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Internationales Fachmagazin für Spiel-, Sport- und Freizeitanlagen

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17.08.2011 - Ausgabe: 4/2011

Brückenskulptur von Tobias Rehberger mit dem Fallschutzboden playfix

Ein Spielplatzboden wird zum wesentlichen Gestaltungselement in einem Kunstprojekt.

Photo

Die Fußgänger- und Fahrradbrücke, die in Zusammenarbeit von Rehberger und dem Stuttgarter Ingenieurbüro Schlaich Bergermann und Partner entstanden ist, misst inklusive ihrer kurvig geschwungenen Rampen über 400 Meter. Der optische Gesamteindruck der Brücke erinnert an eine „Slinky Spring“, eine bewegliche Spielzeug-Spiralfeder, die sich in den Händen durch einen kleinen Impuls leicht zusammen und auseinander zieht.
Der Boden von Rampen und Brücke besteht aus playfix, einem hauptsächlich als Fallschutzbelag auf Spielplätzen verwendeten Bodensystem, das sich durch zahlreiche Farben und Elastizität auszeichnet. Insgesamt hat Tobias Rehberger in seiner Architekturskulptur 88 Farbfelder aneinandergereiht, die aus 21 Farben bestehen. Die Felder sind unterschiedlich lang und haben Flächen von 1,10 bis 80,50 Quadratmetern. Playfix bildet damit ein wesentliches Gestaltungselement der Brückenskulptur, indem die alternierenden Farbfelder die 2,70 Meter breiten Laufflächen von Brücke und Rampen rhythmisieren. Beabsichtigt war auch, dass der Boden beim Gehen leicht einfedert, um die Schwingbewegungen, in die die Brücke beim Begehen versetzt werden kann, zu unterstützen.
Zur Rolle von playfix auf der Brückenskulptur äußert sich Tobias Rehberger:
„Der federnd-schwingende Eindruck, den die Spirale vermittelt, wird von dem federnden Bodenbelag verstärkt und entspricht so dem dynamisch-instabilen Gesamteindruck des Stahlstrangs, der sich um die Brücke windet. Wichtig war mir eine möglichst breite und vor allem auch bunte Farbpalette für den Bodenbelag der Brückenskulptur zur Verfügung zu haben. Da passt es, dass der Belag normalerweise für Spielplätze verwendet wird. Natürlich war es meine Absicht, den Weg über die Brückenskulptur zu einem Erlebnis zu machen.“
Für dieses Projekt hat der Hersteller BSW einige Modifikationen seines playfix-Bodens vorgenommen, um der vom normalen Spielplatzbetrieb abweichenden Nutzung der Brücke gerecht zu werden. So wurden die Bindemittel-Komponenten modifiziert und die Verdichtung des Bodens erhöht. Außerdem wurde die Dimensionsstabilität des Bodens durch die vollflächige Verklebung eines Spezial-Gittergewebes auf die Basisschicht erhöht. playfix besteht aus einer Basisschicht mit Polyurethan gebundenen Gummigranulaten und einer farbigen Nutzschicht aus Polyurethan und dem synthetischen Gummi EPDM. (www.berleburgrer.de)
 

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