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Kinderhilfestiftung e.V. und die Stadt Frankfurt/M. finanzieren Tabaluga-Spielplatz

Ältester integrativer Spielplatz Deutschlands erstrahlt in neuem Glanz.

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Zahlreiche neue Geräte sowie ein modernisierter integrativer Spielbereich ermöglichen allen Kindern das gemeinsame Spielen. Der Tabaluga-Spielplatz entstand 1996 als erster integrativer Spielplatz dieser Art in Deutschland. Seitdem haben die Kinderhilfestiftung und das Grünflächenamt der Stadt Frankfurt in einer beispielgebenden Partnerschaft vier große und zahlreiche kleinere integrative Spielplätze realisiert. Die Kinderhilfestiftung unterstützte die Arbeiten mit 120.000 Euro, die Stadt Frankfurt steuerte 60.000 Euro bei und übernahm wie bei den bisherigen Projekten die Konzeption und das Projektmanagement auf dem Fechenheimer Spielplatz.

„Die umfassende Neugestaltung des Fechenheimer Tabaluga-Spielplatzes ist eines der Schwerpunktprojekte, die wir anlässlich des 30. Jubiläums umsetzten“, sagte Bruno Seibert, Vorstandsvorsitzender der Kinderhilfestiftung e.V. „Hier haben wir 1996 zusammen mit Peter Maffay einen Meilenstein für integratives Spielen in Frankfurt und in Deutschland gesetzt. Das war ein Projekt mit Pilotcharakter, das wir gemeinsam mit der Stadt sehr nachhaltig und erfolgreich bis in die heutige Zeit betreiben. Dieser Spielplatz war und ist also auch ein Meilenstein für die Kinderhilfestiftung und die zahlreichen Unterstützer, die unser Engagement möglich machen“, so Seibert weiter.

Peter Maffay, dessen Märchenfigur „Tabaluga“ Namenspatron des Spielplatzes ist, ermöglichte 1996 die Finanzierung mit einem Benefizkonzert. Jetzt sendete er der Kinderhilfestiftung zum 30-jährigen Jubiläum seine Glückwünsche: „Besonders glücklich und dankbar bin ich, dass Sie das Jubiläum genutzt haben, um den Tabaluga-Spielplatz in Frankfurt-Fechenheim, den ich mit Ihnen zusammen im April 1996 einweihen durfte, umzugestalten und zu renovieren. Ich wünsche mir, dass viele Frankfurter Kinder in den nächsten Jahren große Freude beim gemeinsamen Spielen an den neuen Geräten haben.“

Rollstuhlfahrerwippe, Tanzglockenspiel und integrativer Spielbereich

„Für das integrative Spielen von Kindern ist es besonders wichtig, dass Spielgeräte vorhanden sind, die gleichermaßen von Kindern mit und ohne körperlicher oder geistiger Behinderung genutzt werden können,“ erläuterte Stephan Heldmann, Amtsleiter des Grünflächenamtes in Frankfurt, den neu gestalteten integrativen Spielbereich. „Dafür sollten aber viele Kinder darauf Platz finden, um gemeinsam zu spielen. In der neuen Rollstuhlfahrerwippe wurde genau diese Herausforderung umgesetzt: problemlos kann sie gleichzeitig von allen Kindern genutzt werden.“

Neben der Förderung des gemeinsamen Spielens will der Spielplatz aber auch gemeinsame haptische, akustische und visuelle Erfahrungen der Kinder ermöglichen. Beim Tanzglockenspiel beispielsweise können die Kinder mithilfe des eigenen Körpergewichts auf Bodenplatten Töne und gemeinsam Melodien erzeugen. Viele weitere Details auf dem Spielplatz laden die Kinder außerdem dazu ein, gemeinsam auf Entdeckungsreise zu gehen.

