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Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

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03.01.2011 - Ausgabe: 6/2010

Fantasievolles Spiel mit dem Wasser

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Das „Kulturquartier“ mit Forum und Bildungseinrichtung im Zentrum, der Felsenpark und die Stadtterrassen, ungewöhnliche Felsformationen und die Gärten der Sinne werden ergänzt durch einen besonderen Spielraum zum Thema Wasser…

Der Wasserspielplatz befindet sich in der Nähe des Haupteingangs auf den Stadtterrassen und folgt auf die Themengärten der Gartenschau. In einer sandigen 1.000 Quadratmeter großen Fläche liegen vier verschiedene eigens entworfene Stationen mit Wasserspielen:
Im Wasserwald sprühen farbige, übermannshohe Stangen hoch aus der Luft mit feinen Wasserwirbeln oder einem schwallartigen Wasserstrahl.
Auf einem quadratischen Brunnenbeckenmonolithen aus Beton quillt aus runden, metallisch glänzenden Düsen Wasser hervor.
Zu einem kleinen Brunnenturm mit mehreren Wasserpumpen staffeln sich verschieden große Holzplateaus, zwischen den Fugen befinden sich breite Wasserrinnen zum Auffangen und Leiten des Wassers.
Formschöne Halbkugeln aus Stahl balancieren auf einem Bein in einer Sandfläche; in ihrer Nutzung nicht eindeutig festgelegt, fordern sie die Phantasie der Kinder heraus, vom Matschen bis Sandschaufeln.
Schlichte, rechteckige Elemente aus Ortbeton zonieren unterschiedliche Höhenniveaus des Spielplatzes und bilden Abgrenzungs- und Kletterobjekte. In Verbindung mit umrahmenden und eingefügten Pflanzbeeten entsteht eine inselartige Abfolge verschiedener Wasserspielbereiche. Die ausgewählten Pflanzen, Tamarisken und Weiden, platziert inmitten großer Findlinge aus Grauwacke, bilden durch ihre knorrige Wüchsigkeit und das filigrane Blattwerk einen willkommenen Kontrast zu den formalen Spielstationen.

Die auslösenden Pumpelemente befinden sich meist nicht unmittelbar an den Spielobjekten, sondern sind versteckt unter Oberflächen angebracht oder liegen am Rand des Spielplatzes. Ohne miteinander zu kommunizieren gelingt es den Kindern nicht, das Wasser zum Fließen zu bringen. Teils lösen versteckt unter Trittsteinen angebrachte Saugwip-Pumpen einen unerwarteten Wasserschwall aus: Diese Überraschungseffekte an unerwarteter Stelle tragen zum Spaß bei.

Über den gesamten Spielplatz verläuft ein verzweigtes Rinnensystem, das zu den verschiedenen Spielstationen führt. An Stauscheiben, Mühlrädern oder Wasserpumpen können Kinder das Wasser umlenken, Dinge damit in Bewegung bringen, es stauen oder sich einfach gegenseitig nass spritzen. Es gibt aber auch Objekte, deren Nutzung nicht direkt vorgegeben ist. Große Edelstahlschalen etwa, an denen die Kreativität der Kinder gefragt ist. Im hinteren Bereich wird es einen großen Sandspielplatz mit Wasserpumpen zum Matschen, Toben und Sandburgenbau geben.

Ausruhen können begleitende Erwachsene und auch die Kinder selbst entweder im Schatten eines Baumes auf einem großen Holzdeck in der Mitte des Spielplatzes oder auf großen Kissen, platziert zwischen Bäumen und Staudenbeeten auf den angrenzenden Rasenstufen.

Die Richter Spielgeräte GmbH hat aus ihrem umfangreichen Gesamtangebot
und Gerätefundus in einem Sonderkatalog auf 120 Seiten unter dem Titel
„Wasser und Spiel“ eine attraktive Geräteauswahl zusammengestellt –
speziell für Planer und Architekten, die durch zahlreiche technische Hinweise
zugleich eine fundierte Entscheidungshilfe an die Hand bekommen. geskes.hack Landschaftsarchitekten haben sich daraus in Hemer bedient.


Fotos: Richter Spielgeräte, Frasdorf

 

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