Logo

Playground@Landscape

Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

Slide 0
Slide 1
Slide 2
Slide 6
Slide 7
12.06.2013 - Ausgabe: 3/2013

23 Meter hoher Rutschenturm dank vieler Sponsoren

Der Gartenschaupark Rietberg ist um eine Attraktion reicher.

Photo

 Hinter dem Begriff verbirgt sich ein geniales Rutschenterminal mit einer Höhe von insgesamt 23 Meter und einer Kombination dreier verschiedener Rutschen.

Im Rahmen der Generalversammlung des Fördervereins Gartenschaupark in der Cultura wurde das Projekt im Jahr 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt, nachdem der Aufsichtsrat der Gartenschaupark bereits in seiner letzten Sitzung grünes Licht für das ausschließlich aus Spenden finanzierte Großprojekt gab. Als Standort sei die Wiesenfläche unweit des Abenteuer- und Wasserspielplatzes Sennebachstrand nahe der Grünen Galerie im Parkteil Neuenkirchen ausgewählt worden. Kuper weiter: „Die Kosten für eine solche Rutschenanlage liegen im sechsstelligen Bereich. Wir sind sehr froh, dass wir in unserem gesamten Stadtgebiet Sponsoren gefunden haben, die uns in unserem Wunsch nach einer solchen Besonderheit für die jungen Parkbesucher unterstützen."

Mehr als 20 Wirtschaftsbetriebe (aktuell 22) zählt der Kreis der Förderer für den Dalbenturm derzeit. Milsch: „Wir haben Geldspenden aus allen Stadtteilen erhalten, das zeigt uns deutlich, wie groß die Akzeptanz und Wertschätzung unseres Parks ist. Die Firmen identifizieren sich mit dem Park und diesem wichtigen sogenannten weichen Standortfaktor." Ebenso natürlich wie der Förderverein, der gleichermaßen eine Summe zur Realisierung beisteuert. Bis zur Auftragsvergabe der Anlage fehlten derzeit nur noch 5.000 Euro, signalisierte Kuper. „Wer mehr als 100 Euro gibt, kann seinen Namen auf einer Sponsorentafel neben den Unternehmensspendern als Bürgerspender verewigen lassen, die wir nahe des Turmes aufstellen werden."

Ziel sei eine Errichtung des Turmes mit drei großen Rutschen mit Startpunkten aus verschiedenen Höhen zu den Sommerferien des laufenden Jahres. Über eine Wendeltreppe geht es zu Podesten in 3, 6, 9 und 12 Metern Höhe, ab 3 Metern von einer Schutzgitterkonstruktion nach außen hin gesichert. „Bei den verwendeten Baumaterialien wird Wert auf eine gute Haltbarkeit gelegt. Um die Folgekosten niedrig zu halten wurde eine Ausfertigung in Edelstahl und mit 15 Jahren Vollgarantie gewählt", so Kuper ergänzend.

„Hier wird sicherlich auch der eine oder andere Erwachsene einmal hochgehen, um den Blick über den Neuenkirchen-Park zu genießen", so Milsch. Was insbesondere Familien mit Kindern freuen dürfte: „Selbstverständlich kostet die Nutzung des Dalbenturmes keine Extragebühren sondern ist wie alle anderen Spiel-, Sport- und weiteren Naherholungsanlagen im Eintrittspreis inbegriffen", erläuterte Kuper vor 178 Mitgliedern in seiner Funktion als Vorsitzender des Fördervereins und des Aufsichtsrates.

3,50 Euro kostet in der neuen Saison die Tageskarte für einen Erwachsenen, eingeschlossen sind beliebig viele eigene Kinder. „Da empfiehlt sich schon für nur vier Besuche der Kauf einer Dauerkarte, gerade dann wenn man Kinder hat, die sicherlich wie schon vom Sennebachstrand auch vom Dalbenturm gar nicht genug bekommen können", erklärte Milsch.

