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16.02.2011 - Ausgabe: 1/2011

Die BUGA Koblenz 2011 wird - trotz Hochwasser - pünktlich am 15. April 2011 eröffnet

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Doch angesichts der diesmal erwarteten Wasserstände hatte am 8. und 9. Januar 2011 schon der große Abbau in den Uferbereichen von Rhein und Mosel angefangen: Die Bundesgartenschau Koblenz 2011 bereitete sich intensiv auf das Hochwasser vor, hatte aber keine Zweifel, diese Herausforderung schultern zu können.

Ein schneller Anstieg der Temperaturen sorgte nach wochenlangen Schneefällen für eine große Menge Tauwasser, die - neben dem Regen - zu einem Wasserstand von 7,50 bis 8 Metern von Sonntag (9.1.2011) auf Montag (10.1.2011) führten.

Für die BUGA-Macher liegt die kritische Marke bei 6,50 Metern. Angesichts dieser Prognosen hatte die Feuerwehr Koblenz in einer Reihe von Krisengesprächen mit der Bundesgartenschau Koblenz 2011 GmbH angewiesen, die Baustellen in den Uferbereichen an Rhein und Mosel zu räumen. Die beteiligten Bauunternehmen hatten den Baustrom abgestellt und damit begonnen, alles Bewegliche wie Bagger, loses Schüttgut und Bauzäune von den Baustellen am Konrad-Adenauer-Ufer und am Peter-Altmeier-Ufer zu entfernen. Das Gleiche hatte auch für die bereits aufgestellten Ausstellungspavillons gegolten, die wieder demontiert und weggebracht werden mußten. Es handelt sich dabei insbesondere um drei Pavillons zum Ausstellungsschwerpunkt „Leben mit dem Fluss“ sowie um den Pavillon des Medienpartners Südwestrundfunk. Der Biergarten am Deutschen Eck ist bereits hydraulisch aufgebockt worden. Des Weiteren waren die beteiligten Partner vor Ort eifrig dabei, noch offene Baugruben zu schließen und herausstehende Kabel zu verschließen. Die Verlegung von Naturstein am Konrad-Adenauer-Ufer konnten dank der Winterbaustelle glücklicherweise vorher abgeschlossen und die Fläche versiegelt werden. Es fanden sich nur noch vereinzelt offene Stellen vor, die mit Vlies versehen und mit Steinen beschwert wurden, damit kein Schlamm in den Untergrund eindringen konnte.
Die vorgenommenen Absperrungen der kompletten Uferanlagen vom Weindorf über das Deutsche Eck bis zum Parkplatz am Peter-Altmeier-Ufer sowie der dazugehörigen Zufahrtsstraßen dienten der Sicherheit, da diese Uferbereiche durch den Wegfall der Bauzäune ungeschützt und für Passanten gefährlich sind.

Da ab einem Pegelstand von 7,70 Metern der Eingangsbereich der BUGA-Seilbahn unter Wasser steht, wurden auch hier Vorkehrungen getroffen: Die neun Gondeln, die normalerweise in der Talstation ruhen, wurden zur Bergstation gebracht. Da die Trafostation der Seilbahn allerdings schon abgestellt worden ist, erfolgte dies über Notstrom. Bei den prognostizierten Pegelständen ist die Seilbahn keineswegs gefährdet.

Bei einem Hochwasserstand von 8 Metern wird das Wasser bis an die Mauern des Blumenhofs gehen, aber nicht in diesen eindringen. Für diesen Bereich wurden 1.500 Sandsäcke bestellt, um die Höfe des Blumenhofs – insbesondere den Paradiesgarten – auch bei einem höheren Pegel schützen zu können. Sie wurden am Samstagmorgen (8.1.2011) ausgelegt. Keine Vorkehrungen brauchten die BUGA-Macher im Schlossgarten zu treffen. Zwar werden ab einem Pegelstand von 7,10 Metern die Schlossstufen komplett unter Wasser sein. Da der Schlossgarten aber noch einige Meter höher liegt, dürfte das Wasser höchstens bis an die Preußische Infanteriemauer vordringen.

In täglichen Lagebesprechungen mit der Feuerwehr sind die wichtigen Entscheidungen gefallen, um bestmöglich gegen die Fluten gewappnet zu sein. „Es ist natürlich unerfreulich, dass wir jetzt dieses Hochwasser bekommen“, bedauerte BUGA-Planungsleiterin Ulrike Kirchner. Sie ist sich jedoch sicher, dass alle notwendigen Vorkehrungen getroffen werden und die nach Abfluss des Hochwassers entstandenen Schäden schnell wieder beseitigt werden können. Jetzt komme der BUGA Koblenz 2011 zugute, dass die Blumenzwiebeln im Bereich Deutsches Eck in weiser Voraussicht noch nicht eingepflanzt worden sind, sondern in Kühlbehältern das Ende des Hochwassers abwarten können. „Es kann schon sein, dass die Qualität der Bundesgartenschau in den betroffenen Bereichen darunter leiden könnte“, räumt BUGA-Geschäftsführer Hanspeter Faas ein, „die Konsequenzen können wir jedoch noch nicht abschätzen, da diese stark von der tatsächlichen Höhe und Dauer des Hochwasser abhängen.“

„Wir danken allen, die uns bisher geholfen haben, allen voran den beteiligten Firmen, der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk, der Verwaltung der Stadt Koblenz und den vielen Freiwilligen. Alle haben bereits signalisiert, uns bei der Beseitigung der Schäden zu unterstützen, die wir derzeit bereits planen und so schnell wie möglich angehen werden. Das Hochwasser ist unerfreulich und stellt uns vor eine Herausforderung. Trotzdem steht außer Frage, dass wir die Bundesgartenschau Koblenz 2011 am 15. April um 9 Uhr pünktlich eröffnen werden. Wir sind uns sicher, dass unsere Besucher Verständnis dafür haben werden, wenn in den durch das Hochwasser betroffenen Bereichen dann noch kleinere Qualitätseinbußen zu sehen sein sollten,“ sagte Geschäftsführer Faas weiter.


TM
Fotos: BUGA Koblenz
 

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