Gut ein Drittel der Spielgeräte wurde ersetzt. Dort, wo früher die Sandspielgeräte waren, befindet sich nun eine leicht erhobene Ebene, zu der es auch barrierefreie Aufgänge gibt. Eines der Highlights ist die neue Rollstuhlfahrerwippe mit einer Hubhöhe von 25 Zentimeter. Das Spielgerät unterscheidet sich von einer gewöhnlichen Wippe dadurch, dass es keine Griffe oder Sitze gibt und dass bis zu zehn Kinder darauf Platz finden. Die Kinder können mit ihrem Rollstuhl auf das Wippbrett fahren und durch die Verteilung der Kinder auf dem Brett wippen. Spannend ist auch die Idee, die hinter dem drehbaren Sandaufzug steckt: Kinder im Sandkasten können, indem sie den Sandaufzug ankurbeln, Sand nach oben auf die Ebene befördern, wo er auf Sandspieltischen landet. Dort können die Kinder, die im Rollstuhl sitzen, mit dem Sand spielen. Auch die Wahrnehmung der Kinder soll geschärft werden. Auf dem sogenannten Tanzglockenspiel können alle Kinder gemeinsam Musik machen, indem sie auf Platten im Boden treten oder fahren, die dann Töne erklingen lassen. Andere Spielgeräte, wie die zwei Meter hohe Rutsche, bei der Rollstühle oben stehen gelassen werden können und durch einen Aufzug wieder nach unten befördert werden, während die Kinder runterrutschen, bleiben erhalten.

Wenn man die neuen Spielgeräte mit den alten vergleicht, wird klar, dass sich das Konzept weiterentwickelt hat. „Als der Spielplatz 1996 gebaut wurde, wollten wir Spielgeräte bauen, die so konzipiert waren, dass alle Kinder sie nutzen konnten. Dieses Konzept hat sich verändert. Die Wippe muss nicht so hoch schwingen wie man es gewohnt ist, wichtiger ist, dass die Kinder gemeinsam darauf spielen können und die Spielgeräte in Rollenspiele einbinden können“, sagte Alexander Goldmann Projektleiter im Grünflächenamt.

Das Ziel: Durch gemeinsames Spielen sollen Kinder den unvoreingenommenen und selbstverständlichen Umgang miteinander lernen. Als der Spielplatz 1996 gebaut wurde, gab es zwar integrative Schulen und Kindergärten, aber keine Möglichkeiten für eine Annäherung in der Freizeit. Dies brachte die Kinderhilfestiftung auf die Idee, einen integrativen Spielplatz zu bauen. Die Kinder sollen miteinander aufwachsen und sich gegenseitig kennenlernen können. Diese Idee fand auch Peter Maffay gut. Er gab 1996 ein Benefizkonzert seiner Tabaluga-Oper, deren Erlöse maßgeblich zur Finanzierung beitrugen. So wurde der kleine grüne Drache Namenspate des Spielplatzes. Nach 16 Jahren und dem Umbau bleibt der Spielplatz diesem Namen treu.


Über die Kinderhilfestiftung e.V.:
Die Kinderhilfestiftung e.V. ist eine Initiative der Bürger und der Wirtschaft des Rhein-Main-Gebiets und wurde 1982 als eingetragener Verein gegründet, um Kindern insbesondere dort schnell, unbürokratisch und wirkungsvoll zu helfen, wo keine anderen finanziellen Mittel zur Verfügung stehen. Die Kinderhilfe¬stiftung konzentriert ihre Hilfe auf Maßnahmen im Rhein-Main-Gebiet. Seit Bestehen der Kinderhilfe¬stiftung e.V. wurden mehr als 400 Projekte initiiert oder gefördert. Im Mittelpunkt des Engagements steht die Hilfe für chronisch kranke, körperlich und geistig behinderte sowie psychisch kranke und miss¬handelte Kinder und ihre Familien. Dabei ist die Integration von kranken und gesunden Kindern ein besonderes Anliegen.
 

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