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Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

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04.01.2011 - Ausgabe: 6/2010

Effizienter schaukeln - von Kathrin Wesely

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Die Stadt Waiblingen verfügt über insgesamt 88 Spielplätze. Dazu kommen 17 Bolzplätze, zwei Skateanlagen und sieben Beachvolleyballanlagen. Rein rechnerisch kommt auf jedes Kind eine Spielplatzfläche von je 16,3 Quadratmetern. Allerhand. Allerdings ist dabei jede vereinsamte Rutsche oder Schaukel erfasst, schränkt Wolfram Koch von der Abteilung Grünflächen ein. Die Quantität weise mitnichten allerorts dieselbe Qualität auf. 24 Spielplätze stehen jetzt auf der vorläufigen Streichliste der Verwaltung, weil ihre Ausstattung mangelhaft ist oder sowieso keiner hingeht.

Die Stadt hat erstmalig einen Spielflächenleitplan erstellt, der in den kommenden drei Jahren umgesetzt werden soll. Dieser Bestands- und Übersichtsplan erfasst Lage, Erreichbarkeit und Bedarfsdeckung von Spielplätzen. „Wichtig für die Beurteilung der Standorte ist auch der Abgleich mit den im Umfeld wohnenden Kindern und deren Altersstruktur – die demografische Entwicklung“, erläutert das Grünflächenamt in einer Gemeinderatsvorlage. Potenzielle Nutzerzahlen der einzelnen Spielplatzstandorte wurden erhoben und eine Spielplatzbewertung mit Fotodokumentation erstellt. Die erhobenen Daten sollen schließlich in einem Spielplatzkataster erfasst und auf dem Geoportal der Stadt veröffentlicht werden.
Die Planung soll Hinweise auf ein Unter- oder Überangebot von Spielflächen geben.

„Durch eine Konzentration auf zentrale und wichtige Spielplatzstandorte soll einerseits die Sicherung der Qualität dieser Standorte gewährleistet werden, andererseits durch Verzicht unattraktiver Standorte insgesamt ein effizienterer Mitteleinsatz bei Spielplatzreinigung, Spielplatzkontrolle und der Sanierung von Spielplätzen erreicht werden“, argumentiert Wolfram Koch von der Abteilung Grünflächen.

Ausgesiebt werden sollen Plätze, die kaum genutzt werden, in deren Nähe es attraktivere Alternativen gibt, deren Fläche zu klein oder deren Ausstattung unzureichend ist. Diese meist kleinen Spielplätze sollen aufgelöst werden, aber als Grünflächen erhalten bleiben. Insgesamt aber ist die Stadt mit Spielplätzen gut ausstaffiert, wie die Erhebung ergeben hat. Die Kernstadt verfügt flächendeckend über Spiel- und Bolzplätze sowie über Trendsportflächen für Skater und Beachvolleyballer. Defizite wurden in den Bereichen Ameisenbühl und Winnender
Straße/Korber Straße festgestellt. Häufig kommen Überschneidungen von Einzugsbereichen vor. Auch die Ortschaften sind überwiegend gut versorgt mit Spielflächenangeboten. Allerdings gibt es einige Lücken – etwa in Neustadt im Bereich des älteren Ortsteils, außerdem gibt es in Bittenfeld bloß einen Bolzplatz. Angebote für Trendsportarten fehlen bis jetzt ganz. Mit dem neuen Spielflächenleitplan soll eine bedarfsgerechte Planung ermöglicht werden. Es geht der Stadt darum, die Mittel wirtschaftlich einzusetzen und zugleich in den Wohngebieten möglichst flächendeckend Spielangebote bereitzustellen.
Außerdem rechnet die Stadt damit, dass nach den Umstrukturierungen etwa 50 000 Euro im Jahr eingespart werden können. Bislang müssen für Unterhaltung, Pflege, Reinigung und Kontrolle 300 000 Euro jährlich berappt werden.
(Stuttgarter Zeitung, 16. August 2010)
 

photo: Elsabe / photocase.com

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