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Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

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21.02.2014 - Ausgabe: 1/2014

Behindertengerechte Spielanlagen – Keiner bleibt zurück!

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Kinder entwickeln sich mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Der eine ist ein Schnellstarter, andere sind Spätentwickler oder die Entfaltung bleibt sogar einmal für eine Zeit stehen. Neigungen und Bedürfnisse bleiben trotzdem grundsätzlich vergleichbar. Das gilt natürlich auch oder besonders für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen. Darum ist es eine große Herausforderung, auch ihnen parallele, lebenswerte Entwicklungsangebote zu bieten. Die Pieper Holz-Spielanlage in Hof wurde zusammen mit der Lebenshilfe Hof speziell für das Therapeutisch-Pädagogische Zentrum nach sonderpädagogischen Gesichtspunkten entwickelt. In dieser Einrichtung (Förderschule mit Schwerpunkt geistige Entwicklung, Tagesstätte und Montessori Kinderhaus –integrativ) werden Kinder und Jugendliche von 0 – 21 Jahren zusammen betreut und gefördert. Entsprechend ausgreifend wurde die Anlage geplant, um an vielen Orten die unterschiedlichsten Spielangebote zu ermöglichen. Ob schwerbehindert, mehrfachbehindert oder top fit, jeder kommt zu seinem Recht und kann auf seine Weise diese einladende Spielanlage erfahren. Um eine Anlage auch für behinderte Kinder zu einer Attraktion zu machen, muss als erstes die barrierefreie Zugänglichkeit geschaffen werden. Hier ist sowohl ein Übergang auf Bodenniveau und ein Fahrstuhl integriert worden, der Rollstuhlfahrer sicher auf die höhere Spielebene bringt. Beides für sich
schon ein kleines Abenteuer.
Dabei ist auch für Kinder mit motorischen Einschränkungen ausreichend Platz vorhanden, um Eigenaktivitäten nicht einzuschränken und den Spielkontakt mit anderen zu fördern. Die Entwicklung von Selbstwertgefühl und einem positiven Selbstbild wird in der Interaktion wesentlich unterstützt. Neben der spielerischen Einübung motorischer Grundlagen werden Sprache und Kommunikation sowie soziale Integration und Selbstbehauptung in einer Gruppe auf selbstverständliche Art weiterentwickelt. Abwechselnde Lebenssituationen und auch die Fähigkeit zur Konzentration müssen im Spielfluss gemeistert werden. Um allen Kindern mit ihren Stärken und Schwächen weitgehend gerecht werden zu können, sind unterschiedlichste Elemente mit variablen Funktionen und neuen Ideen eingebaut worden.
Das natürliche Umfeld der Spielanlage wurde, wie bei vielen Pieper Holz-Projekten, intensiv mit einbezogen. Bäume, kleine Hügel und wechselnde Jahreszeiten spielen im wahren Sinne des Wortes mit und werden auch für behinderte Kinder unmittelbar greifbar. Entwicklungsunterstützung mit Lebensfreude und einfach riesigen Spaß haben, war die Herausforderung. So gelingt Inklusion auf jeden Fall! Die Anlage wurde geplant und konstruiert in Zusammenarbeit zwischen:

Karin Belch (Planung und Einrichtung von Kinderspielbereichen Herzogenaurach)
und Ute Mai (Montessori-Kinderhaus Hof)

Weitere Informationen: www.PieperHolz.de
 

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