heiz-Energieverbrauch zu senken. Zurzeit wird ein Nachhaltigkeitsbericht erstellt, den wir in der zweiten Jahreshälfte veröffentlichen werden.“

 

Jörn Schäfer, Spiel-Bau GmbH:

„Als Produzent von individuellen und außergewöhnlichen Spielgeräten für Kinder, liegen uns die Themen „Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit“ besonders am Herzen. Kinder sind unsere Zukunft! Umso wichtiger ist die Bewahrung ihres zukünftigen Lebensraums, bei der Erstellung neuer Spielgeräte. Wer diese Maxime in der Branche nicht lebt, bereichert sich auf Kosten unserer Kinder und deren Zukunft. Wir beschäftigen uns seit vielen Jahren mit unterschiedlichen Projekten und Initiativen, zur Steigerung unserer Nachhaltigkeit sowie der Bewahrung von Klima und Umwelt. Dabei beziehen wir auch unsere Auszubildenden schon aktiv mit ein.

Wir vermeiden so weit möglich den Einsatz von Kunststoffprodukten.

Wir verwenden ausschließlich Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft mit PEFC-Zertifizierung.

Wir betreiben unsere Produktion und einen Teil unseres Fuhrparks mit Hilfe eigener Solaranlagen.

Wir beheizen unsere Produktions- und Verwaltungsgebäude ausschließlich mit anfallenden Holzresten aus dem Produktionsprozess.

Wir produzieren Glück! – weil Spiel-Bau Geräte nicht nur Freude erzeugen, sondern auch den Planeten schützen, auf dem unsere Kinder leben.“

 

Katrin Pogan, Öcocolor GmbH & Co. KG:

„Mit unserem natürlichen Fallschutzmaterial leisten wir bei Öcocolor schon seit über 20 Jahren einen Beitrag zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt sind unsere Holzschnitzel auch nach ihrer Verwendung als Fallschutz z.B. noch als Mulchmaterial in Pflanzungen zu verwenden und daher unproblematisch in der Entsorgung. Fällt innerhalb der Gruppe der natürlichen Fallschutzmaterialien die Entscheidung für Holzschnitzel, hilft man gleichzeitig die wertvollen Ressourcen Sand und Kies zu schonen, die so dringend in der Bauwirtschaft benötigt werden. Durch den Bauboom der letzten Jahre ist die Nachfrage nach diesen Materialien dramatisch gestiegen und sie gehören zu den am meisten abgebauten Rohstoffen - doch sie stehen uns nicht unendlich zur Verfügung.

Holz ist außerdem ein CO2-neutrales Material, da es am Ende seiner Lebensdauer, wenn es in die Verrottung übergeht, nur so viel CO2 wieder freisetzt, wie der Baum während seiner Wachstumsphase gebunden hat.

Um in den nächsten Schritt in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu gehen, investieren wir gerade in unserer größten Fertigungsstätte in eine Photovoltaikanlage, damit zukünftig die Produktionslinie für unsere Holzschnitzel mit grünem Strom betrieben werden kann.“


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