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Playground@Landscape

Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

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15.02.2011 - Ausgabe: 1/2011

Die Wüste lebt – auf der Münchener Theresienhöhe

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Der Spielplatz entstand auf einer 300 Meter langen und 50 Meter breiten Betonplatte, die über der Bahnlinie München-Rosenheim liegt. Hier hatte einst die Messe München ihren Sitz. So besonders wie der Ort, ist auch die Gestaltung der neuen Freifläche, die in unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet liegt. Sie besteht aus drei Bereichen, die sich durch unterschiedliche Materialien und sich deutlich voneinander abgrenzende Farben auszeichnen. Einer dieser drei Bereiche ist die großzügige Dünenlandschaft. Die charakteristische beige-gelbe Farbe erhalten die wellenartigen Hügel durch den fugenlosen Fallschutzboden Playfix des Spiel- und Freizeitbodenherstellers BSW aus Bad Berleburg.
Ursprünglich sollte der gesamte Dünenabschnitt mit Sand realisiert werden, was jedoch am Gewicht der dafür benötigten Menge Sand scheiterte. Also bedurfte es eines alternativen dauerhaften und umweltfreundlichen Leichtbaustoffes. Playfix ist ein solcher Belag, der sich besonders durch seine hohe Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit auszeichnet. Die untere, 30 Millimeter dicke Basisschicht von Playfix besteht aus PU-gebundenen SBR-Granulaten. Eine Mischung aus durchgefärbtem EPDM-Neugummi-Granulat in den Farben Beige und Eggshell bildet die obere, 10 Millimeter dicke Nutzschicht. Die Farbmischung harmoniert perfekt mit dem sandfarbenen Quarzkies, der in den Räumen zwischen den Dünen liegt.

BSW lieferte ebenfalls 2.500 Quadratmeter Vollkunstrasen für die an die Dünen angrenzende Spiel- und Liegewiese. Dieser stammt von der Firma Desso Sports Systems GmbH aus Wiesbaden. Beide Spielflächen werden eingerahmt von orangefarbenen Stahlbetonfertigkteilen. Der so definierte Randbereich der Spielfläche lädt ein zum Bewegen oder Verweilen.

Das Konzept für die Freifläche entstand im Rahmen eines von der Landeshauptstadt München ins Leben gerufenen Kunstwettbewerbs, an dem dreizehn Teams aus Künstlern und Landschaftsarchitekten teilnahmen. Das Konzept geprägt von der Grundidee „Transporting Landscapes“, also „Transportierende Orte“, setzte sich durch. Das Landschaftsarchitekturbüro Topotek 1 aus Berlin als Mitglied des Gewinnerteams übernahm die Planung der Freizeitflächen. Die Bauleitung lag beim Landschaftsarchitekturbüro Großberger Beyhl Partner aus München.

Die Spielfläche sollte vor allem multifunktional, abstrakt und unverwechselbar sein. Alles Eigenschaften, die Playfix erfüllt. Die Farbe von Playfix kann so gewählt werden, dass sie sich harmonisch der bestehenden Umgebung anpasst oder sich auffällig von ihr abgrenzt, je nach Wunsch. Der Belag kann auf Schrägen bis zu 45 Grad Neigung aufgebracht werden. Durch die fugenlose Oberfläche entstehen barrierefreie Flächen mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten.

 

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(Erster Beitrag erschienen in der Playground and Landscape Ausgabe 4 / 2019).