Die Idee für die Errichtung eines in dieser Ausführung bundesweit einmaligen Rutschenturmes fußt auf Wünschen gerade der jungen Parkbesucher. „Immer wieder ist die Frage gekommen, warum nur so kleine Rutschen an den Spielplätzen sind. Das haben wir zum Anlass genommen, uns im Förderverein, im Aufsichtsrat und natürlich in der Parkleitung Gedanken zu machen, wie wir diesen Wunsch erfüllen können", blickt Kuper zurück.

Olaf Meinken Geschäftsführer von der Konstrukteurs- und Erbauerfirma Kaiser & Kühne erklärte zur Eröffnung der neuen Anlage am 06. Juli 2012: „Heute ist ein besonderer Tag für uns alle. Wir weihen gemeinsam einen Rutschenturm ein, der seines Gleichen sucht." Das Eystruper Unternehmen Kaiser und Kühne Spiel-und Freizeitgeräte und heimische Sponsoren erfüllen Kinderträume.


TM / www.rietberg.de
Fotos: Kaiser & Kühne

 

Kasten:

Technische Daten des Dalbenturmes:

K&K Dalbenturm (Höhe 23,00 m) mit
Tunnelrutsche Länge 23,0 m,
Rutschenneigung: 30°,
Rutschensegmente aus Edelstahl,
Lichtkuppel aus bruchsicherem Polycarbonat,
durch Röhrenform besonders geräuscharm,
Anbauhöhe 9,00 m.

Tunnel-Wendelrutsche Länge 23,0 m,
Anbauhöhe 12,0 m,
Rutschenneigung: 30/38°,
Rutschensegmente aus Edelstahl,
Lichtkuppel aus bruchsicherem Polycarbonat,
durch Röhrenform besonders geräuscharm.

K&K Rollenbahn, Länge 10,50 m,
Anbauhöhe 3,00 m,
Rollenbahnneigung: ca. 15°.

Standpfosten: Leimholz Lärche Ø 35 cm auf Stahlstandfüßen

 www.kaiser-kuehne-play.com

Mehr zum Thema Spielplatz-Report

image

Spielplatz-Report

Der Ninja-Warrior-Spielplatz

Im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist Geschicklichkeit gefragt.

image

Spielplatz-Report

Der Wal im Parc Central de Nou Barris in Barcelona

Barcelona hat einen Plan: die Schaffung eines freundlich gestalteten Erlebnisorts für alle Bürger, insbesondere für die Kleinen.

image

Spielplatz-Report

Sanierung des Spielplatzes Studentenwiesel in Regensburg unter dem Motto „Leben wie im Alten Rom“

Da es durch die historischen Begebenheiten in der Regensburger Altstadt nur begrenzte Möglichkeiten für die Schaffung von neuem Spielraum gibt, ist der Spielplatz am Studentenwiesel ein besonders wichtiger Ort für Kinder und Familien der Innenstadt.
Er liegt...

image

Spielplatz-Report

Spielen mitten in der Stadt – Ein neuer Spielplatz für Göttingen

Mitten in der Innenstadt von Göttingen liegt der Pauliner Kirchplatz. Die aus stadthistorischer Sicht bedeutende Fläche diente im Mittelalter und dann wieder bis ins 17. Jahrhundert hinein zunächst als Friedhof, bevor...

image

Spielplatz-Report

Von der Rechnerhalle zum „Abakus“: Ein städtischer Platz für Spiel, Sport und Erholung im Herzen Potsdams

Die Plantage ist einer von drei im 18. Jahrhundert angelegten grünen, baumbestandenen Stadtplätzen der Potsdamer Innenstadt und stellt einen wesentlichen Baustein...

image

Spielplatz-Report

Aufwertung eines Spielplatzes – Ergebnis eines mehrstufigen Beteiligungsverfahrens mit Kindern und Jugendlichen in Berlin-Gropiusstadt

Fortsetzung der Schilderungen zu den weiteren Projektentwicklungen.
(Erster Beitrag erschienen in der Playground and Landscape Ausgabe 4 / 2019).