Logo

Playground@Landscape

Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

Slide 0
Slide 1
Slide 2
Slide 6
Slide 7

Wiesbaden investiert in Kunstrasenplätze

Seit 1987 hat die Stadt Wiesbaden Tennenplätze in Kunstrasenplätze umgebaut.

Photo

Dementsprechend lauteten die Pressemeldungen aus Wiesbaden in den letzten Jahren: „Eigentlich sollte nach dem Beschluss der Sportstättenkommission der Sportplatz Niederfeld erst 2014/2015 in Angriff genommen werden. Durch das Infrastrukturprogramm des Landes Hessen war es möglich, dass der Sportplatz in Klarenthal schon 2010 neu gebaut werden konnte. Entsprechend der von der Sportstättenkommission festgelegten Reihenfolge kann nun der Neubau des Kunstrasenplatzes im Niederfeld erfolgen“, erläutert Oberbürgermeister und Sportdezernent Dr. Helmut Müller anlässlich einer Baustellenbesichtigung. Der Platz steht dem FC Freudenberg und dem Türkischen SV zur Verfügung, der damit dann auch für die Verbandsliga adäquate Spielbedingungen hat, so wie die übrigen Wiesbadener Verbandsligisten auch. Außerdem spiele der neue Kunstrasenplatz auch für die Jugendarbeit der Vereine eine wichtige Rolle. Rund eine Million Euro wird das Projekt kosten. Der bisherige Tennenplatz war nicht geeignet, um den Kunstrasenbelag direkt zu verlegen.

In Wiesbaden geht es zügig voran mit der systematischen Umgestaltung von staubigen Rotgrandplätzen in attraktive Kunstrasen-Spielfelder. Mittlerweile kann – unterstützt durch das Konjunkturprogramm und mit Hilfe von eingesparten Haushaltsmitteln - bereits wesentlich früher als vorgesehen der letzte, ursprünglich erst 2018/19 auf der Prioritätenliste vorgesehene Hartplatz im Stadtteil Delkenheim zu Beginn des Jahres 2012 umgerüstet werden. Pro Platz werden derzeit rund 900.000 Euro eingeplant.

Danach gibt es in Wiesbaden 21 dieser attraktiven Spielfelder: 19 städtische und zwei vereinseigene. Vorbehaltlich der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel wird es dann mit den restlichen Anlagen im Zwei-Jahresrhythmus weitergehen. Mit jedem Doppelhaushalt soll ein neuer Kunstrasenplatz entstehen, so dass innerhalb der nächsten zehn bis 15 Jahren Wiesbaden rotgrandfrei sein wird.

Das Konjunkturprogramm brachte einen zusätzlichen „Drive“ in die schnellere zeitliche Umsetzung. So bekam Ende August 2010 der Sportplatz Klarenthal das vom dortigen Verein heiß begehrte Kunststoffgrün viel früher als erwartet. Bereits kurz vor dem Abschluss stehen die Arbeiten am innerhalb von weniger als drei Monaten umgestalteten Sportplatz „Niederfeld“ im Stadtteil Dotzheim.

Ende Juni/Anfang Juli 2011 wird der Umbau des Sportplatzes Naurod als weiteres Projekt beginnen und somit auch dort viel zeitiger als vorgesehen dem Vereine übergeben. Den Abschluss der ersten Serie wird dann Anfang 2012 der bereits erwähnte Hartplatz in Delkenheim sein.

Die Kunstrasenplätze werden nach einer von der Sportstättenkommission aufgestellten Liste ausgebaut. Ausschlaggebend sind der technische Zustand der Spielfelder und die darauf stattfindenden Aktivitäten. Vereine mit einer starken und effektiven Jugendarbeit profitieren von dieser Bewertung. Die Stadt Wiesbaden arbeitet die Prioritätenliste Schritt für Schritt konsequent ab.

Kunstrasenplätze bieten einen hohen, dämpfenden Spielkomfort, sind für die Aktiven gelenk- und körperschonend bespielbar, führen zu weniger Verletzungen und es kann praktisch ganzjährig auf den Plätzen trainiert werden. Wichtig ist allerdings, dass man diesen Plätzen die notwendige und mitunter aufwändige Pflege angedeihen lässt, um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten. Hier wird die Stadt auch verstärkt mit den Vereinen in Kontakt treten, inwieweit ehrenamtliche Platzwarte die städtischen Fachkräfte bei der Betreuung der hochwertigen Anlagen zusammenarbeiten können.


TM
Fotos: Stadt Wiesbaden
 

Mehr zum Thema Sport & Leisure Facilities

image

Sport & Leisure Facilities

Öffentliche Sportanlagen – wo geht die Entwicklung hin?

Sanierungsstau, Nachhaltigkeit, Klimawandel – öffentliche Sportanlagen werden in heutiger Zeit mit vielerlei Fragestellungen in Verbindung gebracht. Gerade was die Entwicklung angeht, gibt es einige Faktoren, die teilweise schon heute, aber...

image

Sport & Leisure Facilities

Einfach mal machen!

Sport im Verein verbindet über Grenzen und Generationen hinweg. Doch diesen Grundsatz in allen Bereichen des Sports auch tatsächlich umsetzen zu können, entwickelt sich manchmal zur Herausforderung – etwa beim...

image

Sport & Leisure Facilities

Geld für den Sportplatz – wie Vereine die Finanzierung sichern

Eine vernünftige Infrastruktur ist für jeden Sportverein unerlässlich. Während ein Teil der Vereine auf kommunalen Sportplätzen ihrer Betätigung nachgehen, besitzen und pachten andere schon seit vielen Jahrzehnten eigene Sportanlagen. Die Eigenverantwortlichkeit bietet...

image

Sport & Leisure Facilities

Parkouranlagen – attraktive Areale für Traceure

Obwohl schon vor über 30 Jahren entwickelt, hat sich der Parkour-„Sport“ erst in den letzten Jahren zu einer beliebten Freizeitbeschäftigung mit großer Fangemeinde entwickelt. Die Fortbewegungsart, bei welcher...

image

Sport & Leisure Facilities

Entsorgung von Kunstrasensystemen – Recyceln statt verbrennen

Kunstrasenplätze haben den Amateurfußball in Deutschland und Europa in den vergangenen Jahren auf eine neue Ebene gebracht. Vorbei sind vielerorts ...

image

Sport & Leisure Facilities

Nachhaltigkeit auf dem Fußballplatz - Wie in Rotterdam alter Kunstrasen Teil des neuen Belags wird

Im neuen Sportcampus Rotterdam spielen die jungen Kicker auf Kunstrasenplätzen mit Granulat aus recyceltem Kunstrasen