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Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

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Sichere Spielplätze mit Coca Cola

Playground@Landscape führte ein Interview zur Fanta-Spielplatz-Initiative mit Uwe Kleinert, Leiter Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeit bei Coca-Cola Deutschland, Berlin und Ralf Dieckmann, Pressesprecher Produkte, TÜV Rheinland.

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Wie der aktuelle Spielplatz-Test des TÜV Rheinland 2011/ 2012 gezeigt hat, sind jedoch leider viele Spielplätze in Deutschland in puncto Sicherheit und kreativer Spielwert verbesserungswürdig. Deshalb hat Fanta zusammen mit dem Deutschen Kinderhilfswerk und dem TÜV Rheinland die Fanta Spielplatz-Initiative gegründet, die sich langfristig für deutsche Spielplätze einsetzt. Als prominente Botschafterin soll Sonya Kraus soll zusätzlich Aufmerksamkeit schaffen und unterstützt zudem die Sanierungsarbeiten von bis zu 20 Spielplätzen.

Das Programm umfasst drei Phasen: In einer ersten Phase unterstützen wir finanziell bis zu 20 öffentlich zugängliche Spielplätze. Die Fanta Spielplatz-Initiative tritt als Impulsgeber auf und unterstützt deutschlandweit die Sanierung von bis zu 20 Spielplätzen mit akutem Handlungsbedarf. Dazu ruft die Initiative ab sofort bundesweit Spielplatz-Träger sanierungsbedürftiger Anlagen dazu auf, sich um finanzielle Sanierungshilfe zu bewerben. In der zweiten Phase bauen wir einen Modellspielplatz. Mit dem Bau eines Modellspielplatzes für weitere 75.000 Euro unabhängig von den Flaschencode-Spenden geht die Fanta Spielplatz-Initiative mit gutem Beispiel voran. Gemeinsam mit Experten vom Deutschen Kinderhilfswerk hat sie einen Modellspielplatz mit hohem kreativen Spielwert, aber dennoch kostengünstigen Spiel-Modulen entwickelt. Der Modellspielplatz zeigt Ideen auf, wie ein kreativer und sicherer Spielplatz aussehen kann, der auch für Spielplatz-Träger ohne prall gefüllte Kassen realisierbar ist. Er wird am 28. Mai 2012 zum Weltspieltag in Bochum eröffnet. Phase ddrei: Corporate Volunteering. Coca-Cola Deutschland unterstützt außerdem zusätzlich mit Freiwilligen-Einsätzen von Mitarbeitern die Sanierung von Spielplätzen.

Playground@Landscape: Mehr Raum für Spiel, Bewegung und Spaß - Oder: Warum Kinder spielen müssen. Wie denkt Coca Cola darüber? Und warum diese Initiative?
Uwe Kleinert: Als Unternehmen nehmen wir bei Coca-Cola Deutschland die Verantwortung sehr ernst, uns sozial zu engagieren und mit dem Bekanntheitsgrad unserer Marken Aufmerksamkeit für wichtige gesellschaftliche Themen zu schaffen. Wir möchten mit der Fanta Spielplatz-Initiative dazu beitragen, die Notwendigkeit kreativen und sicheren Spielens für die kindliche Entwicklung wieder mehr bewusst zu machen und erste Verbesserungen anzustoßen. Mit der Fanta Spielplatz-Initiative übernimmt Fanta soziale Verantwortung. Die Fanta Spielplatz-Initiative ist bei Coca-Cola Deutschland eingebettet in die Nachhaltigkeitsstrategie „Lebe die Zukunft“, die sich für einen aktiven, gesunden Lebensstil einsetzt. Mit der Fanta Spielplatz-Initiative wenden wir uns an Eltern, um Aufmerksamkeit für das Thema freies Spielen zu schaffen. Dabei ist uns wichtig, dass Fanta als Marke weder auf den sanierten Spielplätzen noch auf dem Modellspielplatz in Bochum als Absender präsent sein wird.

Playground@Landscape: Was sind die Testkriterien vom Spielplatz-Test 2011/2012 des TÜV Rheinland im Auftrag der Fanta Spielplatz-Initiative und welche Städte haben sich beteiligt?
Ralf Diekmann, Pressesprecher Produkte, TÜV Rheinland: Insgesamt wurden im aktuellen Test 50 Spielplätze in zehn deutschen Großstädten untersucht, die sich an Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren richten. Getestet wurden je fünf Spielplätze in den Städten Aachen, Berlin, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Stuttgart. Die Testkriterien beim Spielplatz-Test 2011/ 2012 waren: Aspekt Sicherheit laut DIN 7926 sowie EN 1176-1 und der Aspekt des kreativen Spielwertes. Mit dem Spielplatz-Test 2011/ 2012 wurde erstmalig der kreative Spielwert laut Einstufung gemäß der Kriterien des Deutschen Kinderhilfswerkes erhoben: Vielfältige Gestaltung, Raumgliederung, Berücksichtigung landschaftstypischer Gestaltung, Erlebnischarakter/Selbstwahrnehmung, Natürliche Spiel- und Erlebniselemente, Rückzugsbereiche, Nutzungsvielfalt.

Playground@Landscape: Was sind die Ergebnisse - von häufigsten Sicherheitsmängeln bis zum Aspekt des kreativen Spielwertes!?
Ralf Diekmann: 39 Spielplätze (78 Prozent) wurden mit Mängeln getestet. 27 Spielplätze (54 Prozent) mit Mängeln mit akutem Handlungsbedarf. Die häufigsten Sicherheitsmängel sind: Unzureichender Fallschutz (Hindernisse im Fallraum, Überschreitung der Fallhöhe sowie zu geringer Fallraum): bei 23 Spielplätzen (46 Prozent), insgesamt 42 betroffene Spielgeräte. Fangstellen Finger: bei 14 Spielplätzen (28 Prozent), insgesamt 18 betroffene Spielgeräte. Fangstellen Kopf: bei elf Spielplätzen (22 Prozent), insgesamt 13 betroffene Spielgeräte. Fangstellen Hals: bei neun Spielplätzen (18 Prozent), insgesamt 11 betroffene Spielgeräte.
Unter dem Aspekt des kreativen Spielwertes (Schulnoten 1-6) ergab sich die Durchschnittsnote 3,4.

Playground@Landscape: Warum müssen Kinder spielen?
Uwe Kleinert: Spielen macht nicht nur Spaß, sondern ist auch enorm wichtig für die kognitive, soziale und motorische Entwicklung des Kindes. Freies und kreatives Spielen fördert ganzheitlich die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes. Deshalb müssen und sollen Kinder spielen! Und Kinder haben ein Recht auf Spiel – so steht es in der UN-Kinderrechtskonvention! Doch im urbanen Umfeld fehlt eben häufig der Raum, neugierig sein zu dürfen, auf Entdeckungsreise gehen zu können und eigne Spuren zu hinterlassen. Deshalb sind Spielplätze gerade in Großstädten unverzichtbarer Teil des Kinderlebens. Nur sind diese eben leider oftmals in keinem guten Zustand. – Und da möchte die Initiative ansetzen und arbeitet dafür mit vielen renommierten Experten zusammen. Die Initiative möchte – statt vorgefertigten Spielsituationen – Spielräume schaffen, die individuelle Gestaltung zulassen und damit die kindliche Fantasie anregen und kreatives, selbstbestimmtes Spielen fördern.

Das Interview führte Thomas R. Müller, Playground@Landscape
Fotos: Dirk Schelhorn, Richter Spielgeräte
 

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